IT-Security

29. Dezember 2017 21:36; Akt: 29.12.2017 21:36 Print

5 Sicherheits-Vorsätze, die es Hackern schwer machen

2017 war auch ein Jahr der Cyber-Attacken. Mit diesen fünf Tipps schützen Sie sich besser vor Angriffen und dem Datenklau im Netz.

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Im Jahr 2017 sorgten diverse Cyber-Attacken für Schlagzeilen. Darunter vor allem die bekannte Ransomware Wannacry. Anfang Dezember kam es in der Schweiz zu einem Datenklau von rund 70'000 Login-Daten. Damit sie im nächsten Jahr sicherer im Netz unterwegs sind, sollten Sie die folgenden fünf Sicherheits-Vorsätze beachten. Mit einem können Sie Kennwörter verwalten. Nutzer tragen bei der Einrichtung alle Kennwörter, Benutzernamen und andere damit verknüpfte Zugangsdaten in die Datenbank ein und kopieren bei Bedarf die Zugangsdaten in die entsprechenden Anmeldefelder. Bei iCloud, E-Mail und Co. verwenden Sie am besten die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Neben dem Passwort muss hierzu beim Einloggen ein temporärer PIN eingegeben werden. Dieser wird per SMS verschickt. Wenn eine Malware den Computer infiziert, löschen Sie – falls möglich – ihre Festplatte. Vorausgesetzt, sie verfügen über ein Back-up, mit dem Sie auf ihre Daten zurückgreifen können. Dasselbe gilt, wenn Sie ein Gerät verlieren. Wer keine Cloud-Dienste benutzen will, speichert sein Back-up einfach auf einer externen Festplatte ab. Wer im Internet surft und dabei ein VPN (Virtuelles privates Netzwerk) benutzt, stellt eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Gerät und einem sicheren Server her. Damit verringert man als Nutzer das Risiko, überwacht zu werden. VPNs sind einfach zu bedienen, sowohl am Computer als auch am Smartphone. Verwenden Sie für eine sichere Kommunikation im neuen Jahr vor allem Messenger-Apps, die über eine End-to-End-Verschlüsselung verfügen. Dazu gehören unter anderem: Viper, Signal, Skype, Whatsapp, Threema, Trillian, Telegramm.

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Cyber-Bedrohungen gab es im Jahr 2017 zuhauf. Neben der weltweit agierenden Ransomware Wannacry kam es auch in der Schweiz zu Datendiebstahl im grösseren Umfang. Anfang Dezember meldete die Melde- und Analysestelle des Bundes (Melani), dass Login-Daten von rund 70'000 Nutzern geklaut worden seien.

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Passwort-Manager

Die meisten verfügen über diverse Konten und Logins im Netz. Sei dies bei sozialen Netzwerken, für E-Mails oder Online-Marktplätze. Das Blöde daran: Entweder man vergisst die Login-Daten ständig oder man benützt stets das gleiche zwar eingängige, aber unsichere Passwort. Ein Passwort-Manager hilft, die eigene Passwort-Situation besser unter Kontrolle zu haben, indem alle Kennwörter verwaltet werden. Benutzernamen, zugehörige Passwörter und weitere Informationen können abgelegt und geordnet werden.

Die verschlüsselte Datenbank ist durch ein starkes Hauptpasswort gesichert. Bei Bedarf können die Zugangsdaten in die entsprechenden Eingabefelder kopiert werden. Passwort-Manager gibt es sowohl gratis als auch kostenpflichtig im Netz.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bei iCloud, E-Mail und Co. verwenden Sie am besten eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Neben dem Passwort muss hierzu beim Einloggen ein temporärer PIN eingegeben werden. Dieser wird per SMS verschickt. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung gibt es bei Google, Dropbox, Facebook, Twitter, PayPal und vielen weiteren Diensten. Sie kann über die Einstellungen eingerichtet werden.

Back-up erstellen

Wenn eine Malware den Computer infiziert, löschen Sie — falls möglich — ihre Festplatte. Vorausgesetzt, Sie verfügen über ein Back-up (Cloud oder externe Festplatte), mit dem Sie auf ihre Daten zurückgreifen können. Dasselbe gilt, wenn Sie ein Gerät verlieren. Unabhängig davon, ob Sie Back-ups lokal auf einer Festplatte oder in der Cloud speichern, können Sie eine zusätzliche Schutzebene hinzufügen, indem Sie das Back-up mit einem Passwort schützen. Back-up-Software kann zusätzlich erworben oder gleich über das Betriebssystem ausgeführt werden.

