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Gebraucht statt neu
25. Februar 2013 07:32; Akt: 25.02.2013 08:44 Print
Böse Überraschung beim Tablet-Kauf
von Daniel Schurter - Ein bei Toys'R'Us in Dietlikon neu gekauftes Elektronikgerät entpuppt sich als gebrauchte Ware, inklusive fremder Kinderfotos. Das Unternehmen kann sich den «Vorfall» nicht erklären.

Auf dem Anfang Februar gekauften «Neugerät» waren mehrere Aufnahmen einer unbekannten Familie gespeichert. (Bild: 20 Minuten Online/zvg)
Nachdem Marianne Lehmann (Name geändert) beim Spielzeughändler Toys'R'Us in Dietlikon einen Tablet-Computer für ihren Sohn gekauft hatte, gab es zuhause eine böse Überraschung. Das angeblich neue Gerät, das einwandfrei verpackt war, musste schon von einer anderen Familie benutzt worden sein. «Als wir es einschalteten, waren darauf private Fotos von unbekannten Personen zu finden», erzählt die besorgte Mutter. Was sie besonders brisant findet: Auf mehreren Bildern ist ein kleines Mädchen im Pyjama zu sehen.
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Bei dem Gerät handelt es sich um das speziell für Kinder konzipierte «Meep!»-Tablet. Die Werbung auf der Toys’R’Us-Website verspricht damit einen sorgenfreien und altersgerechten Tablet-Spass. So können die Eltern die App-Auswahl beschränken und auch festlegen, wie viel Zeit der Nachwuchs vor dem 7 Zoll grossen Touchscreen verbringen darf.
Ladegerät fehlte
Doch bei dem von Familie Lehmann erworbenen Produkt stimmte einiges nicht: Nebst den fremden Fotos, die für Irritationen sorgten, fehlte auch noch das Ladegerät. Zudem schien der berührungsempfindliche Bildschirm nicht wie gewünscht zu reagieren.
Für die Käuferin war der Fall klar: Toys’R’Us hatte ein gebrauchtes Gerät zum Neupreis verkauft – und es dabei auch noch versäumt, das vermutlich defekte Produkt vorgängig zu kontrollieren. Dieses Vorgehen ist sehr problematisch. Denn Firmen dürfen gebrauchte Geräte auf keinen Fall als neu verkaufen. Dies wäre laut der Schweizer Rechtsexpertin Doris Slongo Betrug. Von Kunden retournierte Geräte dürften nur noch als Occasion verkauft werden – zu einem tieferen Preis.
Im Januar 2012 hatte die Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens über eine fragwürdige Verkaufspraxis des Elektronikhändlers Media Markt berichtet und damit eine Lawine ins Rollen gebracht. In Schweizer Filialen wurden gebrauchte Geräte frisch verpackt und als angebliche Neugeräte weiterverkauft. Das Unternehmen räumte Fehler ein, wies aber den Vorwurf zurück, dass es sich um ein systematisches Vorgehen auf Anweisung der Vorgesetzten handelte.
«Unerfreulicher Vorfall»
Von einem Einzelfall spricht auch Toys’R’Us, als es von
Weitere Vorfälle dieser Art seien dem Unternehmen nicht bekannt, lässt die Geschäftsführung in Köln verlauten. «Selbstverständlich haben wir sofort versucht, diesen unerfreulichen Vorfall zu klären und uns auch mit unseren Lieferanten in Verbindung gesetzt.» Auch gemäss diesem Lieferanten, der Oregon Scientific GmbH, handle es sich um einen aussergewöhnlichen und unerklärlichen Einzelfall.
Weiter weist Toys’R’Us auf die internen Massnahmen zur Qualitätssicherung hin. Durch ein Registrierungssystem sei sichergestellt, dass ein vom Kunden reklamiertes Gerät auch nur an diesen Kunden zurückgehe. Es würden alle erdenklichen Vorsichtsmassnahmen getroffen, damit Kundendaten nicht in falsche Hände geraten.
Original-Verpackung prüfen
Wer in einem Geschäft ein neues Elektronikgerät kauft, sollte unbedingt auf die Original-Verpackung achten. Allerdings ist auch eine verschweisste Schutzfolie keine hundertprozentige Garantie dafür, dass das Gerät nicht schon durch andere Hände ging. Falls die Folie fehlt, sollten beim Kunden die Alarmglocken läuten.
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Alle 192 Kommentare

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typisch Manager
Da wollte ein besonders gerissener Manager wohl seinen Bonus verbessern. Ist einfach nur Typisch.
Einzelfall bei Toys R Us?
Das ich nicht lache Das ist der normale Ablauf, zurück gebrachte Wahre ohne defekte wird am Abend wieder als Neuwahre in die Regale eingeräumt!!! Zum teil sogar mit beschädigte Verpackung... Naja verstehen denn Medienspektakel trotzdem nicht! Anscheinend gibt es Eltern die zuviel Freizeit haben um so "unnötigen misst" an die Medien zu bringen!!!!
Weltbild e-book Reader das gleiche erlebt
Habe bei einem e-bookreader vom Weltbild das selbe erlebt, das Gerät wurde als neu verkauft war aber schon auf einen Namen und die Mailadresse einer fremden Person angemeldet. Finde so ein Verhalten datenschutztechnisch unter aller Sau!