Die Microsoft-Falle

18. Januar 2013 17:01; Akt: 18.01.2013 17:01 Print

Betrüger attackieren im Januarloch

Neben Firmen sind zurzeit wieder Privathaushalte im Visier von Internet-Kriminellen. Die Anrufer geben sich als Microsoft-Support aus und versuchen, Zugriff auf fremde Computer zu erlangen.

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Falsche Microsoft-Angestellte versuchen derweit wieder, Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen. (Bild: Colourbox)

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Mitten im Januarloch rollt eine neue Angriffswelle von Telefon- und Internetbetrügern über die Schweiz. Dabei haben die Kriminellen offenbar auch Privathaushalte im Visier. Dies zeigen Meldungen von Betroffenen, die sich am Freitag bei 20 Minuten Online gemeldet haben.

Die Masche ist immer die gleiche: Der Anrufer gibt sich als hilfsbereiter Mitarbeiter des Microsoft-Supports aus und versucht das Opfer dazu zu bringen, eine Software auf dem eigenen Computer zu installieren. Nur so könne man einen bösen Virus wieder löschen.

Die Unbekannten, die aus einem Callcenter irgendwo im Ausland anrufen, gehen ziemlich dreist vor. Eine Schweizerin schildert, wie ihr Vater gleich mehrmals angerufen worden sei. Der Anrufer habe nach ihrem Vater gefragt, sie selbst sei nicht im Telefonbuch eingetragen. Während mehrerer Minuten habe der Mann hartnäckig versucht, sie zum Aufrufen einer bestimmten Website zu bringen. Es handle sich um ein «Riesenproblem», das nur mit einem über das Internet heruntergeladenen Programm gelöst werden könne. Ohne Erfolg.

Die Callcenter-Banden

Da der Anruf mit unterdrückter Rufnummer erfolgte, liess sich der Urheber nicht bestimmen. Die Frau vermutet, dass aus einem Callcenter in Asien aus angerufen wurde. Der Mann habe Englisch mit Akzent gesprochen, im Hintergrund seien andere Telefonierende zu hören gewesen.

Solche Angriffsversuche sind nichts Neues. 20 Minuten Online hat mehrfach darüber berichtet. Die Callcenter-Banden klappern die Regionen systematisch ab. Dabei dürften sie auf die Kontaktinformationen aus Online-Telefonbüchern zurückgreifen.

Die Fachstelle des Bundes, MELANI, hat wiederholt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern gewarnt. Ein Sicherheitsberater von Microsoft Schweiz erklärte, dass das Unternehmen niemals telefonisch mit Besitzern von angeblich infizierten Computer in Verbindung treten würde.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.R. am 18.01.2013 17:40 Report Diesen Beitrag melden

    Habe Mac

    Kurz sagen man habe einen Mac und schon hängt der auf! (selbst getestet und seither nie mehr angerufen worden)

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  • Gianni am 18.01.2013 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Staun

    Warum sollte ich etwas an meinen 4 PCs ändern, wenn sie mit Windows 7 und 8 absolut perfekt laufen. Sowieso nicht aufgrund eines unbekannten Telefonanrufes oder Mails. Mails und Telefonanrufe wie "Bankkonto gesperrt, sofort Anhang öffnen" oder "sie haben gewonnen" usw. landen vor dem lesen im Spamordner, wo sie auch gelöscht werden. Wer auf solche Telefonate und Mails reagiert, dem ist leider nicht mehr zu helfen und da gehören nicht nur ältere Menschen dazu (bin auch schon etwas älter).

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  • Liv am 18.01.2013 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer!!!!

    Bei uns JEDEN TAG... Es heisst immer "00000000" auf dem Display.. Ich kann noch soooo unfreundlich sein, der probierts jeden Tag mit seinem indischen Akzent.. Es nervt nur noch!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kavi am 23.01.2013 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Anzeige fälschbar

    Auch eine angezeigte Rufnummer kann gefälscht sein! Selbst wenn Amt & Würden dran sind, kann man nur vom Inhalt Wahrscheinlichkeit für Urheberschaft hochrechnen. Sicherer wäre, Nummer nachschauen, wenn vertrauenswürdig rückrufen & Anliegen bestätigen lassen. Oder einfach auf den schriftlichen Weg verweisen, aber ohne Anschrift anzugeben; die soll Unbekannt schon selber finden.

  • Marco am 21.01.2013 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitspielen aber nichts tun.

    Ist mir auch schon passiert, aber ich fand das so witzig das ich das alles mitgemacht habe. Nicht ganz wie der Anrufer das gewünscht hat, nämlich nur so getan als ob ich etwas tun würde und habe an einem ausgeschaltetem pc einfach ein paar mal die Maustaste und die Tastatur gedrückt das der Anrufer meinte ich würde dies auch tun. Ich sagte ihm immer: "So jetzt hab ich alles gemacht", warum klappt es nicht ? Er verzweifelte und gab an das es dich geklapp hat. So konnte er mich loswerden. lol

  • mr.dbase am 21.01.2013 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach abblocken mit *99#

    Ganz einfach *99# auf dem Telefon eingeben und dann kommt eine freundliche Stimme die sagt "Der Swisscom Kunde wünscht keine Anrufe mit unterdrückter Nummer" und alles was über Skype ins Festnetz telefoniert kommt sowieso mit 0000 beim Abonennten an.

  • l.b. am 20.01.2013 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    achtung*

    mir wurde ein e-mail geschickt vom "windowslive team", mit dem Inhalt dass mehr mals auf mein konto versucht wurde mit einem falschen passwort sich ein zu loggen. wenn ich die deaktivierung meines kontos verhindern wollte musste ich diesen link anklicken und meine e-mailadresse und passwort eingeben: Der Absender: windows.live-team@gmx.de Seit wann sendet window von einem GMX konto?? Liebe online Redaktion, bitte macht dies Public um andere windows benutzer zu schützen grüsse l.b.

    • Bruno Cosandey am 21.01.2013 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      unbekannte bekannte Anrufer

      Der Provider z.B. Swisscom kann aber den Anrufer rausfinden, denn das Vermittlungssystem SS7 das zw. den Telefongesellschaften verwndet wird MUSS die Endknoten kennen. Einfach hartnaeckig bleiben und Swisscom mit Strafanzeige drohen.

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  • Pasban am 20.01.2013 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nummer +6906

    Hatte am Mittwoch einen ändlichen Fall, konnte aber zu wenig englisch, er hatte aber auch ein Akzent im Englisch. Das spezielle: ich hatte die Nummer +6906 auf dem Händy, (Festnetzt war umgeleitet aufs Händy) aber habe bis jetzt nichts über die Nummer herausgefunden.