Mehr Sicherheit

19. November 2014 10:25; Akt: 19.11.2014 10:48 Print

WhatsApp verschlüsselt ab sofort Nachrichten

Die Messaging-App stand in der Vergangenheit wegen mangelnder Sicherheit in der Kritik. Eine als sicher geltende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll dies nun ändern.

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Nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland, England oder Hongkong ist WhatsApp die klare Nummer eins. In der Vergangenheit fiel die Messaging-App aber auch durch mangelnde Sicherheit auf. Das soll sich mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nun ändern. Alternativen zu WhatsApp gibt es viele. Aus der Schweiz kommt . Die App ermöglicht dank End-to-End-Verschlüsselung eine abhörsichere Kommunikation. Die Swisscom-App ist gratis und verfügbar für iOS und Android. Mit iO kann man mit anderen iO-Nutzern über das Internet gratis telefonieren, chatten oder Bilder austauschen. Funktioniert auf der ganzen Welt. Die Swisscom garantiert, dass die Benutzerdaten in der Schweiz gelagert werden. : Sofortnachrichten-Dienst mit integrierter Video- und Call-Funktion. Gratis verfügbar für Android und iOS. Setzt einen Google+-Account voraus. Server weltweit, auch in den USA. Google setzt nach eigenen Aussagen alles daran, für den Schutz und die Sicherheit der Daten zu sorgen. gehört zur Grundausrüstung aller Blackberry-Geräte. Für iOS und Android verfügbar und gratis. Eine Chat-Verbindung wird über das geschlossene Blackberry-Netzwerk (Hauptquartier in Kanada) aufgebaut, auf das dritte Hersteller keinen Zugriff haben. ist wie Sykpe eine App für Internettelefonie, mit der auch Textnachrichten verschickt werden können. Viber ist kostenlos. Datenschutzrechtlich ist die Software aber laut Golem.de bedenklich. Messenger ist verfügbar für Android, iOS, Blackberry, Nokia Series 40 und Windows Phone. Die App ist gratis. Zusätzlich zum Senden von Text- und Sprachnachrichten kann man Foto- und Videodateien austauschen sowie Youtube-Videos und selbstgezeichnete Bilder, sogenannte Sketches, teilen. Auch Myenigma setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und wirbt mit den sicheren Schweizer Servern. Das deutsche Techportal Golem.de hat die wichtigsten WhatsApp-Alternativen aufgespürt: Der grosse Rivale mit rund 250 Millionen Usern heisst . Skype gibt es seit zwölf Jahren, ist für fast alle Betriebssysteme verfügbar und kostenlos. Nebst einfachen Textnachrichten sind Anrufe mit und ohne Videofunktion möglich. Einer für fast alle: Wer einen Multi-Messenger sucht, mit dem man andere Messenger-Dienste zusammenführen kann, sollte sich genauer anschauen. Den praktischen Kurznachrichtendienst gibt es für PC, Mac, Android, iOS und Blackberry. Einer der grössten Konkurrenten von WhatsApp ist der Samsung-eigene Instant Messenger . Der Messenger läuft auf allen Smartphones und Tablets, die Android, iOS, Blackberry und Bada nutzen. Facebook mischelte auch vor der WhatsApp-Übernahme im Messenger-Geschäft mit. Nebst der Chat-Funktion lässt sich mit dem sehen, wo sich die Freunde gerade aufhalten - sofern die Kontakte die Ortungsfunktion aktiviert haben. Die App ist für Android und iOS erschienen. Vor der WhatsApp-Ära: hiess ursprünglich Pingchat. Mit dem Messenger für Android, Blackberry und iOS können wie bei WhatsApp Textnachrichten sowie Audio- und Video-Botschaften verschickt werden. kommt ursprünglich aus Japan, hat sich inzwischen aber auch bei uns eine grosse Anhängerschaft erobert. Laut eigenen Angaben nutzen weltweit 73 Millionen Smartphone-Nutzer den Messenger, den es für Android, iOS und Windows Phone gibt.

Zum Thema
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WhatsApp macht einen grossen Schritt nach vorn: Millionen Nutzer der Android-App kommunizieren jetzt komplett verschlüsselt. Gesorgt haben dafür anerkannte Fachleute. WhatsApp, das inzwischen zu Facebook gehört, tat sich dafür mit den bekannten Verschlüsselungsspezialisten von Open Whisper Systems zusammen. Die Firma bietet mit «TextSecure» ein Verfahren für den geschützten Nachrichtenaustausch und auch eine eigene App an.

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In einem aktuellen Test der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat «TextSecure» als eines der wenigen Tools mit voller Punktezahl abgeschlossen. Das Verschlüsselungsprinzip von «TextSecure» finde sich nun auch in der Android-App von WhatsApp, erklärte Open Whisper Systems in einem Blog-Eintrag am Dienstag. Täglich würden bereits Milliarden verschlüsselte Mitteilungen ausgetauscht.

Allerdings funktionierte die Verschlüsselung bisher nur für persönliche Nachrichten, nicht für Gruppenchats oder Fotos und Videos. Man arbeite an diesen Funktionen ebenso wie an der Verschlüsselung von WhatsApp-Nachrichten auf anderen Plattformen, hiess es. WhatsApp hat weltweit über 600 Millionen Nutzer und ist auch auf dem Apple-Betriebssystem iOS populär.

