Der Bund warnt

26. November 2012 11:09; Akt: 26.11.2012 12:56 Print

Dieser Anruf kann Sie ein Vermögen kosten

Kriminelle haben Schweizer E-Banking-Konten im Visier. Die Opfer werden angerufen und unter einem Vorwand dazu bewegt, das Passwort anzugeben. Die Betrüger gehen immer professioneller vor.

storybild

Die Melde- und Analysestelle des Bundes für Informationssicherung (MELANI) warnt vor Internetbetrüger, die es auf E-Banking-Daten abgesehen haben. (Bild: Colourbox)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Internetbetrüger haben es momentan besonders oft auf Login-Daten von E-Banking-Konten abgesehen. Die Opfer werden mit sogenannten Phishing-E-Mails dazu verleitet, ihre Konto- und Telefonnummer anzugeben. Anschliessend werden sie von den Betrügern angerufen.

Unter dem Vorwand einer Sicherheitsverbesserung werden die Betroffenen per Telefon dazu bewegt, das Passwort und das zweite Sicherheitselement anzugeben. Die Betrüger können sich so in das Bankkonto des Opfers einloggen, wie die Melde- und Analysestelle des Bundes für Informationssicherung (MELANI) am Montag mitteilte.

«Wird für das Auslösen der Zahlung noch eine weitere Sicherheitsabfrage verlangt, die sogenannte Transaktionssignierung, wird auch diese in der gleichen Art und Weise vom Betrüger erfragt», schreibt MELANI. Die Betrüger würden sehr professionell vorgehen.

Passwort nie am Telefon nennen

Kunden, die Passwörter oder Kreditkartendaten einem Betrüger angegeben haben, sollten sich laut MELANI umgehend an die E-Banking- Hotline der jeweiligen Bank wenden.

Wer Empfänger von solchen E-Mails geworden sei, solle diese sofort löschen, empfiehlt MELANI. Ausserdem sollten Telefongespräche, bei denen nach Passwörtern, Kreditkartendaten oder anderen persönlichen Informationen gefragt würden, umgehend beendet werden.

MELANI hatte bereits im Oktober vor neuen Phishing-Versuchen gewarnt. Sie beobachte solche Fälle seit ungefähr einem Jahr. Die Betrüger würden dabei immer perfider vorgehen.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kevin R. am 26.11.2012 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    IT-Allgemeinbildung

    Wenn ein IT-System richtig aufgegleist ist (und nichts anderes erwarte ich von einer Bank, bei der ich online-banking verwende), dann müssen selbst deren Mitarbeiter NIE einen Kunden nach irgendwelchen Login-Daten fragen! - Somit kann man entsprechende Anfragen ignorieren, da diese immer Phishing sind.

    einklappen einklappen
  • DoN am 26.11.2012 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unverständnis

    Verstehe nicht, warum man solche Sachen nicht rückverfolgen kann. Denn Gaunern das Handwerk legen. Gibt ja bei allem einen Elektronischen Fingerabdruck!

  • Lukas am 26.11.2012 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Antworten

    Nicht löschen. Antworten! Natürlich mit falschen Angaben. Macht das jeder, wird es fuer die Betrueger enorm schwirig, die Datenflut überhaupt zu bewältigen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • User am 26.11.2012 21:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist sooooooo einfach!!

    Ein Passwort darf NIEMAND ausser du selbst wissen... so einfach ist das! Übrigens gibts KEINEN einzigen Grund, warum irgend jemand dein Passwort braucht... PUNKT!

  • Lukas am 26.11.2012 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Antworten

    Nicht löschen. Antworten! Natürlich mit falschen Angaben. Macht das jeder, wird es fuer die Betrueger enorm schwirig, die Datenflut überhaupt zu bewältigen.

    • Otto am 27.11.2012 12:33 Report Diesen Beitrag melden

      Antworten, aber richtig

      Richtig und nicht vergessen, Schrottmailadresse bei Hotmail oder Google für solche Antworten anlegen -- verhindert Schrott in der eigenen Mail.

    einklappen einklappen
  • E-Bankingnutzerin am 26.11.2012 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Dumm gelaufen für die naiven Leute die solch persöhnliche Daten noch verraten.Nicht eine einzige Bank fragt Dich nach deinen Angaben--> Per Telefon.

  • Patrick Schwarzer am 26.11.2012 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Schlaumeier .....

    Alle die hier einen auf Dicken machen, denen soll mal gesagt sein, dass 95% immer das gleiche Passwort verwenden, also (z.B. 20 Min Login) ....... Und allen soll gesagt sein, 100% Sicherheit gibt es nicht, denn zu jeder Türe gibt es einen Schlüssel, er muss nur "gefunden" werden! Je aufwändiger der Schlüssel, desto sicherer.

    • User am 26.11.2012 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Selber Schlaumeier!

      Hier gehts nur darum, dass man ein Passwort NIEMANDEM mitteilt und sonst um nichts!

    einklappen einklappen
  • P.Bo am 26.11.2012 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Passwort

    Muss ja jemand schön blöd sein,der ein Passwort per telefon oder E-mail bekannt gibt