Nach Gefängnisausbruch

31. Juli 2013 18:57; Akt: 31.07.2013 19:17 Print

Knast-Zensur für Google Maps

von D. Pomper - Der Gefängnisausbruch in Orbe VD soll auch dank Google Maps geglückt sein. Nun fordert der Sicherheitspolitiker Jakob Büchler: Alle Schweizer Gefängnisse sollen auf Google Maps verschwinden.

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Verhalf Google Maps den Insassen zur Flucht? Im Bild das Gefängnis la Croisée im waadtländischen Orbe.

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Es war einer der spektakulärsten Gefängnisausbrüchen der Schweiz, der sich letzten Freitag im waadtländischen Orbe ereignet hat. Die Komplizen der Ausbrecher eröffneten offenbar mit Kalaschnikows Feuer auf das Gefängnispersonal. Mit zwei Autos druchbrachen sie die äussere Umzäunung und ermöglichten den Häftlingen mit mitgebrachten Leitern die Flucht über den Sicherheitszaun. Das ist der letzte Fall einer regelrechten Ausbruchserie.

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Nun will die Waadtländer Staaträtin und Chefin des Innendepartements Béatrice Métraux prüfen, inwieweit die Flucht dank Google Maps gelungen ist. Denn gemäss einem Ermittler, soll die Plattform geholfen haben, die Flucht der beiden Insassen zu organisieren. Métraux will gemeinsam mit anderen Kantonen den amerikanischen Riesen dazu auffordern, Schweizer Gefängnisse auf Google Maps entfernen zu lassen. Das ist in den USA für gewisse Standorte bereits der Fall.

Auch der CVP-Nationalrat und Mitglied der sicherheitspolitischen Kommission Jakob Büchler will handeln: «Es kann nicht sein, dass Aufnahmen eines Hochsicherheitsgefängnisses auf dem Silbertablett serviert werden. Da kann man ja gleich einen Fluchtplan ins Internet stellen.» Schweizer Gefängnisse müssten sofort von Google Maps entfernt werden. Büchler prüft einen entsprechenden Vorstoss für die Herbstsession. Der St. Galler appelliert aber auch an die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren KKJPD: «Jetzt müssen die Kantone tätig werden.»

Google verwischt keine Bilder

Bei Google heisst es auf Anfrage: «Wir machen Bilder auf Google Earth grundsätzlich nicht unkenntlich», so Sprecher Matthias Meyer. Ziel sei es, die genausten Karten mit dem aktuellsten Datenmaterial zu erstellen. Dafür würden Satellitenbilder von verschiedenen Drittanbietern lizensiert. Meyer lobt die Einsatzmöglichkeiten von Google Earth als «äusserst vielfältig». Das Tool diene nicht nur der Orientierung, sondern werde auch für Rettungsaktionen eingesetzt, beispielsweise indem man etwa Waldbrände visualisiere.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr Watson am 02.08.2013 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die verdrehte Logik dieser Leute

    Genau so gut könnte ich sagen: Alle anti google leite (=eigentlich ja anti Fortschritt Leute) sollen verschwinden. Wenn der noble Herr Gefängnis Direktor seinen Autoreifen nicht aufpumpt und er einen Unfall macht ist ja auch nicht die Autorad Hersteller Firma Schuld oder der Strassen Belag!

  • Insasse am 31.07.2013 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja...

    Wie heisst der Spruch "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg"? Ohne Google Maps könnte man einfach ein Helikopter/Flugzueg nehmen und von dort die Bilder schiessen. Und eine solche Bande hat wohl auch sicherlich die Mittel dazu ;) Die Schuld wird wohl eher woanders liegen... aber hey, die Schuld anderen zu geben ist nunmal leichter ,)

  • René Gruber am 01.08.2013 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    denken Sie über die Nasenspitze raus...

    ... Herr Büchler. Die bösen Jungs bekommen wenn nötig die Luftbilder auch auf andere Weise oder wollen sie auch Fotoapparate in Flugapparaten verbieten?

Die neusten Leser-Kommentare

  • manuk0202 am 02.08.2013 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht mal bewaffnet 

    Die Wärter dort sind laut srf tagesschau nicht mal bewaffnet und haben lädiglich schlagstöcke umd jetzt soll NUR google maps drann schuld sein? dass ich nicht lache.

  • Mr Watson am 02.08.2013 09:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die verdrehte Logik dieser Leute

    Genau so gut könnte ich sagen: Alle anti google leite (=eigentlich ja anti Fortschritt Leute) sollen verschwinden. Wenn der noble Herr Gefängnis Direktor seinen Autoreifen nicht aufpumpt und er einen Unfall macht ist ja auch nicht die Autorad Hersteller Firma Schuld oder der Strassen Belag!

  • Otto #### Name zensuriert am 02.08.2013 00:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was soll der quatsch

    Die bösen NSA Buben habem eh alles was sie wollen. Für was no zensurieren...?

  • Rafael am 01.08.2013 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Appel

    Appel kann sich freuen bei ihrem Kartendienst können sie sich das sparen da dass Gefängniss eh nicht am richtigen Ort ist.

  • Guter Bürger am 01.08.2013 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeigt von der Unfähigkeit der Direktoren

    Genau das hätte ich von fähigen Gefängnisdirektoren am Anfang vom g-maps erwartet. Zuviel erwartet......