WWDC

06. Juni 2017 17:39; Akt: 06.06.2017 17:39 Print

Das ist das Spannendste, was Apple vorgestellt hat

Augmented Reality ist ein Fenster in eine andere Dimension. Apple-CEO Tim Cook glaubt fest an den Nutzen der Technologie.

Die Firma Wingnut AR zeigte an der WWDC eine App, die Raumschiffe über den Tisch fliegen lässt. (Video: Unreal)
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Anschaulicher Anatomieunterricht, «Pokémon Go» mit verbesserter Darstellung oder virtuell Möbel in der leeren Wohnung platzieren: Augmented Reality (AR) hat das Potenzial, ganz gross zu werden. Das betonte CEO Tim Cook in der Vergangenheit mehrmals. Bisher war Apple in dem Bereich nicht aktiv – bis jetzt. An der Entwicklerkonferenz WWDC ist mit dem AR Kit eine aufregende Neuerung präsentiert worden.

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Mit dem AR-Kit können Programmierer Apps bauen, die auf dem iPhone und dem iPad laufen. Mithilfe der verbauten Kameras und der schnellen Prozessoren können so täuschend echt aussehende virtuelle Objekte in der Umgebung platziert werden.

Raumschiffe über dem Tisch

Wie gut das ohne zusätzliche Hardware schon funktioniert, wurde mehrfach gezeigt. So positionierte Software-Chef Craig Federighi eine virtuelle Kaffeetasse auf dem Tisch. Daneben stellte er eine virtuelle Lampe. Als er diese anschaltete, war der Schattenwurf täuschend echt. Die zweite Demo von Wingnut AR war noch beeindruckender: Beim gezeigten Game donnerten gleich mehrere Raumschiffe über den Tisch auf der Bühne (siehe Video oben).

So lassen sich virtuelle Objekte platzieren. (Video: 20M)

Die Knacknuss für AR

Apple ist eine der letzten grossen IT-Firmen, die auf den Augmented-Reality-Zug aufspringt. Microsoft hat die Hololens, Google einen gescheiterten Versuch mit der Glass-Brille und jetzt das Projekt Tango, und auch Facebook hat mehrere Projekte in diesem Bereich am Laufen.

Ein Problem muss aber auch Apple lösen: Was für einen Vorteil sollen AR-Apps den Nutzern bringen? Das wird die Knacknuss sein. Bei dem Test des Phab 2 Pro, das Augmented-Reality-Funktionen bietet, kamen wir zum Fazit: Mit nur einer Handvoll Apps bleibt AR vorerst eine Spielerei.

Apple hat hier allerdings einen klaren Vorteil im Vergleich zu den anderen IT-Konzernen. So bietet das Unternehmen ein Ökosystem an Apps, die auf Millionen iPhones und iPads laufen. Für die Entwickler wird das definitiv Ansporn sein, neue AR-Anwendungen zu programmieren.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wayne am 06.06.2017 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wow...

    Das spannendste was Apple vorgestellt hat, ist bei Microsoft ca. 4 Jahre alt und wird immer besser, bei Google vor 2 Jahren schon mal gefloppt und bei Facebook schon zum 4. mal neu aufgekocht... Ohne Jobs ist Apple leider zur absoluten Hipster-Falle verkommen. Man muss ihn nicht mögen, aber ohne ihn wär diese Firma nichts mehr wert.

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  • James am 06.06.2017 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Schlusslicht

    Ah ja... nun ist Apple auch noch auf den AR-Zug aufgesprungen? Wäre ja fast ohne sie abgefahren. Lange Rede kurzer Sinn: Gähhhn.

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  • Guschtaff am 06.06.2017 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da lacht der Droide, der Öpfel wunder sich...

    Software sind ja meistens fremdproduzierte Produkte, bei denen die Apple- Manager nicht hirnen müssen. Darum betonen sie so stark deren Wichtigkeit. Wie hiess es doch nochmals im song? "Von da an gings bergab"!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mann am 06.06.2017 23:42 Report Diesen Beitrag melden

    Nur 1 iPad?

    Mich hätte es interessiert wie es nun gewesen wäre, wenn 2 oder mehr iPads um den Tisch herum gewesen wären. Hätten alle aus ihrer Sicht die virtuelle Welt dargestellt? So ist es nur für eine Person interessant, aber nicht im Verbund.

