10-Jahr-Jubiläum

12. September 2017 23:06; Akt: 13.09.2017 07:46 Print

Apple verkauft das Luxus-iPhone ab 1199 Franken

Apple zeigte am Dienstagabend eine ganze Reihe neuer Produkte. Wirkliche Überraschungen gab es jedoch wenig.

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Apple-CEO Tim Cook stellte am Dienstagabend beim Apple Campus in Cupertino das neue Spitzenmodell iPhone X vor. Dieses verfügt über einen 5,8-Zoll-OLED-Bildschirm, den Apple «Super Retina» nennt. Es sei der erste OLED-Bildschirm, der gut genug für ein iPhone sei. Die Rück- und Vorderseite ist aus Glas. Der Home-Button indes gehört der Vergangenheit an. Um das Handy zu benutzen, wird gewischt. Der Bildschirm wird mittels Face ID (Gesichtserkennung) entsperrt. Das Gesicht, heisst es neu bei Apple, ist das neue Passwort. Das Unternehmen verspricht, dass sich die Gesichtserkennung weder durch Fotos noch Masken austricksen lässt. Das funktioniert natürlich auch im Dunkeln. Mit der Face ID kann man das iPhone nicht nur entsperren, damit lässt sich auch bezahlen. Die Gesichtserkennungs-Funktion dient zur Authentifizierung der iPhone-Nutzer. Apple hat mit Snapchat zusammengearbeitet, um die neue Face ID perfekt zu integrieren. Damit kann man Emojis, die bei Apple jetzt Animojis heissen, der Mimik anpassen. Kabellos ist die Zukunft, lautete das Gebot am Dienstag. Aufladen kann man das iPhone X zum Beispiel mit der AirPower-Matte. Hier wird das Smartphone zum Laden einfach aufs Kreuz gelegt. Die Zauber-Matte gibt es allerdings erst im nächsten Jahr. Kostenpunkt: 1199 Franken für das 64-Gigabyte-Modell und 1389 Franken für das 256-Gigabyte-Modell. Ab 27. Oktober kann man das Handy vorbestellen. Erhältlich ist das iPhone X ab dem 3. November. Auch die beiden Smartphones iPhone 8 und iPhone 8 Plus wurden in Cupertino vorgestellt. Die beiden Handys gibt es schon früher als das iPhone X. Und zwar ab dem 22. September. Der neue Fotosensor sei deutlich lichtempfindlicher und spare dazu auch noch Strom, sagt Phil Schiller von Apple zu den zwei Modellen. Auch das Design von iPhone 8 und iPhone 8 Plus ist rundum neu. Die Helligkeit von Aufnahmen kann hier manuell verändert werden. Kosten: Das iPhone 8 gibt es in der Schweiz ab 839 Franken. Die Apple Watch Series 3 spielte am Dienstag ebenfalls eine Rolle. Die Uhren sind nun mit einer LTE-Funktion ausgerüstet. Die Uhr lässt sich ohne iPhone mit dem Internet verbinden. Ausserdem kann die neue Apple Watch mit Siri sprechen und telefonieren. Musik kann mit der Uhr ebenfalls gestreamt werden. Es gibt sie mit den unterschiedlichsten Armbändern. Fast vergessen: Die Apple Watch gibt einem künftig auch Bescheid, wenn mit dem Herzschlag etwas nicht in Ordnung ist. Nächste Produkt-Verbesserung: Apple TV wird aufgemotzt. Die TV-Box erhält den neuen A10X-Prozessor und eine neue Version des tvOS. 4K-Filme im iTunes-Store würden gleich viel kosten wie die jene in HD-Version. Neu ist vor allem die höhere Auflösung. Vorausgesetzt, man hat den entsprechenden Fernseher zu Hause stehen. Die grosse Apple-Sause fand im Steve Jobs Theater auf dem neuen Apple Campus statt. Die geladenen Journalisten und Gäste sassen in Cupertino auf 14'000 Dollar teuren Sesseln, heisst es. Zum ersten Mal fand eine Keynote-Show auf dem neuen Campus statt. Später dieses Jahr wird der neue Apple-Hauptsitz bezogen. Das eigentliche Auditorium befindet sich im Untergrund. Es fasst 1000 Personen.

