«Licht! Durst! Dünger!»

10. Juni 2012 13:15; Akt: 09.12.2012 13:30 Print

Dieses Gadget lässt Pflanzen sprechenDieses Gadget lässt Pflanzen sprechen

von Oliver Wietlisbach - Wie oft muss die neue Zimmerpflanze gegossen werden und wann braucht sie einen Schuss Dünger? Wenn Sie keine Ahnung haben, ist der Koubachi-Pflanzensensor Ihr Ding.

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Was aussieht wie ein zu kurz geratener Golfschläger, ist ein kleines High-tech-Gadget für Pflanzenliebhaber. Der 130 Franken teure Pflanzensensor des Schweizer Startup-Unternehmens Koubachi wird in die Erde gesteckt und schon misst er Bodenfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Lichteinfall. Per WLAN schickt der Sensor die Messdaten an Koubachi, wo sie automatisch ausgewertet werden. Fortan erhält der Nutzer eine Meldung per Push-Nachricht oder E-Mail, sobald die Pflanze nach Wasser dürstet. Soweit die Theorie, doch was taugt der Sensor in der Praxis?

In fünf Minuten installiert

Wir haben dem Pflanzensensor einen Monat auf den Zahn gefühlt. Die Installation ist denkbar einfach: Auf der Webseite oder in der iPhone-App – die Android-App folgt im Herbst – wird ein Benutzer-Konto erstellt und ein Assistent führt den Nutzer durch alle Schritte. Der Sensor muss sich mit dem heimischen WLAN verbinden, damit er die Messdaten an Koubachi übermitteln kann.

Da der Pflanzenflüsterer wissen muss, welches Pflänzchen er gerate überwacht, wird zunächst ein Abbild der Zimmerpflanzen auf der Website oder in der App erstellt. Ging der Name der Pflanze vergessen, kann sie aus einem Verzeichnis von 427 Gewächsen ausgewählt werden. Ein Filter und Fotos aller Pflanzen helfen dabei, im Dschungel der Gewächse die eigenen Zimmerpflanzen zu finden (siehe Bildstrecke).

Der perfekte Giess-Zyklus?

In den Einstellungen lässt sich festlegen, ob Koubachi die Pflanzen nur vor dem Verdursten retten soll, oder ob man auch bei Licht- und Düngermangel gewarnt werden möchte. Einzelne Warnungen wie «Besprühen», «Dünger geben» oder «Ins Licht rücken» können zum Glück deaktiviert werden. Ansonsten nervt der Sensor täglich mit einer Nachricht, wenn eine Pflanze beispielsweise ein etwas zu schattiges Plätzchen hat.

Nach dem ersten Giessen ermittelt der Sensor den Giess-Zyklus der Pflanze. Zur Berechnung werden die gemessenen Daten (Bodenfeuchtigkeit, Temperatur, Licht) und die Jahreszeit herangezogen. Der Sensor misst also die Dauer, bis die Erde ausgetrocknet ist. «Es braucht je nach Pflanze rund drei Wochen, bis ein zuverlässiges Modell erstellt ist», sagt David Kurmann von Koubachi. Je länger der Sensor in Betrieb ist, desto genauer sollten die Warnungen werden. Danach könne der Sensor umgesteckt und zur Überwachung weiterer Pflanzen genutzt werden.

Das Fazit

Wir haben in unserem vierwöchigen Test einen Drachen- und Flaschenbaum kalibriert und in dieser Zeitperiode hat der Sensor zuverlässig gemessen und gewarnt. Wie gut die Giess-Modelle effektiv sind, lässt sich nach wenigen Wochen aber nicht abschliessend beantworten.

Ferner scheint der Sensor in der Erde genauer zu messen als in einem Topf mit Hydrokultur-Kugeln. Negativ fällt weiter ins Gewicht, dass das mit 130 Franken nicht eben billige Gadget ausdrücklich nicht für den Ausseneinsatz gedacht ist. Dafür sind die Nutzung der App und die mitgelieferten Pflanzen-Pflegehinweise kostenlos.

Der Koubachi-Sensor ist seit einem Monat im Handel und soll sich laut Kurmann vor allem im technikbegeisterten Asien grosser Beliebtheit erfreuen. In schlichtem Weiss ist er ein kleines Schmuckstück, das in jede Wohnung passt. Positiv hervorzuheben ist auch die intuitive Bedienung der Webseite und App, wobei die Web-Version mehr Informationen zur Verfügung stellt.

Der Koubachi-Sensor richtet sich an technikaffine Pflanzenliebhaber, die zwar teure Zimmerpflanzen in der Wohnung haben, allerdings nicht mit dem bekannten grünen Daumen gesegnet sind.

So funktioniert der Pflanzen-Sensor

Quelle: YouTube/Koubachi

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  • Steffi B. am 11.06.2012 08:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TOP!

    Ich finde es auch eine gute Möglichkeit für Leute (mich eingeschlossen) welche sich nicht so gut mit Pflanzen verstehen! So haben wir die Chance einer Pflanze Dürrephasen und Lichtmangel etc. zu ersparen. Ich finds TOP! Gute Idee unter all dem Schrott...

  • Herbert Bertherr am 11.06.2012 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nix für mich

    Naja. Würde ich mir nie zulegen. Ungenau und nervend sagt ja schon genug

  • m.b. am 11.06.2012 03:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    endlich

    Auf sowas habe ich gewartet. Ich hoffe es funktioniert und wird weiter verbessert, denn ohne hilfe scheint es mir nicht möglich meine pflanzen am leben zu halten.