Drück mich

18. Mai 2017 16:35; Akt: 18.05.2017 16:35 Print

Das HTC U11 im grossen Quetsch-Test

Pünktlich zum 20. Geburtstag hat der taiwanische Hersteller HTC sein neues Flaggschiff vorgestellt. 20 Minuten konnte das Smartphone bereits ausprobieren.

Fabian Nappenbach, Leiter Produktmarketing Europa HTC, erzählt, was das neue U11 alles kann. (Video: 20M)
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Der Mobiltelefon-Markt ist hart umkämpft. Deshalb hat HTC entschieden, einen eigenen Weg zu gehen. So verfügt das U11 über das sogenannte Edge Sense. Durch kurzes oder langes Quetschen des Gehäuse-Rahmens können Apps oder Funktionen gestartet werden. Beispielsweise um aus dem Ruhezustand heraus ein Selfie zu machen.

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Diese neue Art der Bedienung lässt sich in den Einstellungen auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. In einem ersten Test funktionierte das Quetschen tadellos. Nur im oberen Drittel ist Vorsicht geboten, da man sonst versehentlich die physischen Tasten berührt.

Dank Edge Sense lässt sich das Smartphone somit auch bei Regen oder mit Handschuhen verwenden, also in Situationen, in denen der Touchscreen nicht bedient werden kann. Das ist ein sinnvolles Feature, aber nicht essentiell.

«Die beste Smartphone-Kamera»

Unabdingbar bei einem Smartphone ist hingegen eine gute Kamera. Und hier haben sich die Entwickler ziemlich ins Zeug gelegt. Der Autofokus funktioniert flott und exakt, Bildrauschen ist auch bei etwas weniger Licht kaum zu erkennen. Besonders gelungen ist die Stabilisierung bei der Videoaufnahme. Auch wenn die Hand etwas zittert, bleibt das Bild schön ruhig.

Die renommierten Kamera-Tester von Dxomark.com sind derselben Meinung und haben dem U11 den ersten Platz unter den Smartphone-Kameras verliehen. Noch vor dem Google Pixel und dem S8 von Samsung.

Aussehen und Erscheinungsbild

Das Gehäuse fühlt sich gut an und besteht aus gebogenem Gorilla-Glas. Die Ränder wirken dadurch fliessend, der Touchscreen selber ist jedoch nicht abgerundet. Bemerkenswert sind die Farben, die je nach Lichtumgebung ihre Erscheinung verändern. Möglich wird dies durch in verschiedenen Schichten aufgedampfte Mineralien.

Allerdings ist das Gerät sehr anfällig auf Fingerabdrücke. Zudem spiegelt sich die ganze Umgebung, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. In den Handel kommen die Farbvarianten Silber, Schwarz, Blau, Weiss und ab Sommer auch Rot.

Räumliche Tonaufnahme

Die eingebauten Lautsprecher haben die Ingenieure dahingehend optimiert, dass sie einen höheren Pegel erreichen. Im direkten Vergleich mit einem Konkurrenzprodukt ist das U11 tatsächlich einiges lauter und dies ohne hörbare Verzerrungen.

Der eigentliche Clou ist jedoch die Möglichkeit, Töne und Musik – dank vier eingebauten Mikrofonen – aus allen Richtungen aufzunehmen. So entsteht eine Art 3-D-Sound. Mit dem sogenannten Acoustic Focus wird der Ton an der Stelle lauter, in die bei der Videoaufnahme reingezoomt wird.

Kopfhörer

Wie das iPhone 7 verfügt das HTC-Topmodell über keinen klassischen Kopfhöreranschluss mehr. Allerdings bieten die mitgelieferten USonic-Earbuds eine aktive Geräuschunterdrückung. Dafür wird das eigene Ohr mit Schall ausgemessen und die Wiedergabe vom Prozessor optimiert. An die Qualität von hochwertigen Kopfhörern kommen diese zwar nicht heran, für eine normale Nutzung sollte es jedoch ausreichen.

