Start-ups am MWC

03. März 2014 15:44; Akt: 03.03.2014 16:59 Print

Innovative Apps aus der Schweiz

Am Mobile World Congress wurden nicht nur die neusten Smartphones der internationalen Grosskonzerne vorgestellt. Auch Schweizer Unternehmen zeigten ihre Neuheiten.

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Als sogenanntes «Social Media für Gegenstände» organisiert Qipp sämtliche Informationen über persönliche Gegenstände, wie Gebrauchsanleitungen, Passwörter, Kaufinformationen oder andere Merkmale - und erstellt für jeden Gegenstand ein eigenes Profil. Mit der App CatchMyPain von Sanovation lässt sich ein Schmerztagebuch erstellen, um so die Kommunikation mit Ärzten zu verbessern. SunBuddy schützt vor zu viel UV-Strahlung. Ein kleiner, kabelloser Sensor misst die UV-Strahlung und sendet die Daten an die SunBuddy-App. Dort können sowohl die UV-Strahlung und der aktuelle UV-Index abgelesen werden, als auch, wie man sich zum jeweiligen Zeitpunkt am besten vor der Strahlung schützt. Dank der Peer-to-Peer-Technologie, die die App Uepaa nutzt, können Alarmierungen von einem Handy an andere Handys weitergegeben werden, auch wenn es in der Umgebung keinen Handyempfang gibt. Voraussetzung ist lediglich, dass andere Personen, die sich in Reichweite befinden, die App ebenfalls installiert haben. Diese App gibt es ausschliesslich fürs iPad. Damit lassen sich per Finger und Touchscreen eigene Magazine aus den Lieblings-Inhalten aus dem Internet herstellen. Dazu nimmt man Artikel und Informationen aus News-Websites, Web-Magazinen oder Social Media oder nur Ausschnitte davon und gestaltet sein eigenes Web-Magazin. Die Games von Gbanga vermischen die reale mit der Game-Welt. In sogenannten Gbanga-Zellen igendwo in der Stadt können virtuelle Gegenstände oder Orte versteckt werden, die man nur per App findet. Mit der App von Scandit lassen sich Barcodes mit dem Smartphone, mit Smartwatches wie der Galaxy Gear von Samsung oder mit Google Glass scannen. Bei Scandit-Partnern wie Ex Libris können per App auch gleich Einkäufe getätigt werden, indem man den Strichcode neben dem Produktebild des Prospekts erfasst.

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Neben der unzähligen Smartphones der Grosskonzerne und den Tablets aus Fernost stellten letzte Woche am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona auch kleine Unternehmen und Start-ups aus der ganzen Welt ihre neusten Produkte vor. Darunter 19 Schweizer Firmen, die sich an einem Messestand – dem sogenannten Swiss Pavillon – präsentierten.

Mit dem Motto «Mehr als Schokolade» wollten die Schweizer darauf aufmerksam machen, dass die Schokolade bei Weitem nicht das einzige Exportgut ist, das aus dem kleinen Land kommt.

Social Media für Dinge

Zum Beispiel die App Qipp: ob das Fahrrad, der Computer, das Smarphone oder auch die Turnschuhe: Wer eine Übersicht über seine Lieblingsgegenstände machen will, kann dazu die App Qipp verwenden. In der Anwendung lassen sich sämtliche Informationen über die Dinge speichern wie etwa Gebrauchsanleitungen, Passwörter, Kaufinformationen oder andere Merkmale. Qipp erstellt dazu für jeden Gegenstand ein eigenes digitales Profil. Stefan Zanetti, Gründer und CEO des ETH-Spin-offs Qipp, erklärt die App folgerndermassen: «Qipp organisiert alle Gegenstände und Lieblingsdinge, über die man eine Übersicht und gesammelte Informationen ablegen oder teilen möchte, sodass eine Art soziales Netzwerk für Lieblingsdinge entsteht.»

Mit anderen Schweizer Apps lassen sich beispielsweise auf einfache Weise Barcodes scannen, ohne Handyempfang eine Bergrettung rufen, Personen vor zu viel Sonneneinstrahlung schützen oder lokalisierte Games auf dem Smartphone spielen. Die App CatchMyPain wiederum hilft bei der Schmerzdiagnose von Patienten. Mit der von der Firma Sanovation entwickelten Anwendung lässt sich beispielsweise ein Schmerztagebuch erstellen, um so die Kommunikation mit Ärzten zu verbessern.

Mit dem 360°-Healthmanager gibt es eine weitere innovative medizinische App. Diese wurde von Schmutz Medical entwickelt und wird unter anderem von Medgate und Swisscom verwendet. Mit dieser App können sich Patienten mit einem telemedizinischen Zentrum für eine Beratung verbinden lassen, wobei bei Haut- oder Augenveränderungen Fotos direkt an den Arzt geschickt werden können. Letztere Anwendung war jedoch, wie auch viele andere neue Schweizer Apps, nicht auf dem MWC zu sehen. Dazu gehören aktuell etwa das Puzzle-Spiel Colorblocks von Marco Krapf oder die App Picomag, mit der sich individuelle Web-Magazine am iPad herstellen lassen.

(ray)