Milliardenstrafen

15. Oktober 2012 07:20; Akt: 15.10.2012 07:20 Print

Microsoft und Google drohen saftige Bussen

Microsoft droht eine Strafzahlung in Milliardenhöhe in der EU. Das gleiche Schicksal blüht Google in den USA. Beide Konzerne sollen ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht haben.

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Microsofts Surface ist ein 10.6 Zoll grosses Windows-8-Tablet. Das dünnere und leichtere Modell ist für den Privatgebrauch gedacht und wird von Windows 8 RT betrieben. Das stärkere Surface Pro mit Windows 8 Pro ist mehr für den professionellen Gebrauch ausgelegt. Die RT-Version erschien in der Schweiz am 14. Februar 2013. Das Pro-Modell folgt Ende Mai. Der Clou des Tablets sind die magnetischen «TouchCover» und «Type Cover», die nicht nur das Display schützen, sondern ausgeklappt als Tastatur dienen. Links das 3 Millimeter dicke TouchCover, rechts das knapp 6 Millimeter dicke Type Cover. Das TouchCover schlägt mit 130 Franken, das Type Cover mit 140 Franken zu Buche. Im Set mit dem Surface RT kostet das Touch Cover 100 Franken, allerdings taugt nur das Type Cover als vollwertige Tastatur. Das Surface verfügt über einen «Kickstand», der das Gerät aufrecht hält. Er kann an der Rückseite des Tablets ausgeklappt werden. Microsofts Tablet-Premiere hat ein 10.6 Zoll grosses HD-Display (Full-HD für das Pro-Modell) mit einem 16:9 Seitenverhältnis und eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (Pro-Modell). Das dünnere Surface RT kommt mit 32 und 62 Gigabyte (GB) Speicherplatz daher, das Pro-Modell gibt es mit 64 und 128 GB. Allerdings benötigt die vorinstallierte Software einen beträchtlichen Teil des Speicherplatzes. Das Surface mit Windows 8 RT fällt mit 9,3 Millimetern knapp dünner als das iPad aus. Das Pro-Modell für den geschäftlichen Einsatz konkurriert mit Ultrabooks (dünne Notebooks) und wird mit 13,5 Millimetern deutlich dicker, schwerer und teurer. Auch bei den Anschlüssen unterscheiden sich die beiden Surface-Versionen. Das RT-Modell gibts mit microSD, USB 2.0, Micro-HD und 2x2 MIMO. Der Pro-Variante spendiert Microsoft microSDXC, USB 3.0 und einen Mini DisplayPort. Das Surface ist Microsofts erster «PC». Erfahrung mit der Entwicklung von Hardware hat der Software-Riese aber seit Jahren. Seit über einem Jahrzehnt macht Microsoft mit seinen Xbox-Spielkonsolen Nintendo und Sony Konkurrenz. Auch im Geschäft mit PC-Zubehör mischen die Redmonder mit. Bereits 1983 erschien die erste Microsoft-Maus.

Am 26. Oktober erscheint Surface mit Windows 8.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der US-Softwarekonzern Microsoft sieht sich offenbar erneut mit einer drohenden Strafzahlung in Milliardenhöhe konfrontiert. Wie «Der Spiegel» berichtet, will die EU-Kommission den Konzern noch in diesem Monat anklagen, weil das Unternehmen abermals gegen Auflagen der EU-Wettbewerbshüter verstossen habe.

Hintergrund ist, dass sich Microsoft 2009 in einem Kartellverfahren verpflichtet hat, beim Verkauf seines Betriebssystems Windows auch Internetbrowser der Konkurrenz anzubieten. Im Sommer dieses Jahres wurde bekannt, dass dies beim Vertrieb einer Version von Windows 7 etwa 28 Millionen Mal unterlassen wurde.

Microsoft führte das auf einen technischen Fehler zurück, entschuldigte sich und besserte eilig nach. Dennoch kündigte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia damals «ernste Konsequenzen» an. Die EU hatte dem Konzern wegen ähnlicher Verstösse in der Vergangenheit Bussgelder von mehr als 1,6 Milliarden Euro auferlegt.

Google droht Verfahren in den USA

Dem Internetgiganten Google droht laut Medienberichten ein Kartellverfahren in den USA. Die Tageszeitung «The New York Times» und die Agentur Bloomberg News meldeten übereinstimmend, dass eine von der Aufsichtsbehörde FTC eingesetzte Kommission ein förmliches Verfahren empfehlen werde. Peter Kaplan, Sprecher der FTC, kommentierte die Berichte nicht.

Die Behörde war Beschwerden nachgegangen, denen zufolge Google bei seinen Suchergebnissen eigene Angebote vor denen der Konkurrenz bevorzugt. Sie untersuchte auch, ob Suchergebnisse so beeinflusst wurden, dass Webseiten mehr Geld für Google-Werbung aufwenden mussten, um ihre Leistungen prominent zu platzieren.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ben bern am 15.10.2012 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Sektierer

    ist ja schon lustig. Hier ist ein Artikel über Microsoft und Google. Aber jeder zweite Komentar haut auf Apple. Ihr Apple-Hater habt echt ein Rad ab. Jeder dieser Konzerne ist AUSSCHLIESSLICH am eigenen Wohl interessiert. Alle gehen an die Grenze und oft auch mal drüber und dann gibts halt eins auf die Finger. Kommt mal wieder von dieser Sektiererei weg.