Im Paket sind auch ein USB-C-Audioadapter und eine Schutzhülle mit dabei. Ausserdem ist es möglich, zwei verschiedene SIM-Karten zu nutzen. Das U11 gibt es nur in einer Ausführung. Es soll ab Juni für 749 Franken erhältlich sein.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theo am 18.05.2017 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Und für den Normalverdiener?

    Mich wundert es, dass eine solche preisliche Liga wirklich dem Zeitgeist entsprechen soll? Ich habe pro Monat nach Abzug der Miete, Krankenkasse und SBB Abonnement netto nicht mal mehr so viel Geld übrig, um mir so ein Teil theoretisch kaufen zu können! Frage: Gibt's auch brauchbare Handys im 300 Franken Segment? Weil ja alle immer nur über 800 fränkige Smartphones berichten.

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  • htcler am 18.05.2017 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    revolution

    stellt euch vor der apfel hätte als erster ein gerät auf den markt gebracht dass man drücken kann. die welt würde für manche menschen still stehen vor begeisterung, man würde von einer revolution sprechen!! sofort würden vergleiche gemacht mit einem händedruck, mit verschmelzung von mensch und maschine, mit einem neuen zeitalter der bedienung von technik... aber da es htc ist, bleibt es eher eine randnotiz, die die grossen massen wohl nicht erreicht. was marketing angeht, kann sich htc eine fette scheibe vom apfel abschneiden, aber bitte nur vom marketing! ;)

  • Dominik Asanovic am 18.05.2017 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ein wort . . .

    Hammer..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ash am 19.05.2017 23:07 Report Diesen Beitrag melden

    Sieht aus wie ein 100fr China Handy

    Sieht aus wie ein 100fr china handy xD Hatte in meinem Leben genau 3 Hanfy Marken gehabt Das war am anfang Nokia bis zum besten Nokia Handy ever das N95 8GB Danach Xperia Z1 und Z2 Danach das Galaxy S5, S7 Edge und seit dem 20 April das Galaxy S8+ Hatte noch nie nen hardware fail Ok hätte sowieso nix gebracht da Garantie am gleichen Tag schon weg ist weil ich Costum Recovery Flashe und Root

  • Alfred A. am 19.05.2017 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Warum das Jammern um die Klinke?

    Knistern, knacken, Wackelkontakt durch Verschmutzung der Kontakte, auch Probleme mit der Wasserfestigkeit der Geräte... Die Klinke hatte seit jeher eine ganze Brattig an Schwächen und Unzulänglichkeiten. Dem ist nicht nach zu trauern. Besseres muss her; eine Steckverbindung die was taugt und sicheren Kontakt bietet. Die Klinke ist von Gestern - RIP

    • Realist am 19.05.2017 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alfred A.

      Die Klinkenbuchse ist einiges stabiler, als ein USB-C Stecker. Ich sehe da schon etliche abgebrochene Stecker vor meinem geistigen Auge...

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  • Reader am 19.05.2017 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Fast geil

    Mich stören leider genau 2 Dinge, die ich an einem Smartphone nicht mehr missen möchte. 1. Wireless Charging und 2. Der Fingerprint Reader ist auf der Vorderseite. Sonst wäre das sicher mein nächsten Smartphone.

  • Paul Trend am 19.05.2017 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bye Bye HTC

    Oh mann, keine klassische Klinkenbuchse mehr....Das war es dann mit HTC für mich (nach langer Modelltreue). Bye Bye.

  • Markus am 19.05.2017 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pech gehabt

    Konsequenterweise wird es sich schlecht verkaufen. Es hat wie beim iPhone keinen konventionellen Kopfhörer Anschluss mehr. Damals habe ich immer gelesen, so etwas würde ich nie kaufen. So etwas kaufen ja nur Appel Jünger. Und diese kaufen wiederum kein HTC.