Samsung im Visier

18. Dezember 2012 12:50; Akt: 18.12.2012 12:50 Print

Noch eine gefährliche Lücke bei Galaxy-Geräten

Aufregung bei Samsung-Kunden: Die populären Android-Geräte der Südkoreaner weisen eine tückische Schwachstelle auf. Auch das Flaggschiff Galaxy S3 ist betroffen.

storybild

Die Android-Geräte von Samsung sind unter Beschuss. (Bild: 20 Minuten Online / Samsung)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit dem Wochenende häufen sich die Meldungen über eine gefährliche Sicherheitslücke bei den Galaxy-Smartphones von Samsung. Betroffen sind die aktuellen Modelle, aber auch ältere Geräte, darunter das Galaxy S2, das Galaxy S3, das Galaxy Note, das Galaxy Note 2, das Galaxy Note 10.1 sowie das Galaxy Tab 7.7, wie das deutsche Tech-Portal heise.de berichtete.

Die Schwachstelle ist am vergangenen Wochenende im Android-Entwicklerforum XDA Developers publik gemacht worden. Demnach können Angreifer einen sogenannten Root-Zugriff auf fremden Geräten erlangen, ohne dass der Besitzer etwas davon bemerkt. Ein solcher Zugriff mit Administrator-Rechten erlaubt das Freischalten von erweiterten Betriebssystem-Funktionen, eröffnet aber auch Kriminellen weitreichende Möglichkeiten. Sie können heimlich die Systemdateien manipulieren, schädlichen Code installieren oder die privaten Nutzerdaten ausspionieren.

Attacken können über manipulierte Apps erfolgen, die aus dem App-Store (Google Play) heruntergeladen werden. Als Vorsichtsmassnahme gilt: Die Besitzer eines Galaxy-Geräts sollen beim Installieren von Apps äusserst vorsichtig sein und vorab die Herkunft der Software genauestens prüfen.

«Interne Untersuchung»

In allen betroffenen Geräten ist ein von Samsung fabrizierter Exynos-4-Prozessor verbaut. Wann die Schwachstelle geschlossen wird, ist nicht bekannt. Der südkoreanische Konzern hat bislang lediglich mit einem dürren Statement Stellung genommen. «Wir sind zurzeit dabei, eine interne Untersuchung durchzuführen».

Im September war eine Sicherheitslücke publik geworden, die das Manipulieren von fremden Galaxy-Geräten über das Internet ermöglichte. Damals liess ein kritischer Software-Entwickler einen Satz verlauten, der um die Welt ging: «Was haben die Samsung-Entwickler eigentlich geraucht, als sie einen USSD-Code integriert haben, mit dem man einen Factory-Reset durchführen kann?»

Samsung ist der weltgrösste Smartphone-Hersteller und hat in diesem Jahr bereits über 30 Millionen Exemplare seines Flaggschiffs Galaxy S3 verkauft.

(dsc)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ben Bern am 18.12.2012 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Offene Systeme

    Haben Vorteile. Ober sie sind vor Allem eines: Offen! :-D

    einklappen einklappen
  • A.L. am 18.12.2012 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Fehler??? Na und....

    So what....man muss halt vorher schauen was für Rechte sich die installierten Apps nehmen, dafür kann ich auf meinem Telefon installieren was ICH will und nicht was mein iGod mir erlaubt :-D Zudem gibts es keine Software ohne Fehler und ich bin Software-Entwickler und weiss wovon ich rede.....

  • Fredi Frosch am 18.12.2012 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    iPhone hat mehr Lücken

    Diese werden aber durch die Appkontrolle von Menschen kompensiert. Die Sandbox von iPhones ist so schlecht, dass man sogar als Aussenstehender in das Handy reinkann und Schaden anrichten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Appletouch am 18.12.2012 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple

    Im Appstore werden die Apps geprüft !!!!

  • Analdroid am 18.12.2012 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Ich muss sofort die Firewall aktivieren und dann ein Antivirus-App installieren... am besten gleich zwei oder drei. Sicher ist sicher. Voll super was man da alles machen kann...

  • Olivieri am 18.12.2012 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Glück

    Zum Glück benutze ich ein iPhone und muss mich mit solchen Problem nicht auseinandersetzen...

  • Fredi Frosch am 18.12.2012 17:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    iPhone hat mehr Lücken

    Diese werden aber durch die Appkontrolle von Menschen kompensiert. Die Sandbox von iPhones ist so schlecht, dass man sogar als Aussenstehender in das Handy reinkann und Schaden anrichten.

  • Hugo Meier am 18.12.2012 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Telefonzelle wo bist du???

    Ich hau mein Iphone in die Tonne und kauf mir eine 50.- taxcard für die gute alte Telefonzelle...