Internet-Computer

11. Mai 2011 21:18; Akt: 12.05.2011 12:16 Print

Google stellt das «Chromebook» vor

Der Internetkonzern Google setzt zum Frontalangriff auf Apple und Microsoft an. Das US-Unternehmen stellte dafür spezielle Computer für mobile Internetnutzer vor.

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Das Produkt heisst «Chromebook» - ein Wortspiel aus dem hauseigenen Browser «Chrome», dem geplanten, für die Onlinenutzung optimierten Betriebssystem «Chrome OS» und handlichen Computern, den sogenannten Netbooks. Erste Geräte sollten bereits vom 15. Juni an für unter 400 US-Dollar im Handel erhältlich seien.

Ein Manager des Konzerns versprach unter anderem, dass die Geräte niemals länger als acht Sekunden bräuchten, um zu starten, und in dieser Zeit sogar mit dem Internet verbunden seien. Google werde dafür - wie zuvor schon Apple mit seinen iPhones - exklusive Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern schliessen. Ausserdem legten «Chromebooks» alle Daten stets verschlüsselt ab.

Tausende Geräte im Praxistest

Erste Geräte nach dem «Chromebook»-Standard sollen von Samsung und Acer produziert werden. Die Prozessoren liefere Intel. Google kündigte zudem die Computernutzung als Flatrate an. So sollen Unternehmen 28 US-Dollar pro Monat für Hard- und Software zahlen. Schulen und Universitäten sollen überdies ihre Schüler und Studenten für 20 US-Dollar im Monat mit den Google-Geräten ausstatten können. «Wir gehen davon aus, dass sich die Art und Weise, wie Firmen und Bildungseinrichtungen mit Computern umgehen, fundamental verändern wird», sagte ein Manager des Konzerns bei der Präsentation. Diese Geräte sollen direkt bei Google erhältlich sein, ebenfalls von Juni an.

Laut dem IT-Blog mashable.com verfügt das Samsung-Gerät über einen 12,1-Zoll-Display das rund 36 Prozent heller als ein herkömmliches LCD-Display sein soll. Die Batterie soll in der Lage sein, um bei normalem Gebrauch während 8,5 Stunden genügend Saft zu liefern. Videos können während fünf Stunden wiedergegeben werden, bis das Chromebook wieder an die Strombuchse muss. Der Arbeitsspeicher umfasst 2 GB, die Festplatte (SSD) rund 16 GB. Im Gehäuse sind zwei USB-Anschlüsse sowie eine SD/SDHC/MMC-Slot angebracht.


(Quelle: youtube/engadget)

Keine eigenen Programme mehr

Googles «Chrome»-Plattform geht von der Idee aus, dass auf den Geräten ausser einem Browser keine Programme mehr laufen - sondern nur noch über das Internet. Daten werden dabei vor allem auf Servern des Konzerns gespeichert, etwa in der E-Mail-Plattform «GMail».

Das Google-System ist darauf ausgerichtet, mit den eigenen Plattformen zu arbeiten, die Google privaten Nutzern meist kostenfrei anbietet, aber auch an Unternehmen und Konzerne verkauft.

Für Mobiltelefone hat Google bereits eine entsprechende Plattform namens «Android» im Einsatz. Geräte auf Android sind inzwischen weltweit häufiger als Apples Erfolgsmodell iPhone. Apple gilt neben Microsoft, das bisher mit «Windows» den Markt der Betriebssysteme klar dominiert, als der Hauptkonkurrent von Google.

(mbu/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kevin Turner am 11.05.2011 21:34 Report Diesen Beitrag melden

    keine programme mehr?

    das alles über das internet läuft gefällt mir nicht... wenn das internet mal nicht was was will man dann machen?

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  • Paul Stettler am 12.05.2011 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Online-Anwendungen

    Es muss ja nicht Google sein. Aber die Zukunft geht dahin, dass Programme und Daten online verwaltet und für die Offlinearbeit gecacht werden!

  • Quasi-Mod-O am 12.05.2011 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Genügend

    Für die RemoteDesktop Benutzung eines Windows-PC im Geschäft wäre das vollkommen genügend.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc Lauener am 12.05.2011 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    8 Sekunden sind nichts Besonderes...

    Mein Ubuntu Notebook startet in 30 Sekunden. Über 20 davon werden vom Bios verbraucht. Ubuntu startet also in weniger als 10 Sekunden. Wo ist also die Innovation bei ChromeOS? Mit der richtigen Hardware und CoreBoot würde mein Ubuntu Notebook auch in 10 Sekunden starten. Da Bleib ich lieber bei Ubuntu. Da muss ich mir weniger Sorgen betr. Datenschutz machen.

    • linux-rules am 19.05.2011 09:30 Report Diesen Beitrag melden

      na und?

      Mein 2J altes T400 benötigt 4-5Sec für den Kaltstart bis Desktop. Neuere Rechner sind klar schneller. Natürlich Vorausgesetzt man installiert irgend ein Linux, BSD oder Solaris, und setzt den Rechner mit Windows ausser kraft.

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  • Quasi-Mod-O am 12.05.2011 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Genügend

    Für die RemoteDesktop Benutzung eines Windows-PC im Geschäft wäre das vollkommen genügend.

  • Heinz am 12.05.2011 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    nur als Tablet-Ersatz

    spannende Idee, wahrscheinlich auch mit Zukunft (vgl. Microsoft, Apple, IBM, etc. mit der Cloud). Komisch finde ich, dass Google ca. 2 Jahre länger für Chrome OS gebraucht hat, als angekündigt... Chrome OS ist okay als Tablet-Ersatz, bzw. für Leute die nur surfen wollen... Für den Business-Gebrauch kann ich mir ChromeOS nicht vorstellen... - nachwievor sind alle grossen Suites ausschliesslich als Software verfügbar (Designumgebungen, Spezialsoftware, Anwendungssoftware, ERP-Software, Programmier-Umgebungen, uvm.) - dort wird wahrscheinlich auch der Knackpunkt liegen...

  • Rolf Raess am 12.05.2011 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gut für PC Benutzer

    dass die auch mal was Neues bekommen! Bleibt dabei - danke.

  • James am 12.05.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    hehe

    Das Netbook Stirbt und Google setzt auf ein Netbook ähnliches System...Sehr Komisch! Für eine Grosse Firma ist das OS keine Lösung ausser vielleicht für die Frau an der Reception...das man Programme Visualisieren kann ist zwar nett, aber meiner Meinung nach keine Lösung! ENtweder man kauft einen Laptop oder ein Tablet aber kein solches Teil!