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MegaUpload-Studie
29. November 2012 07:11; Akt: 29.11.2012 08:46 Print
Filmpiraten schaden den Kinos nicht
von D. Schurter - Neue Filme gratis im Netz – ein Problem für die Kinos? Im Gegenteil, sagt eine neue Studie: Filesharing könne den Umsatz an der Kinokasse steigern. Der Schweizer Verband widerspricht.

Die MegaUpload-Betreiber wurden vom FBI gejagt, die Filesharing-Plattform stillgelegt. (Bild: Keystone / Screenshot megaupload.com)
Als das FBI im Januar 2012 die MegaUpload-Server abschaltete, dürften bei den Hollywood-Bossen die Korken geknallt haben. Galt doch Kim Dotcom mit seinen populären Filesharing-Seiten als einer der grössten Feinde der Unterhaltungsindustrie. Über seine Server wurden Tag für Tag Millionen von Filmkopien verbreitet; unzählige Nutzer schauten sich urheberrechtlich geschütztes Material gratis an.
René Gerber, Geschäftsführer von ProCinema. (Bild: PD)
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Wie eine wissenschaftliche Studie nun zeigt, war der Schlag gegen MegaUpload nicht gewinnbringend, sondern – wenn überhaupt – eher kontraproduktiv. Die Autoren untersuchten über einen Zeitraum von fünf Jahren die Ticketverkäufe bei 1344 Kinofilmen in
Filesharing als Marketinginstrument
Die Autoren liefern eine mögliche Erklärung für den Effekt: Während die Blockbuster mit einem Millionenbudget beworben werden, profitieren die kleineren Filmproduktionen von der Gratiswerbung durch die meist jüngeren Downloader. Diese Personen laden auch weniger stark beworbene Filme gratis herunter. Indem sie das Gesehene weiterempfehlen, wirken sie als Multiplikatoren. Abseits des Mainstream-Kinos wird Filesharing quasi zum Marketing-Instrument.
Die Studie, deren Endfassung noch nicht verfügbar ist, hat viel Wirbel ausgelöst. Die deutsche Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) reagierte mit einer geharnischten Stellungnahme und widersprach den Autoren. Wenn es darum gehe, einen Werbeeffekt von illegalen Downloads auf Kinobesuche nachzuweisen, dann müssten nicht Umsätze, sondern Besucherzahlen untersucht werden. Dabei zeige sich zumindest für Deutschland, dass die These nicht zutreffe.
Von Echo überrascht
Einer der Studien-Autoren nahm auf dem Blog Netzpolitik.org Stellung: «Wir sind selbst positiv überrascht von dem Echo, welches unsere Arbeit ausgelöst hat. Wesentlich für uns ist, dass wir nicht gefunden haben, was allgemein erwartet wurde – nämlich ein Anstieg der Einnahmen nach der Schliessung von MegaUpload.»
Auch der Schweizer Dachverband der Kinobetreiber und Filmverleiher, ProCinema, widerspricht der Studie: «Die vorliegende Studie verkürzt die Sicht auf einen Kanal – Kino – und auf die Schliessung einer einzigen illegalen Plattform – MegaUpload», sagt Geschäftsführer René Gerber. Daraus generelle Schlüsse zu ziehen, sei unzulässig.
Gemeinsam gegen Internetpiraterie
Illegale Angebote – wie MegaUpload und zahllose andere – würden den legalen Plattformen den Boden unter den Füssen wegziehen: Ohne Entschädigung würden legale Angebote gar nie rentabel. Wenn ein Rechteinhaber aus Marketinggründen seinen Film oder Ausschnitte davon gratis im Internet anbieten wolle, um vom behaupteten Effekt der Weiterempfehlung über Social Media zu profitieren, stehe ihm das frei, so Gerber.
ProCinema engagiert sich mit den anderen Verbänden gegen Internetpiraterie. Die Allianz hat den Bundesrat zum Umdenken gezwungen: Noch vor einem Jahr sah er in den illegalen Angeboten im Internet weder ein Problem noch Handlungsbedarf. Inzwischen hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Vorschläge zur Durchsetzung des Urheberrechts machen soll. Bis heute gibt es gemäss ProCinema keine verlässlichen Schweizer Zahlen zur Problematik illegaler Angebote in den einzelnen Kulturbranchen.
Ja klar, ich schaue im Internet auch nach Filmen, die nicht in den Kinos laufen/liefen und entdecke somit grossartige Filmperlen, die eigentlich einen Kinoauftritt verdient hätten. Bitte wieder alle Filesharing-Websites online schalten. Danke. – Filmgucker
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Alle 109 Kommentare

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Wütend da Trend verpennt...,
Naja, wenn die Produzenten, DvD's früher auf den Markt bringen würden, würde ich den Film so schauen. Ins Kino geh ich sowieso nicht mehr. Rauchverbot, keine Pausen mehr (zumindest einige Kinos), Popcorn und Eintrittspreise massiv zu teuer.... so kommt ein Kino abend schnell auf 100.--. Naja, jetzt lade ich den Film runter ( .ru) 26fr. Film+ 2fr Migros Popcorn und den Film kann ich schauen sooft ich will. Tja Otto Normalverbraucher muss halt auf seine Kosten achten. Ende Jahr kommen wieder Steuern.
Die Schere geht weiter auseinander.
Wenn man sich mal anschaut für welchen Müll die Typen geld verlangen (egal ob Film, Musik, Game) Dann die ganzen Kopierschutzgeschichten welche die ehrlichen Kunden mehr verärgern & die "raubkopierer" nicht am illegalen Verbreiten hindern. Die Industrie zieht in die andere Richtung. Aber die Konsumenten ziehen mit grösserer Kraft in die andere Richtung. Der Preis ist es, was Leute animiert sich Sachen illegal zu besorgen. Die Preise steigen weiter in die Höhe & der "illegale" Konsum steigt.
Wer Stur ist will es nicht begreifen
Wer behauptet, das Downloaden der Industrie schadet der lügt oder hat den Bezug zur Realität verloren! Das einzige was sein könnte ist dass die Bonis etwas schrumpfen weil die Oberhäupter dieser Industrie zu faul sind, sich etwas zu überlegen... FAKT ist, würden sich die nur 1 Tag Zeit nehmen, könnten Sie doppelte Einnahmen einstreichen aber eben, lieber nichts tun und dafür ganz laut JAMMERN.. Wirklich jammerschade!