Gegen Schnüffelei

13. März 2014 12:13; Akt: 13.03.2014 13:28 Print

Google verschlüsselt Internetsuche

Für die NSA und andere Geheimdienste wird es schwieriger, die Internet-Suche von Google-Nutzern zu überwachen.

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Logo am Google-Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien. (Bild: Marcio Jose Sanchez)

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Der Internetgigant Google ist dazu übergegangen, die Suchanfragen von Nutzern standardmässig zu verschlüsseln. Das bestätigte eine Konzernsprecherin der «Washington Post» am Mittwoch.

Der Schritt könnte insbesondere für China relevant sein: Dort ist es gängige Praxis der staatlichen Internet-Kontrolle, dass die Behörden Ergebnisse zu politisch heiklen Suchanfragen wie «Dalai Lama» herausfiltern. Aber die Zensoren sähen jetzt immer häufiger nur ein unleserliches Wirrwarr, da die Anfragen verschlüsselt abliefen, berichtete die Zeitung.

«Die Enthüllungen des vergangenen Sommers haben gezeigt, dass wir unsere Netze verstärken müssen», erklärte die Google-Sprecherin. Ein Schritt hierbei sei, die Internet-Suche weltweit zu verschlüsseln. Der US-Geheimdienst NSA hat nach bisherigen Erkenntnissen in grossem Stil Suchanfragen im Internet gesammelt und ausgewertet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lilly am 13.03.2014 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Man wahrt den Schein!

    Abhören wird schwieriger, doch die Firmen geben ja eh ihre Daten im Gros an die Geheimdienste weiter. Es ändert sich eigentlich nichts, doch man wahrt den Schein!

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  • Susanne am 13.03.2014 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Beschwichtigung wegen Datensammlung

    Reine Preudosicherheitsvortäuschung, denn Google betreibt Verhaltens-Profilings aller User, die der NSA zur Verfügung stehen, unter welchen Umständen auch immer. Hier wird den Benutzern etwas (mehr Privatsphäre) vorgetäuscht, um deren Beunruhigung hinsichtlich von Datensammlungen zu besänftigen, und sonst gar nichts.

  • Phil z''viel am 13.03.2014 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar...

    Und das sollen wir jetzt einfach so glauben? Wow super, jetzt kann man endlich wieder unüberwacht im google rumsurfen *ironie-off*

Die neusten Leser-Kommentare

  • p.m. am 14.03.2014 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Naja....ich hab nix

    Ich wüsste nicht, was ich verstecken müsste? Wenn NSA schon alles herausfinden will, wären Sie eine grosse Hilfe, mal die Spammer ausfindig zu machen und deren Computer unbrauchbar machen. Für die Wirtschaft oder Politik ist das was anderes. Die USA sollte ja nicht schon die Antwort kenne, bevor der Botschafter dies dem Gastgeberland anvertraut. Das ist ein wahrer Missbrauch von Vertrauen

    • Apple_user am 15.03.2014 02:29 Report Diesen Beitrag melden

      Netz = Demokratietauglich = freies Denke

      Hallo P.M. dann schau Dir doch mal in youtube "Counter Intelligence" an, dann bist Du sicher...

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  • Someone am 14.03.2014 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Interpretation!

    Versteht ihr das wirklich nicht? Es geht hier nicht darum dass die NSA unsere Suchanfragen nicht sehen kann, es geht darum, dass alle ein Recht auf eine FREIE Suche im Internet haben, dass der Staat die Internetsuche nicht mehr zensieren kann und dass Leute im selben Netzwerk nicht mitlesen können, was man auf Google alles so sucht, Ich persönlich bin froh dass man dann nicht mehr sehen kann was Ich um Mitternacht so suche hahaha xD

  • Christoph am 14.03.2014 05:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einmal mehr

    Schreibt Google "Lügen-Geschichte", und einmal mehr fallen alle drauf rein. Was die Profilneurose und Vermögensgeilheit in der Verzweiflung nicht alles für Auswüchse hervorbringt. Die grösste Schande dabei ist, dass wir in dieser Medienwelt noch immer an der Brust der Amis hängen.

  • einseinself!11!!11! am 13.03.2014 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    So ein Käse

    Das ist lachhaft. Root-CA's von NSA & Co (sogar von der Bakom) sind in jedem Browser/OS bereits vorinstalliert. Dadurch kann derjenige SSL-Zertifikate für alle Seiten die er möchte ausstellen. An einem Knotenpunkt wird dann die Verschlüsselung aufgebrochen und dem unwissenden User ein Fake-Zertifikat ausgeliefert (Man-In-The-Middle Angriff). Die Browserleiste bleibt grün und der User wiegt sich in Sicherheit.

  • Heinrich von Eichenfels am 13.03.2014 17:25 Report Diesen Beitrag melden

    Blinde Jäger und Sammler

    Sicher ist, dass die NSA wie wild Daten sammelt. Ungewiss ist, ob sie auch irgend etwas Nützliches dabei findet bei diesen Mengen.