Hysterie um Mobile-Game

13. Juli 2016 07:07; Akt: 13.07.2016 16:39 Print

Darum gibts um «Pokémon Go» so einen Hype

Nintendos erstes Handy-Game «Pokémon Go» soll noch diese Woche in Europa lanciert werden. Die Fans stehen kopf. Aber worum gehts denn eigentlich?

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Kinder der 90er dürften sich noch an das ursprüngliche Pokémon-Spiel erinnern, das man auf der tragbaren Kult-Spielekonsole Gameboy spielen konnte. Das Prinzip war schon damals sehr ähnlich. Die Nutzer mussten Monster sammeln und tauschen sowie gegen jene von anderen Spielern antreten lassen. Die Kreaturen des Gewinners wurden stärker und erhielten im besten Fall sogar neue Fähigkeiten. Die Neuauflage wird auf dem Smartphone gespielt und verlangt weniger Sitzfleisch, dafür mehr Ausdauer. Denn bei bewegt sich der Spieler in der realen Umgebung, die mithilfe von GPS und der Handy-Kamera ins Game eingebaut wird. Im ersten Schritt erstellt man sich einen eigenen Charakter. Ist das erledigt, bekommt man den ersten (das Wort setzt sich zusammen aus «Pocket» und «Monster») geht. Monster, die sich in der Nähe befinden, werden auf einer virtuellen Karte angezeigt. Der Spieler muss dorthin laufen und den anvisierten Pokémon anwählen. Die App wechselt dann von selbst in den Kamera-Modus des Handys und zeigt das Monster irgendwo in der Umgebung an. Dieses kann mithilfe von kleinen Bällen, den sogenannten Pokéballs abgeschossen bzw. gefangen werden. Gelingt das, erhält man die Kreatur sowie Sternenstaub und Süssigkeiten. Um ins nächste Level zu kommen, muss man möglichst viele gleiche Pokémon und Sternenstaub sammeln. Die Süssigkeiten sind jeweils als Futter für eine bestimmte Art von Pokémon gedacht. Welche Art (hier im Bild: ein Enton) einem auf der Jagd über den Weg läuft, hängt wiederum von der Umgebung ab, in der man sich bewegt. Auch in der Karte angezeigt werden die sogenannten Pokéstops und Pokémon-Gyms, die wichtig sind, um im Spiel weiterzukommen. Die befinden sich oft an auffälligen Orten in der realen Umgebung: So zum Beispiel bei bestimmten Sehenswürdigkeiten oder Gebäuden. Dort erhält der Spieler Gegenstände wie zum Beispiel Pokéballs. hingegen kann man sich als Arenen vorstellen, in denen man seine Pokémons gegen die Monster von anderen Spielern antreten lassen kann. Das geht allerdings erst, wenn man das fünfte Level erreicht hat. Und wie macht Nintendo Geld mit seinem neuen Super-Game? Mit InApp-Käufen. Während das Runterladen der App kostenlos ist, kann man sich virtuelle mit echtem Geld kaufen. Diese können gegen Spiel-Utensilien wie extra Pokéballs getauscht werden. Man kann auch ohne Geldeinsatz spielen, allerdings braucht man dann mehr Geduld. Denn das Spiel verzögert sich, wenn man nicht alles für die Jagd parat hat.

Zum Thema
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«In den nächsten Tagen» soll «Pokémon Go», das erste Mobile-Game aus dem Hause Nintendo, in die europäischen App-Stores kommen, schreibt «The Wall Street Journal». Auf Anfrage bei Nintendo heisst es lediglich «bald» – für Game-Fans ist das Grund genug, langsam hibbelig zu werden. Während diese es kaum erwarten können, kratzen sich Pokémon-Laien jedoch nur den Kopf und flüstern sich gegenseitig ein «Worum gehts denn da?» zu. Wir erklären es Ihnen.

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Bereits Ende der 1990er eroberte Pokémon (das Wort setzt sich zusammen aus «Pocket» und «Monster») zum ersten Mal die Gamer-Herzen. Das Prinzip war damals schon dasselbe: Die Nutzer mussten Monster sammeln, tauschen und gegen jene von anderen Spielern antreten lassen. Die Kreaturen des Gewinners wurden stärker und erhielten im besten Fall sogar neue Fähigkeiten.

Runter vom Sofa und ab in die Natur

Damals passierte das alles allerdings noch auf der tragbaren Kult-Spielkonsole Gameboy. Die Spieler sassen also meist auf ihrem Sofa und vergassen die reale Welt um sich herum komplett. Die neuste Auflage hingegen verlangt Bewegung. Denn bei «Pokémon Go» bewegt sich der Spieler in der realen Umgebung, die mithilfe von GPS und der Handy-Kamera ins Game eingebunden wird.

Monster, die sich in der Nähe befinden, werden auf einer virtuellen Karte angezeigt. Der Spieler muss dorthin laufen und den anvisierten Pokémon anwählen. Die App wechselt dann von selbst in den Kamera-Modus des Handys und zeigt das Monster irgendwo in der Umgebung an.