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«Es vergeht kein einziger Tag, an dem wir nicht an ihn denken.» Mit diesen Worten eröffnete Apple-CEO Tim Cook die Keynote am neuen Hauptsitz des Konzerns. Es war eine Hommage an den 2011 verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs.

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«Er war ein Genie, und seine Philosophie wird immer in Apples DNA bleiben.» Im Steve Jobs Theater sollen künftig alle neuen Produkte enthüllt werden. Und davon gab es an dem ersten Anlass eine ganze Menge.

iPhone X

Ja, es sieht genau so aus wie in den Leaks. Mit dem iPhone X hat Apple ein Smartphone mit einem fast randlosen OLED-Bildschirm vorgestellt. Das sogenannte Super Retina Display misst 5,8 Zoll. Einen Home-Button sucht man beim Gerät vergebens. Aufwecken lässt es sich mit einem Klopfen auf das Display.

Neu wird das Handy mit dem Gesicht entsperrt. Der Prozess soll schnell und sicher sein, verspricht Apple. Bei der Demo auf der Bühne klappte das Entsperren allerdings erst beim zweiten Versuch. Auf das Gesicht werden 30’000 Infrarotpunkte projiziert. Die Frontkamera erfasst diese und vergleicht dann den Scan mit dem zuvor gespeicherten Muster.

Das iPhone X wird in der Schweiz ab 1199 Franken erhältlich sein.


Das neue iPhone X: Ohne Home-Button, dafür mit Gesichtserkennung. (Video: Tamedia/Apple)

Face ID

Die neue Technologie soll sicherer sein als ein Fingerabdruck, verspricht Apple. Das System soll sich weder mit Fotos noch mit Masken austricksen lassen. Kunden werden mit dem iPhone X damit auch in Läden per Apple Pay bezahlen können.

Die Gesichtserkennung macht auch Emojis lebendiger. So können sogenannte Animojis verschickt werden. Die dreidimensionalen Emojis übernehmen dabei direkt den Gesichtsausdruck der Nutzer.


Missgeschick: Die Gesichtserkennung des iPhones X funktionierte bei der Präsentation nicht. Video: Tamedia/Apple

iPhone 8 und 8 Plus

Neue Kamera, neue Farben und eine Rückseite aus Glas. Das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus lassen sich neu auch kabellos aufladen. Der neue A11-Chip hat deutlich mehr Power als seine Vorgänger. Das soll neue Anwendungen möglich machen, etwa Spiele mit besserer Grafik.

Foto-Fans werden ebenfalls von dem A11-Chip profitieren, denn dieser ermöglicht einen neuen Modus für Porträtfotos. Der Chip analysiert während der Aufnahme das Gesicht des Sujets und bietet dann Beleuchtungseffekte an. Fotos sollen damit professioneller aussehen.

Das iPhone 8 und das 8 Plus sind in der Schweiz ab 839 Franken erhältlich. Die Speicherkapazität beim kleinsten Modell wurde auf 64 Gigabyte erhöht. Verkauft werden die Farben Space-Grau, Silber und eine neue Gold-Variante.

Apple Watch

Zwar nennt Apple nach wie vor keine genauen Verkaufszahlen zur Watch, doch laut Tim Cook hat die schlaue Uhr mittlerweile die Verkaufszahlen von Rolex übertroffen und sei damit nun auf Platz eins. Neu überwacht die Uhr den Puls noch genauer. So sollen Herzrhythmusstörungen erkannt werden. Der Träger wird informiert, wenn der Puls in die Höhe schnellt, obwohl man nicht aktiv ist.

