Bild-Kompression

15. Februar 2018 10:48; Akt: 15.02.2018 10:48 Print

Schweizer Firma lässt die Handy-Bilder schrumpfen

Dotphoton ist eine neue iPhone-App. Mit dieser kann der Speicherbedarf von Fotos praktisch verlustfrei um das Fünffache verkleinert werden.

Ähnlich wie beim JPEG-Format reduziert die Technologie von Dotphoton den Speicherbedarf von Fotos. Allerdings enstehen dabei kaum Verluste. (Video: Dotphoton)
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Keine andere Kamera wird so oft genutzt wie die des iPhones. Dies zeigen unter anderem die Zahlen der Fotoplattform Flickr von 2017. Egal ob für Schnappschüsse oder inszenierte Fotos, bei den Nutzern ist die kompakte Kamera beliebt. Seit zwei Jahren erlaubt es Apple, dass Bilder in einem qualitativ hochwertigen Format aufgenommen werden können. Der Nachteil dieser sogenannten RAW-Bilder (siehe Box) ist jedoch, dass diese Fotos deutlich mehr Speicherplatz benötigen.

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Deshalb müssen sich Nutzer zwischen Qualität oder einem niedrigen Speicherbedarf entscheiden. Das Westschweizer Start-up Dotphoton hat nun eine Lösung für dieses Dilemma gefunden. Denn der von ihnen entwickelte Algorithmus erzeugt RAW-Daten, die um ein Vielfaches kleiner sind, ohne dass die Bilder dabei an Qualität verlieren.

Kamera-App für das iPhone

Nachdem zuerst mit Kunden aus der Fotoindustrie zusammengearbeitet wurde, können nun auch Amateure und Profi-Fotografen die Kompression nutzen. Die neue iOS-App Dotphoton nimmt Fotos in RAW auf und komprimiert diese praktisch verlustfrei um bis das Fünffache. Eine Datei, die eigentlich 25 Megabyte benötigen würde, ist so nur noch 5 Megabyte gross.

Die App ist auf das Nötigste reduziert und daher einfach zu bedienen. Um ein Foto aufzunehmen, muss man nur die Schärfe wählen und den Auslöser drücken. Andere Einstellungen benötigt es auch nicht, da die Bilder im Nachhinein – quasi wie ein digitales Negativ – mit zusätzlicher Software verlustfrei bearbeitet werden können.

Präsentation im Silicon Valley

Im März wird das Westschweizer Start-up das Silicon Valley im US-Bundesstaat Kalifornien besuchen und dort seine Technologie vorstellen. «Ich hoffe, dass wir nicht nur wertvolles Feedback von Investoren und Tech-Firmen erhalten, sondern auch interessante Kooperationen eingehen können», sagt Eugenia Balysheva, CEO von Dotphoton. Denn Balysheva glaubt, dass diese Technologie die Arbeitsweise von Fotografen auf der ganzen Welt verändern kann.

Die Reise findet im Rahmen einer Roadshow statt. Dotphoton ist mit neun anderen Unternehmen Teil der diesjährigen Start-up-Nationalmannschaft von Venturelab, einer Innovationsplattform, die unter anderem von der ETH Zürich und der EPFL unterstützt wird.

Die iOS-App von Dotphoton ist im App Store für 5 Franken erhältlich. Im Sommer soll zudem eine Desktop-Software erscheinen, die das Umwandeln und die Entwicklung von RAW-Fotos mit der Dotphoton-Technologie ermöglicht.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pragmatikus am 16.02.2018 05:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Lösung

    Ich habe da eine pragmatische Lösung. Anstatt 100 Selfies am Tag nur noch eines machen. Damit hat man eine "Komprimierung" um den Faktor 100 und nervt seine Mitmenschen um den Faktor 1000 weniger.

  • Silicon Valley am 15.02.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Mich nimmt wunder...

    ...was das für einen Weissman score hat.

    einklappen einklappen
  • Heinz am 15.02.2018 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Lernt Mathematik

    "Um das Fünffache verkleinern" ist nicht möglich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Olaf am 16.02.2018 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alter Hut

    Jeder alte Hut ist heutzutags eine Neuheit.

  • ShaBijan am 16.02.2018 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wortspiel

    solange ist nur Bilder schrumpfen lässt

  • Abenteurer am 16.02.2018 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Ist das im heutigen Zeitalter noch nötig, wo doch die Speicher immer grösser werden und jeder gratis Cloud-Speicher hat?

  • Pragmatikus am 16.02.2018 05:30 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis Lösung

    Ich habe da eine pragmatische Lösung. Anstatt 100 Selfies am Tag nur noch eines machen. Damit hat man eine "Komprimierung" um den Faktor 100 und nervt seine Mitmenschen um den Faktor 1000 weniger.

  • Mäsi motz am 15.02.2018 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur was für tüftler

    Das einzige wichtige an diesem bericht ist, das man Raw besser bearbeiten viel besser, bearbeiten kann, mann kann es nach der bearbeitung immer noch umwandeln und versenden, fragt sich nur, was es bringt bei den schlechten kamaras.