    • Dave A. am 07.06.2017 07:57 Report Diesen Beitrag melden

      Überlegung

      Es wird kein "tatsächliches" virtuelles Objekt platziert, sondern beim Benutzer zur abgebildeten Realität addiert. Somit sähe ein 2. Nutzer mit einem 2. IPad nicht automatisch dasselbe virtuelle Bild. Es dürfte aber ein Leichtes sein, eine AR-Welt oder ein AR-Objekt mit anderen in deren Perspektive zu teilen; immerhin sind die 3D-Daten vorhanden. Man muss nur die beiden IPads miteinander kommunizieren lassen, damit A weiss was und wo B platziert hat.

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  • Watermelon am 06.06.2017 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AR

    Wie gestern an der Keynote angetönt wurde, hat z.B. IKEA schon grosses Interesse bekundet. Mit einem guten AR System kann man sich Online Shopping direkt ins Wohnzimmer holen. Möbel platzieren, Vorhänge ausmessen und platzieren, Eigenheim planen usw..! Neue Märkte entwicklen sich! Die bisherigen Lösungen von anderen Herstellern waren zwar vorher auf dem Markt - jedoch gilt "Content is King!", von daher nützt die beste Technologie nichts ohne brauchbare Inhalte!

  • Mike am 06.06.2017 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Marketingfirma

    Apple ist zu einer guten Marketingfirma geworden. Den Rest machen sie nur noch nebenbei und sind überall das Schlusslicht. Trotzdem schaffen sie es, die Leute zu überzeugen ein Apple-Produkt zu kaufen. Wenn man nur sieht, wie viel Bargeldreserven Apple hat, sollte man doch merken, wie man als Konsument gemolken wird, ohne richtige Innovation zu bringen.

    • André am 07.06.2017 19:17 Report Diesen Beitrag melden

      Usability

      Soviel Gedanken zu Usability würde ich mir auch bei vielen MS-Produkten wünschen. Es ist mehr bis ans Ende gedacht (dem User). Bei einigen Sachen gehen sie allerdings auch zu weit. Durch das ganze Ökosystem sind sie halt die welche man zuerst ernst nimmt, weil sie ihre Produkte Marktreif zu Ende bringen. Andere sind lange oder gar immer in der Experiment-Phase und kommen nie zum Punkt daraus ein marktgerechtes Produkt zu machen. Das versteht man bei Apple, andere verstehen das immer noch nicht. Selbst mit dem besseren Prodult, nützt das ohne dies nix.

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  • Andre am 06.06.2017 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst wars die der HomePod

    Komisch heute morgen war das Beste und Spannendste was vorgestellt wurde der HomePod, bis sie den Text geändert habe. Also das Langweiligste was Apple Je vorgestllt hat, Nichtmal einen neuen Adapter gabs. Ich bin Echt entäuscht. Sogar Windows mach das schon seit 4 Jahren

  • auch wenn man nur Apple kennt am 06.06.2017 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    die Erde ist rund

    Mhhh, ja Apple hat einen klaren Vorteil weil Ökosystem an Apps, komisch Android kennt wohl keine Apps. Immer lustig solche Artikel zu lesen wenn der Autor nur die Apfelbrille auf hat.

    • Leser am 06.06.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Quatsch!

      Kenne iOS, Android und das bald gewesene Windows mobile sehr gut. Das Zusammenspiel von Hard- und Software bei Apple ist bei der Konkurrenz schlicht unerreicht und viele Benutzer schätzen genau diese Tatsache. Übrigens läuft auch genau deswegen vieles viel smoother als bei der Konkurrenz!

    • anderer leser am 06.06.2017 18:41 Report Diesen Beitrag melden

      (cr)app(le)

      ist auch keine kunst wenn man seine apps auf lediglich ein paar wenige typen hardware anpassen muss (iphone5, 6...etc).. bei android gibt es unzählige konfigurationen an hardware, was eine herausforderung für die entwickler ist, denn kaum einer hat alle geräte bei sich rumliegen um beta-tests durchzuführen. apple läuft nur aus dem grund smoother, weil es ein proprietäres system ist.

    • M. Jost am 06.06.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @anderer leser

      Es kümmert sich auch nicht google um alle systeme, sondern die hersteller verpassen android den schliff für ihre geräte...

    • Thomas am 06.06.2017 21:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @anderer leser

      Und genau das ist ja das Problem bei Android seit jeher. War noch nie ein Vorteil. Android ist zu fragmentiert. Da hat Apple die Nase halt immer noch vorne.

    • Sämi K. am 07.06.2017 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      Vorteil

      Naja Android Geräte können dafür mit dem Rest der Welt kommunizieren. Apple Geräte stehen da wie ein Alien in der Landschaft und kann mit kaum was kommunizieren wo nicht Apple drauf steht. Innovation entsteht im Verbund, nicht in der Isolation.

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