21. Dezember 2006 10:02; Akt: 21.12.2006 12:07 Print

Türken googeln gerne nach Kinderpornos

Diese Meldung löste in der Türkei eine mittlere Staatskrise aus: Trabzon, Izmir, Adana, Ankara und Istanbul - auf den ersten fünf Plätzen des Städte-Rankings, das weltweit die Eingabe des Suchbegriffs «child porn» bei Google auflistet, finden sich ausnahmslos türkische Städte.

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Die türkische Tageszeitung «Millyet» veröffentlichte «eine Liste der Schande». Darin wurden die Regionen gelistet, die weltweit mit Google nach «child porn» suchen - es finden sich ausnahmslos türkische Städte auf den ersten fünf Rängen. Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Fast täglich führt die Polizei seither erfolgreich Razzien durch.

Für grosses Entsetzen sorgte die Meldung, dass ausgerechnet ein Kinderarzt von seiner Villa aus eine hochprofitable pornografische Webseite betrieben habe. Auch Studenten und ein Anwalt wurden im Laufe der Ermittlungen festgenommen.

In Regierungskreisen wird von einer «Katastrophe» gesprochen und der Ministerpräsident Erdogan zeigte sich «ernsthaft irritiert». Das türkische Parlament prüft nun die Verschärfung der Gesetze zum Schutze der Kinder.