Malware

05. Februar 2014 20:04; Akt: 05.02.2014 22:21 Print

Hacker werden schneller und raffinierter

Die Organisation Switch hat im vergangenen Jahr dazu beigetragen, über 2700 Schweizer Webseiten von Schadenssoftware zu befreien.

storybild

Schadenssoftware lässt sich auf Internetseiten immer besser verstecken, was die Bekämpfung immer schwieriger macht. (Bild: David Hecker)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine grosse Herausforderung für die Bekämpfung schädlicher Software ist die ständige Weiterentwicklung dieser so genannten Malware. Diese wird immer raffinierter — und zunehmend schwierig zu bekämpfen.

2013 waren zwar etwas weniger Internetseiten von Malware betroffen als im Jahr zuvor, wie die Schweizer Internetadressen-Registrierungsstelle Switch am Mittwoch in einem Communiqué mitteilte. Gleichzeitig seien noch nie so viele neue Arten von Schadenssoftware verbreitet worden. Weltweit wurden im Jahr 2013 demnach fast 10 Millionen neue Arten entdeckt.

Die neuen Methoden zur Infizierung von Webseiten seien zunehmend ausgeklügelt und könnten oft innert Stunden auf neue Sicherheitslücken reagieren, schreibt die Organisation. Sie sorgt mit der Säuberung von verseuchten Webseiten für die Sicherheit des Internets in der Schweiz.

Zunehmend attraktiv für Kriminelle

Weil sich Schadenssoftware auf den Internetseiten zudem immer besser verstecken lasse, sei sie zunehmend schwierig zu bekämpfen, warnt Switch. Dadurch steige für Kriminelle der Anreiz solcher Cyberangriffe.

Als Malware werden Viren, Spionagesoftware, Würmer oder Trojaner bezeichnet. Mittels gestohlener oder entschlüsselter Passwörter verschaffen sich Hacker Zugang zu einer Webseite. Bereits das Aufrufen einer verseuchten Seite kann die Installation von schädlicher Software auslösen.

Stellt Switch schadhafte Software fest, informiert sie die Halter der Internetseite. Diese können innerhalb von 24 Stunden den schadhaften Code entfernen. Kommen sie der Aufforderung nicht nach, wird die Webseite sicherheitshalber gesperrt. Notfalls kann Switch eine Domain auch löschen.

Seit der Prozesseinführung im Jahr 2010 stellte Switch in knapp 7500 Fällen schädliche Software fest.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.