Historische Auktion

05. September 2013 18:13; Akt: 05.09.2013 18:13 Print

Wikileaks-Server wird im Internet verhökert

Ein Stück Internetgeschichte für Zuhause: Der schwedische Hoster «Bahnhof» verkauft den Server, der im Zentrum der Cablegate-Affäre stand. Der Erlös soll gespendet werden.

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Bis anhin stand der Dell Poweredge R410 Server auf einem Podest im Rechenzentrum des schwedischen Hosters Bahnhof. Über eben diesen Server hat Wikileaks im Jahr 2010 rund 400'000 Dokumente über den Irak-Krieg und eine Viertelmillion diplomatischer US-Berichte veröffentlicht. Diese wurden der Enthüllungsplattform vom Ex US-Soldaten Bradley Manning zugespielt . Später wurde dies als Cablegate-Affäre bekannt. Andere Daten seien nicht auf dem Server gespeichert gewesen, sagt Jon Karlung, CEO des Hosters Bahnhof. Jetzt wird der Wikileaks Server auf Ebay verkauft.

Als Echtheitsnachweis händigen die Schweden den Hostingvertrag inklusive Unterschrift von Wikileaks-Gründer Julian Assange aus. Das aktuelle Gebot bei der Ebay Auktion lag am Donnerstagmorgen bei rund 18'000 Dollar. Der Erlös aus der Auktion will Bahnhof der Organisationen Reporter ohne Grenzen und der schwedischen Stiftung 5july.org spenden.

Daten befinden sich allerdings keine mehr auf der Hardware. Diese wurde komplett gelöscht und mehrfach überschrieben. «Die Wikileaks-Daten lassen sich nicht mehr wiederherstellen - nicht einmal von der NSA», lässt sich Karlung zitieren.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Computerfreak am 05.09.2013 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wikileaks hat's erkannt

    Schön dass Wikileaks im Gegensatz zu diversen anderen Institutionen erkannt hat, dass man HDs auch mittels z.B. DBAN vollständig und unwiderruflich löschen kann, ohne diese physikalisch zu zerstören. Freut die Käufer, da sie einen funktionsfähigen Rechner haben, ohne noch lange nach passenden HDs suchen zu müssen.

  • Data General am 06.09.2013 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Also ich mag ja Dell Server nicht so...

    aber wie es scheint hat die NSA keine hintertürchen bei Dell bestellt was die Marke schlagartig wieder sympathisch macht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Data General am 06.09.2013 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Also ich mag ja Dell Server nicht so...

    aber wie es scheint hat die NSA keine hintertürchen bei Dell bestellt was die Marke schlagartig wieder sympathisch macht.

  • Computerfreak am 05.09.2013 19:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wikileaks hat's erkannt

    Schön dass Wikileaks im Gegensatz zu diversen anderen Institutionen erkannt hat, dass man HDs auch mittels z.B. DBAN vollständig und unwiderruflich löschen kann, ohne diese physikalisch zu zerstören. Freut die Käufer, da sie einen funktionsfähigen Rechner haben, ohne noch lange nach passenden HDs suchen zu müssen.