VPN einrichten

Wer im Internet surft und dabei ein VPN (Virtual Private Network) benutzt, stellt eine verschlüsselte Verbindung zwischen seinem Gerät und einem sicheren Server her. Damit verringert man als Nutzer das Risiko, überwacht zu werden. VPNs sind sowohl am Computer als auch auf dem Smartphone einfach zu bedienen. Nach der Anmeldung muss eine monatliche oder jährliche Gebühr bezahlt werden. Zu Hause sind VPNs nicht unbedingt nötig. Ein öffentliches Wi-Fi hingegen sollte man idealerweise über eine VPN-Verbindung benutzen.

End-to-End-Verschlüsselung

Verwenden Sie für eine sichere Kommunikation im neuen Jahr vor allem Messenger-Apps, die über eine End-to-End-Verschlüsselung verfügen (Viper, Signal, Skype, Whatsapp, Threema, Trillian, Telegramm etc.). Dank der Verschlüsselung ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass jeweils nur die vorgesehenen Empfänger die Nachrichten lesen können.

(hau)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Secure Home am 29.12.2017 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Naja, richtige Sicherheitstipps sind das auch nicht.. Meiner Meinung nach qualitativ schlechter Artikel..

    einklappen einklappen
  • Lukas am 29.12.2017 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    Hirn einschalten!

    Der wichtigste Vorsatz fehlt: Hirn einschalten bevor man auch nur irgendwas macht! Was nützt der Passwort Manager, wenn ein Keylogger installiert ist? Was nützt ein Backup, wenn es zwar auf der externen Festplatte, aber am PC angeschlossen und somit auch gelöscht ist?!

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  • Bürger Rolf L. am 29.12.2017 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer aufwendiger

    Immer komplizierter und aufwendiger/schwieriger seine Daten zu schützen.... Richtiger Kampf um Datensicherung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzlig am 30.12.2017 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Passwort Manager, würde ich aber abraten, wenn man den General Key hat, hat man gleich ALLE Passworte

  • Der Umgekrempelte am 30.12.2017 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich mache dass ganz einfach

    Ziehe dem PC ein Kondom darüber und er ist sicher. Mal im Ernst, wer so viel verstecken zu versucht muss gehackt werden. Schönes neues Jahr.

  • KickerOnFire am 30.12.2017 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitcoin-Folder

    Unbedingt einen solchen Folder anlegen, auch wenn Ihr keine habt ! Bei mir sucht sich der Hacker dann dumm und dämlich.... und macht in der Zeit keinen Unsinn im Netz ;;-/)

  • KickerOnFire am 30.12.2017 11:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkweise mal umdrehen / Tipps

    Was würde ich als Hacker angreifen/erpressen, um schnell am meisten Geld zu machen ? [ ] Private Leute [ ] Renommierte Unternehmen Eben ! Ist so ähnlich wie der Bankräuber: Der fuchtelt auch lieber gleich bei der grossen Bank mit dem Revolver rum... Für mich selber gibt es ein paar zu beachtende Grundregeln: o Für wichtige Sachen mache ich Backup auch mal wieder als Papierausdruck oder in der Cloud. Im schlimmsten Fall müsste ich halt abtippen, ist aber in 27 Jahren noch nie vorgekommen... Meistens habe ich das Dokument ja sowieso irgendwohin ge-emailed, wo ich es auch anfordern könnte. Und sehr oft ist das ach so wichtige Dokument in 1/2 Jahr gar nicht mehr so wichtig.... o Fremde Absender erstmal ignorieren bzw. sicher keine Attachments öffnen. o Beim Senden eigener Emails immer ein klares und beschreibendes Subject definieren, das erkennt man dann auch gleich wieder in der Antwort (=Wirkung quasi wie ein Passwort). Jaja, es ist nicht perfekt, aber bisher habe ich's überlebt. Privat trägt man ja auch nicht 7x24h einen Sturzhelm. "M u t z u r L ü c k e" Und ich sage mir jeweils auch mit einem Grinsen: "Lieber Hacker, ganz viel Spass beim Rumwühlen in meinem privaten Datenmüll....lieber Du als ich !"

    • Insektenfresser am 31.12.2017 00:20 Report Diesen Beitrag melden

      meist gespeichert und nie mehr gebraucht

      schöner Kommentar und der Schlusssatz hat es in sich, bei mir hiesse der: Du armes Schwein, viel Glück ...

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  • Herr Max Bünzlig am 30.12.2017 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Tipp 1 bis 6 : entfernen Sie das Netzwerkkabel und deaktivieren Sie WLAN