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Stuxnet-Nachfolger «Flame»
29. Mai 2012 04:38; Akt: 29.05.2012 08:57 Print
Experten enttarnen neue Cyberwaffe
Ein äusserst raffinierter Virus hat tausende Rechner im Nahen Osten befallen. Die «Flame» getaufte Schadsoftware könnte in Verbindung mit dem verheerenden Stuxnet stehen.

Flame kann laut Kaspersky Daten sammeln, die Einstellungen des befallenen Computers verändern und das Mikrofon einschalten, um Gespräche mitzuschneiden. (Bild: Colourbox.com)
Experten für IT-Sicherheit haben einen neuen, hochkomplexen Computer-Virus enttarnt. Die Schadsoftware, die den Namen «Flame» erhielt, habe tausende Rechner vorwiegend im Nahen Osten befallen und sei seit bis zu fünf Jahren aktiv.
Das teilte die auf Anti-Viren-Programme spezialisierte Firma Kaspersky Lab am Montag mit. Sollten sich die Angaben des russischen Unternehmens bestätigen, wäre Flame nach Stuxnet und Duqu die dritte entdeckte Cyber-Waffe, die im grossen Stil verbreitet wurde.
Die Experten von Kaspersky stehen bei der Entschlüsselung des Virus nach eigenen Angaben noch am Anfang. Flame habe 20 Mal mehr Code als Stuxnet, mit dem iranische Anlagen zur Urananreicherung angegriffen und Zentrifugen zerstört wurden.
«Enge Verbindung» zu Stuxnet
Eine iranische Agentur für Datensicherheit teilte über ihre Webseite mit, Flame habe eine «enge Verbindung» zu Stuxnet und sei möglicherweise für Cyberangriffe verantwortlich, die nach iranischen Angaben jüngst kürzlich für umfangreiche Datenverluste in einigen Computersystemen des Landes gesorgt hatten.
Flame könne laut Kaspersky Daten sammeln, die Einstellungen des befallenen Computers verändern, das Mikrofon einschalten, um Gespräche mitzuschneiden, Screen-Shots machen und Chat-Konversationen aufzeichnen.
Wer dahinter steckt, ist unklar.
Betroffen seien bis zu 5000 Computer, vor allem von Unternehmen und Bildungseinrichtungen im Iran, Israel, in den Palästinensergebieten, im Sudan und Syrien. Über den möglichen Urheber der Schadsoftware wollte Kaspersky keine Angaben machen.
Der 2010 entdeckte Stuxnet war für Industrieprogramme entwickelt worden - damals ein Novum. Er hatte vor allem Industrie-Anlagen wie Kraftwerke oder Chemiefabriken, auch in Deutschland, befallen. Betroffen waren auch Kunden, die das Siemens-Steuerungssystem Simatic einsetzten. Allerdings hat Siemens zufolge keines der Unternehmen einen konkreten Schaden dadurch erlitten.
(sda)
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Alle 35 Kommentare

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leider..
Früher waren Viren "krasser". Festplatten wurden formatiert, PC's unbrauchbar gemacht, Massive Systemabstürze. Wenn ich mir die heutigen Viren so ansehe ist das eher schoggi und harmlos im Vergleich zu Ende 90'er /Anfangs 2000. "Harmlose" viren werden von Anti-Viren herstellern, während die "bösartigen" von Hackern bzw. Staaten programmiert.. Das beste AntiVirus ist unser Gehirn, wenn es richtig angewendet wird...
Festplatten-Virus ?
Der einzige Virus der mir bekannt ist der eine Festplatte formatier hat heisst "PC-USER" *schmunzel* oder vielleicht fleissige FDISK benutzer... Ich möchte ganz gerne wissen von welchen *gefährlichen* Viren Sie da sprechen...
Regierung muss dahinter stecken
In diesem Fall wäre in erster Linie interessant wer hat die Ressourcen für die Entwicklung und das Interesse an so einer Schadsoftware. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Regierung der USA oder eine nahe Organisation (bsp. NSA) verantwortlich. @Dolorez Hauck: Unterwandert wohl kaum, involviert wohl eher. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass mit einem Zero-Exploit gearbeitet wurde.
Naja,
Irgend ein schadenfreudiger,erfahrener softwareentwickler könnte es auch sein xD
Doku
Gestern lief eine interessante dokumentation auf N24 zu diesem Thema, wo prophezeit wurde, dass weitere Schadprogramme wie Stuxnet in erscheinung treten werden und sich Machtspiele dahingehend verlagern. Da geh ich am morgen danach auf 20min. und die liefern den beweis ;) Sache gits ^^