Rapper Nemo

06. April 2017 12:36; Akt: 06.04.2017 12:36 Print

«Künstliche Intelligenz ist gar nicht so intelligent»

Der Schweizer Rapper Nemo erzählt, wie er die Zukunft sieht. Und gibt eine Einschätzung über das Leben seiner Generation.

Der Schweizer Rapper Nemo erzählt, wie er künstliche Intelligenz in der Musik und Roboter im Haushalt sieht. (Video mit Material von: Universum Film, Gatebox, Bakara Music, Moley)
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Die Technologie entwickelt sich rasant, welche Dienste und Gadgets nutzt du persönlich?
Es fällt einem gar nicht so auf, aber wir sind eigentlich bereits in der Zukunft angelangt. Hätte man jemandem vor 20 Jahren von Smartphones erzählt, wäre dies wohl skeptisch aufgenommen worden. Ich nutze technische Dinge vor allem, wenn es um meine Musik geht. Eine Musiksoftware, wie ich sie verwende, war früher unvorstellbar. Heutzutage fühlt sich das Musikmachen so einfach an wie etwa Zeichnen, weil man seine Ideen und Gedanken genau umsetzen kann.

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Heutzutage gibt es bereits digitale Sprachassistenten, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Wie siehst du diesen Fortschritt?
Ich glaube, diese Programme sind noch gar nicht so ausgereift. Es fehlt der entscheidende Schritt, der vielleicht gar nie kommen wird, dass ein Computer mehr als nur null und eins zusammenrechnen kann. Bis dann ist eine künstliche Intelligenz für mich noch gar nicht so intelligent. Emotionen spürt man bei diesen Diensten noch nicht, es ist nur eine einfachere Eingabemöglichkeit, als etwas einzutippen.

Falls diese Assistenten tatsächlich intelligent werden, würdest du sie nutzen?
Für mich hat es keinen grossen Reiz, eine ausgereifte künstliche Intelligenz – beispielsweise für meine Musik – zu nutzen. Das würde mir den Spass nehmen. Wenn ich nur sagen müsste, mach mir einen Elektro-Hip-Hop-Beat und dies würde umgesetzt, fände ich es nicht gut, denn ich möchte es ja lieber selbst machen.

Wenn Maschinen plötzlich Emotionen hätten, würden wir möglicherweise eine tiefe Beziehung zu ihnen entwickeln. Wie siehst du das?
So etwas empfinde ich derzeit noch als unvorstellbar. Falls dieser Schritt einmal erreicht werden sollte – und eine emotionale Bindung da wäre, würde es wohl ziemlich schnell gehen, dass sich Maschinen nicht mehr von Menschen unterscheiden lassen. Dann würde es einem auch nicht schwerfallen, eine Beziehung mit einem Gerät einzugehen. Das ist derzeit aber noch ganz weit weg. Eine Beziehung mit einem Roboter würde ich aber auf keinen Fall eingehen.

Du hast eine Ausbildung als Koch begonnen. Es gibt bereits einige Firmen, die Roboter entwickeln, die für einen kochen. Würdest du so etwas nutzen?
Für mich wäre dies wie Fertigessen, manchmal ist es praktisch, aber manchmal möchte man lieber selbst ein Gericht zubereiten und gestalten. Das ist dann eine persönliche Leistung. Klar, die Qualität wäre viel besser als bei einem Fertiggericht, es ist jedoch nicht dasselbe, wie wenn es von mir oder von einem anderen Menschen zubereitet wurde.

Dass sich die Technologie weiterentwickelt, ist klar, wie siehst du in die Zukunft, positiv oder eher negativ?
Es gibt beide Seiten. Klar gibt es kritische Punkte, ich freue mich aber auch und habe auch einige Erwartungen. Das ist für mich aber noch weit weg und ich lebe Tag für Tag. Ich geniesse es und freue mich auf jeden Tag, an dem ich leben kann, wie ich will. Was wirklich toll wäre? Ein Flugzeug, mit dem man in einer Stunde nach New York fliegen könnte.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • patrick h. am 06.04.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Das nächste mal

    Wenn ich das nächste mal was über die Zukunft wissen will frage ich keinen Zukunftsforscher sondern einen Teenie-Rapper der aktuellen Generation. Raute Facepalm?

  • Booo am 06.04.2017 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Sinnfrei

    Wieso fragt ihr jemanden der eigentlich nicht mit AI zu tun hat darüber aus? Was hat das für eine Aussagekraft?

  • Cory Lance Jr am 06.04.2017 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist Pop kein Rap

    Es tut mir in der Seele weh dass man den einen "Rapper" nennen darf..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Penumbra Noctis am 07.04.2017 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Beispiel so

    Kuenstliche Intelligenz ist, wenn einem der Online-Shop vorschlaegt, man solle noch eine Computermaus kaufen, um damit sein Python-Programmier-Lehrbuch zu fuettern...

  • Traurige Kinder am 07.04.2017 09:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Wir sind schon in der Zukunft angekommen... der ist doch ein trauriger Junge. Klar sind wir im Gegensatz zu vor 20 Jahren in der Zukunft, doch wird hier von "jetzt" gesprochen und der Zukunft die uns bevor steht. Dass das einer wie der nicht versteht kann ich noch akzeptieren. Plus gab es auch vor 20 Jahren schon Musik Programme einfach wurde es halt anders gemacht, da konnte man genau so umsetzen was man wollte, einfach lief es anders. 20 min schafft ihr es auch ein Bericht rauszubringen der bei mir kein Kopfschütteln Auslöst?

  • Leser am 07.04.2017 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    "Rapper"

    Man merkt bereits in den ersten paar Sätzen, dass dieser sogenannte "Rapper" keine Ahnung hat von was er redet. Ich bin selber in der AI Entwicklung tätig. Ich finde es doch immer wieder belustigend, wenn Menschen ohne jegliches Grundwissen grosse Aussagen zu diesem Thema machen.

  • MrHolmes am 07.04.2017 05:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super...

    Da hätte man eigentlich auch gleich ein Pferd befragen können...

  • Marc am 07.04.2017 03:30 Report Diesen Beitrag melden

    Der hat keine Ahnung...

    Die Künstliche Intelligenz ist weiter entwickelt, als die Intelligenz eines Teenie-Rappers. Nur kapiert er es nicht.