«Hoesik»-Saufgelage

05. Dezember 2012 09:16; Akt: 05.12.2012 10:10 Print

Weniger bechern mit Samsung

Um dem exzessiven Treiben seiner Belegschaft Grenzen zu setzen, hat der südkoreanische Elektronikgigant strenge Trinkregeln eingeführt. Seit kurzem gilt «1-1-9».

Höfliches Trinken gemäss südkoreanischer Etikette: Wer das Glas hebt, dreht sich etwas zur Seite. (Quelle: youtube.com/ytl0v3r)
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Reis-Likör bis zum Abwinken: Wie das «Wall Street Journal» am Montag berichtete, will Samsung die häufigen und ausschweifenden Trinkgelage seiner Belegschaft nicht länger hinnehmen. Der südkoreanische Elektronikgigant habe strenge Regeln eingeführt, was den Umgang mit Alkohol betreffe.

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Laut dem Bericht ist seit kurzem eine Feierabend-Regelung unter der Bezeichnung «1-1-9» in Kraft. Demnach dürfen die Samsung-Angestellten zwar nach Arbeitsende weiterhin gemeinsam feiern. Doch dabei gilt: Es darf nur ein einziges Lokal besucht werden, dort darf nur eine Sorte Alkohol getrunken werden, und spätestens um 9 Uhr abends ist Schluss.

Mit der internen Weisung reagiert der Konzern auf die Auswüchse einer Firmenkultur namens «Hoesik», die im asiatischen Land offenbar weit verbreitet ist. Am Feierabend macht man sich auf, um gemeinsam dem Alkohol zu frönen.

In Kneipen und Karaoke-Bars wird bis weit nach Mitternacht gefeiert. Den einfachen Angestellten fällt die Aufgabe zu, die Vorgesetzten zu unterhalten und mit Flüssigem zu versorgen. Wer nicht mitspielt, muss mit Nachteilen im Beruf rechnen.

Hoher Pro-Kopf-Konsum

Laut Statistiken gehört Südkorea weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Konsum von hochprozentigem Alkohol. Mit 27 Litern pro Jahr wird sogar Russland übertroffen (19,8 Liter).

Weil das soziale Trinken einen dermassen hohen Stellenwert hat, führen Stellensuchende ihr Trinkvermögen auch in schriftlichen Bewerbungen auf. Zu den negativen Folgen der unkontrollierten Besäufnisse gehören Schlägereien und andere Gewaltdelikte. Wie das «Wall Street Journal» berichtet, unterstützt Samsung mit der 1-1-9-Regel Bestrebungen des Staates, das Problem in den Griff zu bekommen. Dies dürfte sich nicht nur auf die Kriminalstatistik positiv auswirken, sondern auch auf die Produktivität in den Betrieben.

Samsung wollte gegenüber dem «Wall Street Journal» nicht Stellung nehmen. Laut Schilderungen von ungenannt bleibenden Angestellten hat sich die Situation bereits verbessert.

(dsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • thomas hofer am 06.12.2012 00:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Extrem Blöde ist Apple

    Ich dachte Apple war besoffen als sie die Karten App machten. Wie kann man so etwas nur herausgeben? Echt blöde von Apple! Sorry aber wie geht das?! Das merkt man doch...

  • antispringer am 05.12.2012 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Trinkvermögen?

    wird das getestet im Vorstellungsgespräch?

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  • Tomislav Delic am 05.12.2012 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat auch positive Sachen

    Amüsanter Betrieb :)) Sehr positiv finde ich, dass sie mit anderen Mitarbeitern und den Vorgesetzten auch privat ihren Kontakt pflegen, sehr vorbildlich. Viele hier in der Schweiz machen einfach Feierabend und gehen dann getrennte Wege. Exzessen sind zwar daneben, aber daran arbeitet man ja mitlerweile. Eine eigene Samsung Bar wäre doch etwas :)))

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin am 06.12.2012 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ahhh

    dass erklärt die miserable qualität/lebensdauer der samsung geräte...

  • Korea-Kennerin am 06.12.2012 00:23 Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt nur halbwegs

    Das mit dem Alkohol-Konsum stimmt bedauerlicherweise, aber dass man in Bewerbungen das Trinkvermögen aufführt ist Blödsinn. Wie unten bereits erwähnt, ist es wirklich eher eine Pflicht als ein Vergnügen... Mit dem Vergleich mit Russland wird eines vergessen: in Korea trinkt man weit weniger starken Alkohol (Soju hat etwa 19%) als in Russland. Und wenn man in Korea ist, sieht man, dass die wenigsten gewaltbereit sind. Es ist eines der sichersten Länder der Welt :)

  • thomas hofer am 06.12.2012 00:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Extrem Blöde ist Apple

    Ich dachte Apple war besoffen als sie die Karten App machten. Wie kann man so etwas nur herausgeben? Echt blöde von Apple! Sorry aber wie geht das?! Das merkt man doch...

  • Martin am 05.12.2012 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Asiaten sind ehrliche, fleissige Menschen

    Ihr habt keine Ahnung wie es in Asien zu geht. In der Schweiz, sind wir doch mal ehrlich, gibt es praktisch nur überbezahlte Schoggijöblis, da muss man ja Abends ins Training oder den Ausgang damit man von was müde wird.

  • Hp am 05.12.2012 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Denke das nicht viele die umfrage ehrlich beantwortet haben.....