Antwort auf Kritik

WhatsApp war in der Vergangenheit für mangelnde Sicherheit kritisiert worden. Die App besserte zwischenzeitlich nach. Doch die neue Verschlüsselung bietet besondere Sicherheit: Sie schützt die Nachrichten auf dem kompletten Weg von Sender zu Empfänger. Das wird als Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bezeichnet.

Nur bei dem Gesprächspartner wird die Kommunikation wieder lesbar, das Unternehmen hat keinen Zugriff auf die Nachrichten der Nutzer. Beide Gesprächspartner müssen dazu die aktuellste Version der Android-App installiert haben.


Der Programmcode von «TextSecure» ist offen einsehbar und wurde bereits von unabhängigen Fachleuten überprüft. Auch deswegen erhielt die App kürzlich die volle Punktzahl in einer Sicherheitsbewertung der Website ProPublica. Doch im Vergleich mit WhatsApp ist «TextSecure» winzig: Weniger als eine Million Nutzer haben die Android-App installiert. Den Umstieg für WhatsApps Android-Nutzer bezeichnete Open Whisper Systems als «grössten Umstieg auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in der Geschichte».

Man wolle die Verschlüsselung zügig ausweiten, schrieb Open Whisper Systems: «Das ist erst der Anfang.» Die Firma arbeite seit einem halben Jahr mit WhatsApp zusammen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René am 19.11.2014 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    und was ist mit der CIA

    Und haben die Amis einen Schlüssel für die Hintertür?

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  • Peter am 19.11.2014 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    Solange Whatsapp Facebook gehört, vertraue ich diesem App nicht, da kann mir noch 100 mal jemand sagen es sei "sicherer"

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  • TJ am 19.11.2014 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Datenschutzproblem nocht nicht gelöst...

    WhatsApp wird trotzdem immernoch fleissig Daten im Klartext sammeln, wie zb. das momplette Adressbuch. als Vergleich: Threema benutzt dafür nur Hashwerte, hat somit keinen Zugriff auf Namen und Telefonnummern. Finde es zwar ein super Schritt von WhatsApp, jedoch äusserst peinlich, dass es dafür Jahre gebraucht hat. Werde daher weiter bei Threema bleiben. Für alle WhatsApp Jünger: überlegt euch mal, warum FB 35$ pro User beim Kauf gezahlt hat und euch danach ein gratis Dienst anbietet. Aus Nächstenliebe? Zum Glück hat FB noch nie gegen den Datenschutz verstossen......

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Die neusten Leser-Kommentare

  • B.s am 19.11.2014 22:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Frage:ich kriege seit 10Tagen meine Whatsapp Nachrichten nicht mehr aufs Display, obwohl alles richtig eingestellt ist. Was kann ich tun?

  • whatsapp am 19.11.2014 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    whatsapp pc

    wieso schreiben viele das man whatsapp nicht auf dem pc nutzen kann? kann man doch, schon lange. einfach über google "bluestacks" herunterladen, es ist ein android emulator mit dem man alle apps die es im playstore gibt, herunterladen kann. auch whatsapp.

  • Realist am 19.11.2014 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ah ja??

    Die Verschlüsselung ist für mich das a und o. - Warum? - Nun, ich bin eine dermassen wichtige Person, dass alles was ich schreibe dermassen Gewicht hat, dass jeder Geheimdienst dies zwingend wissen muss. - Und noch etwas: Wer Sarkasmus in diesen Zeilen finden, darf ihn an die NSA sensen (Copy&Paste ins WhatsApp und an irgendwen senden). - Blahblahblah.....

    • Brian am 19.11.2014 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @realist

      Für die NSA sind alle Personen wichtig, das sie grundsätzlich mal alles pro forma sammelt!

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  • User am 19.11.2014 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eben nicht

    Neueste Meldung eben nicht. Bleibt Wunschdenken. Die Realität ist eine andere...

  • fabian mustair am 19.11.2014 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    TELEGRAM

    Jedem das seine, finde Telegram aber (und betone wieder) fuer mich mit Abstand das beste Messaging System. Dass ich auf PC, Tablet, phone etc immer gleichzeitig alle meine Messages synchronisiert habe... was genau soll den whatsapp hier besser haben. Sicherheit? Was koennen wir Laien ueberhaupt mitreden. Nicht einmal unter Kollegen physisch zu reden ist heute sicher :-). Mir ist egal wenn die meisten auf Whatsapp sind, ich brauchs nicht und es hat nichts, was mich von Telegram wegziehen wuerde

    • Foo Bar am 19.11.2014 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      Webclient FTW!

      Genau das ist es, was mich damals von WhatsApp entfernt hat! Thema Sicherheit wurde ja erst zum Thema als Facebook diesen Chat gekauft hat, aber parallel im FB chatten tut man ja trotzdem. Wer kein Telegram hat, erreicht mich auch via SMS ;)

    • Fanboy am 19.11.2014 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      TELEGRAM

      Recht hast du, es gibt sogar eine Unix CLI-Version davon. Damit habe ich auf meinem Raspberry einen Telegram-Bot eingerichtet, dem ich Befehle schicken kann.

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