Mörtel ade!

15. April 2014 17:11; Akt: 15.04.2014 17:11 Print

3-D-Drucker baut in China zehn Häuser pro Tag

150 Meter – so lang ist der 3-D-Drucker, den chinesische Ingenieure nutzen, um in Schanghai Häuser zu bauen. Auch in Holland und den USA tüfteln Forscher am gedruckten Haus.

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1, 2, 3 und fertig ist das Haus: Chinesische Ingenieure nutzen einen 3-D-Drucker, um zehn Häuser pro Tag zu bauen. (Bild: 3ders.com)

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Zugegeben, als architektonische Meisterleistung werden die gedruckten Häuser in China nicht in die Geschichtsbücher eingehen. Das ist aber auch nicht das Ziel der Ingenieure der Firma Winsun Decoration Design Engineering. Diese gaben an, dass es ihnen gelungen sei, mit ihrem 3-D-Drucker zehn Häuser an einem Tag fertigzustellen.

Gedruckt werden die Baracken von einem 150 Meter langen, zehn Meter breiten und sechs Meter hohen 3-D-Drucker. «Die Bauteile für den Drucker kommen aus Übersee und wurden in einer Fabrik in Suzhou zur fertigen Maschinen zusammengebaut», sagt der CEO der Firma gegenüber der Website 3ders und rühmt dabei besonders, wie umweltfreundlich und günstig der 3-D-Drucker ist.

Als Druckmaterial kommen recycelte Baustoffe und Industrieabfälle zum Einsatz. Dabei kommen die Häuser scheibchenweise aus dem Drucker und werden dann auf der Baustelle in Schanghai direkt vor Ort zusammengesetzt. Kostenpunkt für jedes Haus: rund 4800 Dollar.

Schneller als in Holland und den USA

Häuser werden nicht nur in China, sondern auch in Holland gedruckt: In Amsterdam hat im April 2013 der Bau eines traditionellen Grachtenhauses begonnen. Hinter der Idee steckt das Architekturbüro DUS. Gedruckt wird auch hier mit recycelten Materialien – allerdings direkt vor Ort. Noch in diesem Jahr soll der Bau fertiggestellt werden.

Auch US-Forscher sehen eine Zukunft für den Hausdrucker. Im Januar sagte Behrokh Khoshnevis, Professor an der University of Southern California: «Heutzutage wird vieles automatisch und maschinell gefertigt, wieso also nicht auch ganze Gebäude?» Ganz so weit wie die Techniker aus China scheint der US-Professor allerdings noch nicht zu sein. Sein Ziel: ein Haus in 24 Stunden drucken.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 15.04.2014 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    warum nicht...

    ...den Gripen auf einem 3D-Drucker herstellen, wäre sicher günstiger!

  • Skeptiker am 15.04.2014 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immobilien Bosse?

    Da wird die Immobilien-Industrie aber keine Freude mehr haben, wenn sie durch diese innovative Erfindung Miliarden Minus machen.

  • Heinrich VIII am 15.04.2014 18:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plau de Ris vong Pe King 

    Sanitär- Heizung- Elektroinstallationen, Schreinerarbeiten, Türen, Fester, Fassaden- und Dachisolationen, Boden- und Wandbeläge, Küchen-, Bad- und WC- Installationen, vieleicht noch Malerarbeiten. Auch dort wird nur mit Wasser gekocht. Nur die Hülle aus Beton fabriziert jede spezialierte Vorfabrikationsfirma mindesten in der gleichen Zeit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • H. Erner am 16.04.2014 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Fortschritt

    Die Technologie steht noch am Anfang. Sehr bald werden wir jedoch davon profitieren und zu günstigen Preisen hoch individualisierte Häuser mit akzeptabler Statik drucken können. Vielleicht ist die Technologie ja schon so weit, wenn ich dann einmal ein Haus brauche.

  • McMoneysac am 16.04.2014 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Einsturzgefahr

    Und in ebenso kurzer Zeit fallen sie wieder zusammen!

  • marcel am 16.04.2014 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Erscheinungsbild überarbeiten

    Grandios! Jetzt müssen sie nur noch die Architektur überarbeiten, sehen ja scheusslich aus diese Häuser auf dem Bild. Gut besser ein hässliches Haus als gar kein Haus.

  • Zyniker am 16.04.2014 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    3te Welt

    Damit kann man ev. Häuser in der 3ten Welt bauen oder in Flüchtlingscamps, allemal besser als einfache Zelte. Bei uns werden die 3D-Drucker zwar garantiert auch Einzug halten im Bau aber wohl eher im Bereich kleinerer Elemente, welche dann noch "richtig" zusammengebaut werden.

  • Robert am 15.04.2014 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    warum nicht...

    ...den Gripen auf einem 3D-Drucker herstellen, wäre sicher günstiger!