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«Hoesik»-Saufgelage
05. Dezember 2012 09:16; Akt: 05.12.2012 10:10 Print
Weniger bechern mit Samsung
Um dem exzessiven Treiben seiner Belegschaft Grenzen zu setzen, hat der südkoreanische Elektronikgigant strenge Trinkregeln eingeführt. Seit kurzem gilt «1-1-9».
Reis-Likör bis zum Abwinken: Wie das «Wall Street Journal» am Montag berichtete, will Samsung die häufigen und ausschweifenden Trinkgelage seiner Belegschaft nicht länger hinnehmen. Der südkoreanische Elektronikgigant habe strenge Regeln eingeführt, was den Umgang mit Alkohol betreffe.
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Laut dem Bericht ist seit kurzem eine Feierabend-Regelung unter der Bezeichnung «1-1-9» in Kraft. Demnach dürfen die Samsung-Angestellten zwar nach Arbeitsende weiterhin gemeinsam feiern. Doch dabei gilt: Es darf nur ein einziges Lokal besucht werden, dort darf nur eine Sorte Alkohol getrunken werden, und spätestens um
Mit der internen Weisung reagiert der Konzern auf die Auswüchse einer Firmenkultur namens «Hoesik», die im asiatischen Land offenbar weit verbreitet ist. Am Feierabend macht man sich auf, um gemeinsam dem Alkohol zu frönen.
In Kneipen und Karaoke-Bars wird bis weit nach Mitternacht gefeiert. Den einfachen Angestellten fällt die Aufgabe zu, die Vorgesetzten zu unterhalten und mit Flüssigem zu versorgen. Wer nicht mitspielt, muss mit Nachteilen im Beruf rechnen.
Hoher Pro-Kopf-Konsum
Laut Statistiken gehört Südkorea weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum von hochprozentigem Alkohol. Mit 27 Litern pro Jahr wird sogar Russland übertroffen (19,8 Liter).
Weil das soziale Trinken einen dermassen hohen Stellenwert hat, führen Stellensuchende ihr Trinkvermögen auch in schriftlichen Bewerbungen auf. Zu den negativen Folgen der unkontrollierten Besäufnisse gehören Schlägereien und andere Gewaltdelikte. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, unterstützt Samsung mit der 1-1-9-Regel Bestrebungen des Staates, das Problem in den Griff zu bekommen. Dies dürfte sich nicht nur auf die Kriminalstatistik positiv auswirken, sondern auch auf die Produktivität in den Betrieben.
Samsung wollte gegenüber dem «Wall Street Journal» nicht Stellung nehmen. Laut Schilderungen von ungenannt bleibenden Angestellten hat sich die Situation bereits verbessert.
(dsc)
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Alle 33 Kommentare

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Ahhh
dass erklärt die miserable qualität/lebensdauer der samsung geräte...
Stimmt nur halbwegs
Das mit dem Alkohol-Konsum stimmt bedauerlicherweise, aber dass man in Bewerbungen das Trinkvermögen aufführt ist Blödsinn. Wie unten bereits erwähnt, ist es wirklich eher eine Pflicht als ein Vergnügen... Mit dem Vergleich mit Russland wird eines vergessen: in Korea trinkt man weit weniger starken Alkohol (Soju hat etwa 19%) als in Russland. Und wenn man in Korea ist, sieht man, dass die wenigsten gewaltbereit sind. Es ist eines der sichersten Länder der Welt :)
Extrem Blöde ist Apple
Ich dachte Apple war besoffen als sie die Karten App machten. Wie kann man so etwas nur herausgeben? Echt blöde von Apple! Sorry aber wie geht das?! Das merkt man doch...