Die Watch Series 3 wird zudem unabhängiger vom iPhone, da die Uhr direkt ans Mobilfunknetz angebunden ist. Die Watch nutze dafür die gleiche Nummer wie das iPhone, erklärte Apple. Möglich wird das mit einer E-SIM, die besonders klein ist. So kann man beispielsweise beim Joggen Musik streamen, ohne dabei das Handy mitnehmen zu müssen. Auch Siri funktioniert damit ohne iPhone, und auch Anrufe lassen sich so direkt am Handgelenk führen. Die Uhr mit SIM soll ab 449 Franken erhältlich sein.

Apple TV

Die graue TV-Box von Apple war in den vergangenen Jahren etwas angestaubt. Seit 2015 gab es kein Update für die Fernsehkiste mehr. Das soll sich sich nun ändern. Mit Apple TV 4K bringt der Hersteller das Gerät auf den heutigen Stand der Technik. Auch beim Inhalt macht Apple vorwärts: Die 4K-Filme, die im eigenen Store verkauft werden, sollen nicht teurer sein als HD-Filme, verspricht Apple. Auch die Inhalte von Netflix sollen neu in 4K-Auflösung und High Dynamic Range (HDR), also einem Bild mit hohem Dynamikumfang, laufen. Die 32-Gigabyte-Version wird 199 Franken kosten.

(swe/tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Davidus am 12.09.2017 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Haben wir eine Hyperinflation?

    Das einzige innovative an Apple momentan ist deren Preisgestaltung von Produkten, die genau gleich aussehen wie die Vorgänger. Dieses "Luxus-iPhone" verfügt über ein paar neue Funktionen. Ob dies solche Preise rechtfertigt? Ich denke, für das Geld bekommt man definitiv bessere Geräte.

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  • Marco am 12.09.2017 23:16 Report Diesen Beitrag melden

    Abzocke

    Ich hab für mein Lumia 650 unverschämte CHF 160 bezahlt und so unfassbar es klingt, ich bin absolut zufrieden! CHF 1200 für ein Smartphone, gaht's noch?!?! Damit kann man in Bolivien ein halbes Jahr überleben...

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  • Verhältnis... am 12.09.2017 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    1200.-? Inwiefern ist es für ein Gerät gerechtfertigt, diesen Preis zu bezahlen? Mit diesem Geld kann man so viel Besseres anfangen....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • LOCOS am 11.10.2017 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rolex

    Eine Rolex hält ein lebenlang und kann auch verärbt werden das Apple watch macht in paar jahren schlapp da es auf einmahl keine updates für die Uhr gibt.

  • Insider am 15.09.2017 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Störender Kamera Balken

    Bin ich der einzige, den der Kamera Balken am oberen Rand stört? Wenn man einen Film schaut, oder auch ein Spiel spielt, dann fehlt doch immer am rechten oder linken Rand (je nach dem wie man das iPhone hält) ein stück des Geschehens. Vielleicht steht eine Figur am linken Ende und man kann nur noch den Arm oder die eine Hälfte sehen. Das stört mich am meisten.

  • Peter Müller am 14.09.2017 22:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krücke

    Kauft euer android im übrigen ein os das für kameras entwickelt wurde wow ! Eine krücke die nicht funktioniert dann doch das beste phone ever nämlich das x .. gekauft

  • markusw am 14.09.2017 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absatz von Apple Watch grösser als bei Rolex

    Wow, eindrückliche Zahl! Die Absatzmenge eines Geräts für CHF 400, das kaum 2 Jahre hält, wird mit einer Uhr verglichen, die nicht unter 8000 Franken zu haben ist, dafür guten Gewissens vererbbar ist. Solche Vergleiche schafft nur Apple!

    • Kc am 24.09.2017 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @markusw

      Apple watch wurde mit allen uhren verglichen bis jetzt war rolex marktführer von alllllennnn uhren doch jetzt ist es apple von allllen nicht nur rolex -

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  • F.H. am 13.09.2017 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr normal dieser Preis

    Für so einen Preis kaufe ich lieber 2 Samsung oder allgemein Android Handys, welche mindestens genau so gut wenn nicht so gar noch besser sind. Wer will sich schon ein Handy für 1200 Franken kaufen. Das machen wohl nur Promis!