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  • Unverständiger Andy am 15.10.2012 12:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bescheuerte EU

    Das ist doch krank!! BMW wird ja auch nicht verpflichtet Felgen von Mercedes zu verkaufen anstatt die eigenen anzubieten. Auch Lindt muss nicht Milka Schokolade mitproduzieren usw...

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  • Roman am 15.10.2012 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kurse

    Wären nicht kostenlose Kurse, bezahlt aus diesen Bussen, sinnvoll, wenn die EU davon ausgeht, dass der Grossteil der Internetnutzer zu dumm ist, einen alternativen Browser zu Installieren? Ganz ehrlich, jeder der sich etwas auskennt und einen anderen Browser nutzen will, installiert diesen auch. Und wer das nicht mal kennt, den interessierts auch nicht, ob er mit IE, Firefox oder Chrome im Web surft, hauptsache es funktioniert. Ich sehe schon, falls W8 ein erfolg wird, werden sie noch wegen allen vorinstallierten Apps verklagt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • andi küng am 17.10.2012 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bitte bleibt einfach faire

    schön dass auch bei apple alle browser angeboten werden... ja ja ist mal wieder ne super sache.... wenn man schon strafen ausspricht sollte man faire bleiben und auch mal apple auf die finger schauen....

  • Kein WinFan am 16.10.2012 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber WinFan,

    schön dass es auch noch Leute deiner Sorte gibt. Windows fällt bei uns leider komplett durch: instabil, unzuverlässig, schwerfällig, launisch und alles andere als motivierend. Gäbe es eine vernünftige Alternative, Windows wäre in 0.1 nanosekunde RAUS aus unserer Firma. Aber so macht man halt zähneknirschend weiter bis zum nächsten Absturz.

    • Auch WinFan am 17.10.2012 08:04 Report Diesen Beitrag melden

      Fehler des Menschen, nicht der Technik

      Instabil, unzuverlässig, schwerfällig? Vielleicht solltet ihr mal überlegen ob eure Computer richtig zusammengestellt und konfiguriert sind ;) Wenn bei der Hardware oder Konfiguration gepfuscht wurde kann Windows auch nichts machen, das ist halt der Preis wenn man so viele unterschiedliche Hard-/Software unterstützt.

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  • WinFan am 15.10.2012 22:20 Report Diesen Beitrag melden

    Standart

    Gott sei Dank hat sich Microsoft damals durchgesetzt und sein Windows zum Standart gemacht! Oder hättet ihr lieber 5 verschiedene Betriebssysteme für PC's?! Ach übrigends: Apple bietet in seinem OS ja wohl hoffentlich auch an, einen Browser eigener Wahl zu installieren, oder? Alles andere wäre ja wohl übler Betrug!!

    • Tom H. am 16.10.2012 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      OS X ist nicht iOS

      Auf OS X kannst Du installieren, was Du willst, es gibt keine Einschränkungen und auch Chrome, Firefox, etc. OS X ist nicht gleich iOS, auch wenn iOS von OS X abgeleitet ist. Wieso denken immer viele, dass Apple=Einschränkung heisst? Einen Internet Explorer für Mac gibt es jedoch nicht mehr, den hat MS von sich aus eingestellt. Ob es gut ist, dass sich damals MS mit Win durchgesetzt hat, sei mal dahingestellt, schliesslich war Win nicht gerade durch seine Qualität und Stabilität bekannt...

    • winFTW am 16.10.2012 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      meine worte

      genau deiner meinung!

    • absorber am 16.10.2012 00:38 Report Diesen Beitrag melden

      Es hat eindeutig besser Betriebssysteme

      gegeben, die es zu Recht verdient gehabt hätten Standard zu werden. Ich nenne da mal OS/2. Ein Betriebssystem das genau wie andere Betriebssysteme sicher gewesen ist und weit Innovativer als Windows je sein kann. Leider konnte IBM damals die aggressiven Marktkämpfe von Microsoft nicht mit ziehen. Diese Kämpfe ähneln denen von Google heute. Leider sind die IT Entscheidungsträger dem Controlling unterworfen und musste oft Zähneknirschend sich Microsoft aufbügeln lassen. Qualität buchstabiert sich nach wie vor nicht Microsoft.

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  • Roger am 15.10.2012 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Wohin fliesst das Geld...

    Würde mich schon mal wunder nehmen, wer eigentlich die Gelder erhält wenn diese Konzerne solche Busen bezahlen !! .... Hält da etwa wieder väterchen Staat die Hände auf oder kommt das den Konsumenten zugute??

  • minyodkit am 15.10.2012 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wirtschaftskrise

    die EU braucht das geld für griechenland :p