Megaupload-Gründer

22. März 2012 09:26; Akt: 22.03.2012 09:26 Print

Dotcom erhält 45'000 Franken pro Monat

Der in Neuseeland unter Hausarrest stehende deutsche Gründer der gesperrten Filesharing-Plattform Megaupload kann sich freuen. Er erhält mehr Geld - und seinen Mercedes zurück.

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Gejagt von der amerikanischen Justiz - und den Journalisten: Kim Dotcom beim Verlassen des Gerichtssaals am 22. Februar in Auckland, Neuseeland. (Bild: EPA/David Rowland)

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Ein neuseeländischer Richter erhöhte die Summe für den monatlichen Lebensunterhalt von Kim Dotcom und seiner Familie. Neu beträgt die monatliche Auszahlung aus dem mutmasslichen Multimillionenvermögen von Kim Dotcom 60 000 neuseeländische Dollar (rund 44 700 Franken). Ausserdem bekomme er seinen Mercedes zurück, hiess es in Medienberichten weiter.

Der Megaupload-Gründer wollte eigentlich noch viel mehr, nämlich rund 167 000 Franken, um die laufenden Kosten für sich und seine Familie zu decken; dazu gehören Löhne für Bodyguards, Kindermädchen und einen Butler. Ins Geld geht auch das luxuriöse Anwesen. Doch das neuseeländische Gericht gewährte ihm im Februar einen Bruchteil des geforderten Betrages (20 Minuten Online berichtete).

Warten auf das Auslieferungsverfahren

Der gebürtige Kieler, der ursprünglich Kim Schmitz hiess, darf in seiner Villa nördlich von Auckland auf die Anhörung im Auslieferungsverfahren im August warten. Die USA wollen Dotcom und einigen seiner Mitarbeiter wegen Urheberrechtsverletzungen und Betrugs den Prozess machen.

Die US-Behörden werfen Dotcom und seinen Mitarbeitern vor, Copyright-Besitzer um ihre Einkünfte gebracht zu haben. Megaupload sei einer der grössten Umschlagplätze für illegale Kopien von Musik und Filmen gewesen. Den Rechteinhabern sei eine halbe Milliarde Dollar Schaden entstanden.

Dotcom weist die Vorwürfe zurück und wehrt sich gegen die Auslieferung. Bei der Festnahme waren Konten und Wertgegenstände im mehrstelligen Millionenbereich sichergestellt worden. Dotcom war im Januar in seinem Anwesen in Coatesville bei Auckland festgenommen worden. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuss.

(dsc/sda)