AGB

17. Juli 2017 15:32; Akt: 17.07.2017 15:32 Print

Wer Gratis-Internet will, muss Festival-WCs putzen

Ein Internetanbieter wollte zeigen, dass nur die wenigsten die AGB lesen. Für den Internetzugang forderte der Anbieter 1000 Stunden gemeinnützige Arbeit.

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Lesen Sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen? Wenn nicht, geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen. Dies zeigt ein Fall aus England. 22'000 Personen haben sich für ein Gratis-WLAN angemeldet, ohne vorher das Kleingedruckte zu lesen, wie Mashable.com berichtet.

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Der britische Anbieter Purple versteckte in den AGB jedoch eine Bedingung, dass die Nutzer sich damit gesetzlich einverstanden erklären, im Austausch für das kostenlose Internet 1000 Stunden lang gemeinnützige Arbeit zu leisten.

Putzen, kratzen oder malen

So sollen Grünflächen von tierischen Abfällen gereinigt oder streunende Katzen und Hunde umarmt werden. Auch mit dabei waren Tätigkeiten wie verstopfte Abflüsse zu reinigen, Kaugummi von den Strassen zu kratzen oder an Festivals Toiletten zu putzen.

Die wohl absurdeste Aufforderung: Schneckenhäuser anmalen, um die Tiere so sichtbarer zu machen. So skurril die Bedingungen auch sind, über einen Zeitraum von zwei Wochen fielen sie nur einer einzigen Person auf.

Der Firma Purple ging es darum, aufzuzeigen, dass Internet-Nutzer – oft ohne zu prüfen – Bedingungen akzeptieren, die für sie auch unfaire Konsequenzen beinhalten können. Das Unternehmen hat jedoch keine Absicht, den Dienst wirklich einzufordern.

(swe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fabio am 17.07.2017 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    AGB`s

    Wenn ich jedesmal die AGB`s lesen würde dann wäre ich glaub jetzt noch beim Systemupdate IOS 6 oder den AGB`s von meinem IPhone 4.

  • Pitri am 17.07.2017 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    könnte jedem passieren

    das finde ich eine gelungene Aktion, dieser Firma, seien wir doch ehrlich, die meisten lesen die AGB ebenfalls nicht.

  • Wirklicher jurist am 17.07.2017 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht lesen

    Als Jurist empfehle ich die AGB eben genau nicht zu lesen. Werden sie gelesen müssen sie so vollständig hingenommen werden. Werden sie nicht gelesen dh global übernommen gelten sie nur so weit sie branchenüblich sind.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • daniel züger am 18.07.2017 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    ganz ohne agb geht nicht

    wenn man manchmal die agb liest, wie beim onlineshopping, wer hätte damit gerechnet, dass es noch postzusatzkosten gibt, oder deine kopfhörer vom walkman auch noch berappen muss

  • Julius am 18.07.2017 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Transparenz

    Ein seriöser Vertrag ist für mich nur, dann, wenn man auf die wichtigen Punkte darauf hinweist!

  • P-J S. am 18.07.2017 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Halb so wild

    OR > AGB. In den AGB's kann man schreiben was man will, ob dies dann auch rechtlich korrekt ist, sei dahingestellt.

  • Räblus am 18.07.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    git 2 Sitte

    Eine sehr gelungene Aktion, um zu zeigen, das man nicht einfach alles so akzeptieren sollte. Ich verstehe aber auch, dass es mühsam ist, all die AGB's zu lesen; zumal sie immer so lang sind und etwa jede Woche wieder irgendetwas ändert (z.B. Google Nutzungsbedingungen)

  • André am 18.07.2017 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Lesen vs. Verstehen

    Lesen ist nur das eine, sie auch verstehen das andere. Das wiederum fällt auf den Ersteller zurück. Das Juristen-Deutsch der AGB's verstehen auch nur die Juristen und der Ersteller selbst und selbst da bin ich mir nicht ganz sicher. Deshalb fühle ich mich da nicht angesprochen. Aber die Belegschaft vieler Firmen kennen selbst ihre AGB's nicht.