Dieses kann mithilfe von kleinen Bällen, den sogenannten Pokéballs abgeschossen bzw. gefangen werden. Spieler können sich ausserdem an realen Orten verabreden, um ihre virtuellen Freunde gegeneinander antreten zu lassen.

Nintendo setzt bei der Neuauflage des Kult-Spiels also nicht einfach auf Retro. Die Japaner kombinieren alte mit neuen Game-Erfolgszutaten – Befriedigung der Sammelwut, Multiplayerduelle und Augmented-Reality-Aspekte – zu einem Hit-Garanten, dem man sich selbst als Laie nur schwer entziehen kann. (Was neugierige Neulinge sonst noch wissen müssen, erfahren Sie in der Bildstrecke.)

Wenn die Welt zur virtuellen Spielwiese wird

Im Moment ist das Spiel in der Schweiz zumindest auf dem offiziellen Wege noch nicht zu haben – wer die Augen offen hält, kann aber trotzdem schon ein paar vereinzelte Monster-Jäger entdecken. Wie es schon bald auf unseren Strassen, Parks und anderen öffentlichen Plätzen aussehen könnte, wenn «Pokémon Go» ganz offiziell verfügbar ist, zeigt ein Twitter-Post des amerikanischen Journalisten Jonathan Perez.

Das Video hat er Anfang dieser Woche, nur zwei Tage nachdem das Game in die US-App-Stores gekommen war, im New Yorker Central Park aufgenommen. Darauf zu sehen sind massig Menschen, die wie ferngesteuerte Zombies im Laufen auf ihr Smartphone starren.




Im Video: Die Nachrichtenagentur Reuters erklärt «Pokémon Go».


«Pokémon Go» macht seit Lancierung immer wieder beunruhigende Schlagzeilen.

Angeblich soll die Idee zum Game aus diesem April-Scherz von Google entstanden sein. (Quelle: Youtube /Google Maps)


So bewirbt Nintendo das neue Kult-Game. (Quelle: Youtube / The Official Pokémon Channel)

(lia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reiterin am 13.07.2016 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder der 90er

    Dieses Spiel hat meine Jugend geprägt. Noch heute hab ich in einer Schublade Pokemon Karten - ja sogar das schimmernde Glurak. Ich seh mich jetzt schon mit dem Pferd durch die Botanik streifen und Pokemon jagen! :-D

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  • M.M am 13.07.2016 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komm und schnapp sie dir!

    Ich liebe es! Endlich! Ich weiblich 23 Jahre, spiele es . Es macht so spass. Denn soundtrack kann ich immernoch singen!:P

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  • ADAmods am 13.07.2016 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gemeinsam macht das Spiel mehr Spass

    Wir haben eine Comunity im Google+ unter "Pokémon GO Schweiz" Da wird dir bei Fragen weiter geholfen und so kommt man mit den Regionalen Spielern in Kontakt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • James am 14.07.2016 21:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kleiner Tipp

    Kleiner Tipp: Um stolper und sturzgefahren zu vermeiden, kann man die Tiere auch im Bus oder Tram einfangen. Kleine Rundfahrt mit dem 2er Tram hat's mir gestern möglich gemacht 18 Tiere einzufangen:)

  • socom am 14.07.2016 21:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die menschheit verblödet

    das ist ja wohl der grösste schwachsinn, den ich seit langem gelesen habe. mal im ernst.... gibt es menschen, die wie zombies durch die gegend laufen, und zeichentrick monster mit bällen abschiessen, um süssigkeiten zu erhalten ? nicht euer ernst, oder !?

  • Adrian am 14.07.2016 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffe mal es Bleibt hier Friedlich

    Nicht wie in den USA wo Leute Ausgeraubt werden oder gar Ermordet wurden an solchen "Spots" - Die Leute sind total unaufmerksam, in solchen Momenten ist es ein Leichtes für einen Dieb, euch um eure Wertsachen zu erleichtern.

    • socom am 14.07.2016 21:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Adrian

      ....und jeder wäre selberschuld !

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  • Mexino CH am 14.07.2016 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Monster? Nöö!

    Traurig das Pokémons als Monster Bezeichnet Werden Sie haben namen! Und ganz Ehrlich als Ob Pikachu ein Monster ist

    • Herr Masugez am 14.07.2016 21:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mexino CH

      sie wissen aber schon das pokemon zusammengesetzt ist aus poket und monster.....kommt nicht von ungefähr.

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  • Anonym am 14.07.2016 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Spiel sollte nur von

    Erwachsenen, die ihre Handys selbst zahlen und verantwortungsvoll damit umgehen können, gespielt werden dürfen. In den Händen oder auf Geschenkwunschlisten (übrigens eine ganz unverschämte Unsitte!) minderjähriger (und -wertiger) Jaels & Co.hat es nichts verloren.

    • Anonym am 14.07.2016 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nachtrag

      Das Kommentieren bzw. Liken/Disliken meiner Beiträge von Jaels und anderen Angehörigen dieser Generation hat zu unterbleiben. Bringt es erst einmal selbst zu etwas im Leben.

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