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Bilder für die Ewigkeit
15. April 2012 19:46; Akt: 16.04.2012 08:47 Print
Auch Sie sind ein Schnappschütze!
Schöne und dynamische Bilder zu schiessen, schaffen nur die Profis? Falsch gedacht. Ein passionierter Fotograf zeigt, wie jedermann zum Foto-Künstler werden kann.
Es ist wie eine Sucht. «Wenn es einen mal gepackt hat, dann erwacht der Jagdinstinkt, denn hinter jeder Ecke könnte das Foto meines Lebens warten», sagt Hobby-Fotograf Sandro Gämperle. Seine Fotosite auf Flickr ist ein bebildertes Tagebuch. Mit den üblichen Urlaubs-Schnappschüssen haben Gämperles HDR-Kunstwerke wenig gemein. Ausser dem Auge für das spannende Motiv braucht es für solche Foto-Meisterwerke die richtige Ausrüstung und eine Portion Know-how.
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Besonders spektakulär sind sogenannte HDR-Bilder (High Dynamic Range), wie sie in der Diashow zu sehen sind. Solche Hochkontrastbilder fangen, im Gegensatz zu normalen Digital-Fotos, die in der Natur vorkommenden Helligkeitsunterscheide besonders gut ein. HDR-Bilder wirken äusserst lebendig, da «sie simulieren, was das menschliche Auge nicht zu sehen vermag», sagt der passionierte Hobby-Fotograf.
Es braucht keine Profi-Kamera
Geschossen hat Gämperle die Fotos durch eine sogenannte Belichtungsreihe. Hierzu wurde die Kamera (Canon EOS 5D Mark II/III Spiegelreflexsystem) so konfiguriert, dass sie kurz hintereinander vom selben Sujet drei bis fünf identische Aufnahmen schiesst, welche von unterbelichtet über normal belichtet bis überbelichtet reichen. «Mit einer ruhigen Hand lassen sich diese Aufnahmen von Hand erzeugen, ansonsten ist ein Stativ sicherlich hilfreich», sagt Gämperle.
Es gibt zwar spezielle HDR-Kameras, allerdings gelingen Hochkontrastbilder auch mit normalen Kameras, die Belichtungsreihen unterstützen. Heute bieten diese Funktion fast alle Spiegelreflexkameras an sowie die neueren Kamerasysteme für ambitionierte Hobby-Fotografen: beispielsweise die Canon G1X oder die Micro Four Thirds Systeme von Olympus und Panasonic.
HDR-Aufnahmen am Computer erstellen
Die unterschiedlich belichteten Aufnahmen werden im Computer mit Hilfe einer speziellen Software zu einem HDR-Bild kombiniert. Nebst der richtigen Kamera benötigt man also eine HDR-Software wie etwa das kostenpflichtige Photomatix, das auch Gämperle nutzt.
Wer kein Geld ausgeben will, kommt auch gratis ans Ziel: HDR-Einsteigern rät Gämperle einen Blick auf die kostenlose Software Luminance HDR zu werfen. Auch mit dem bekannten, nicht ganz billigen Bildbearbeitungs-Programm Adobe Photoshop lassen sich HDR-Bilder berechnen. Umfassende Informationen zu HDR-Programmen findet man auf der Webseite captainkimo.com.
Zum HDR-Kunstwerk gelangt der Hobby-Fotograf indes nur mit viel Geduld und einem guten Auge, «da man mit der Software über zahlreiche Regler von toll aussehenden bis hin zu surrealen, kitschig wirkenden HDR-Aufnahmen praktisch alles erstellen kann», wie Gämperle erklärt.
(owi)
..die z. T. so übertrieben wird, dass sie einem schon etwas verleiden kann.. Ich denke, einem guten HDR-Bild sieht man die HDR-Bearbeitung nicht an., resp. ein höherer Dynamikumfang wird so gehalten oder durch andere Techniken erreicht, dass dass Bild natürlich rüberkommt, mit satten Farben, Tiefenwirkung, Schärfe und ohne ausgefressene Lichter - einfach ein Bild, dass einem "reinsaugt", ohne dass man genau weiss, weshalb.. Was man bei der Bilderstrecke hier nicht vergessen darf: Software und Webseiten entziehen den Bildern z. T. den Reiz. Es hat sicher gute dabei. – db_ch
Ambitionierte Fotographen sind offensichtlich recht kleinkariert und mögen Sandro Gämperle die Aufmerksamkeit nicht gönnen. Traurig, traurig, aber keine Überraschung. Ich verbringe einige Zeit in Fotographie Foren und sehe viele negativgefärbte und persönlich attackierende Beitrage. HDR gibt es tatsächlich schon länger und man sollte die Regler vorsichtig bedienen. Aber ist doch schön, dass mal so ein Beitrag kommt und nicht bloss ein Mädel, dass ohne Höschen unterwegs war... danke, ich habe fertig. – amb. Fot.
Es geht hier ganz einfach um ein Hobby. Die Bilder sehen fantastisch aus. Ob nun der Bildaufbau schlecht ist oder was auch immer interessiert nur den Profi. Die andern 99% finden es faszinierend und schön. – Pascal Müller
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Alle 135 Kommentare

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Schöne Bilder, aber...
Es sind zwar irgendwie tolle Bilder, aber trotzdem wirken sie mir zu sehr "gekünstelt". Eigentlich, als ob man ein Schwarz-Weissbild coloriert. Ich habe nichts gegen solche Bilder oder gegen solche die die machen, jedem sein Geschmack. Aber ein Bild entsteht nicht nur durch die Technik, sondern durch das, was das Innere Auge sieht.
HDR-Bilder sind die Zukunft!
HDR-Fotos sollen bloss nur ein Hype sein und den Zenith bereits überschritten haben? Genau! Das ist, als ob jemand behaupten würde, HD-Fernsehen sei ein Hype, der morgen wieder vorbei sein wird. Wenn sich das menschliche Auge erst einmal an erhöhten Kontrastumfang und Überschärfe gewöhnt hat, nimmt es konventionelle Bilder nur noch als matt, flau und unscharf wahr. Zugegeben: die hier gezeigten HDR sind mit den gekippten Horizonten und den hoffnungslos übersättigten Farben tatsächlich schlecht und weit entfernt vom State of the Art...
Etwas gewagt, diese Behauptung
Dass HDR mehr als eine Nische unter vielen bleiben wird, halte ich für unwahrscheinlich. Dafür ist In-Camera HDR qualitativ zu schlecht und die Möglichkeiten von z.B. Photomatix werden zu oft missbraucht und führen zu unsäglichem Kitsch. Dazu kommt, dass HDR nicht für bewegte Sujets geeignet ist und, will man es wirklich gut machen, ein hochwertiges, stabiles Stativ nötig ist, sonst sieht das Endproduckt schnell fürchterlich aus. Die Software kann zwar kleine Verschiebungen rausrechnen, muss dann aber wieder Schärfe reinrechnen und darunter leidet die Qualität dann sehr.
Einfach eine...
neue Gestaltungsmöglichkeit die mit der Digitalfotografie jederman/frau einfach zugänglich ist. Habe auch schon damit herum experimentiert und es ist wirklich spanned was damit erreicht werden kann. Die Vorsatzfilter, die ich bei der Analog Fotografie noch verwendet habe, erzeugen nicht den gleichen Effekt wie eine HDR Aufnahme! Höchstens bei wolkigem Himmel lassen sich mit Filter die Kontraste besser hervorheben oder der blaue Himmel noch intenisver darstellen. Besonders stark finde ich HDR in Innenräumen mit intensivem Licht das durch die Fenster fällt!