Augmented Reality

31. August 2017 07:45; Akt: 31.08.2017 07:45 Print

Wie Apple und Google unsere Realität verändern

Das Rennen um die besten Augmented-Reality-Apps ist lanciert: Neu setzen die beiden grössten Player, Apple und Google, auf die Technologie.

Google hat diese Woche ARCore vorgestellt: Mit dem Tool können Programmierer Augmented-Reality-Apps entwickeln. Die Reichweite ist riesig: Weltweit läuft Android auf mehr als zwei Milliarden Geräten. (Video: Google)
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Das Mobilegame «Pokémon Go» war im Sommer 2016 für viele der erste Kontakt mit Augmented Reality (AR). Das Handyspiel mischte gekonnt die physische und die virtuelle Welt. Innerhalb von Wochen wurde es zum weltweiten Hit. Doch: Damals steckte AR noch in den Kinderschuhen. Die Technologie hat allerdings gigantisches Potenzial – nicht nur für Games.

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«Augmented Reality wird unseren Alltag prägen, in etwa so wie es heute Smartphones tun. Ich denke, das wird in den nächsten fünf Jahren der Fall sein», sagte Robert Sumner, Assistenzprofessor im Informatikdepartement der ETH schon 2016. Nun treiben sowohl Apple als auch Google die Entwicklung voran. Beide Konzerne haben angekündigt, dass sie 2017 ihren Fokus auf AR setzen.

Keine zusätzliche Hardware

«Damit die künftigen AR-Games und -Apps laufen, brauchen die Nutzer nur ein Android-Handy mit Kamera», erklärt Dave Burke von Google in einem aktuellen Blogeintrag. Zum Start des Projekts laufen die Apps jedoch nur auf den Pixel-Handys von Google und dem Samsung Galaxy S8. Man arbeite derzeit mit Herstellern, um AR auf weitere Smartphones zu bringen. Die Reichweite ist gross: Android läuft zurzeit auf mehr als zwei Milliarden Geräten.

Bei Apple soll AR auf allen Geräten mit dem A9-Chip oder neuer (ab iPhone 6S und SE) laufen. Der Startschuss für das AR-Projekt ist im Sommer gefallen. Mit iOS 11 wird es dann offiziell. Konkret heisst das, dass ab Mitte September auf einen Schlag Millionen von iPhones und iPads die Technologie unterstützen werden.

AR-Apps in petto

Gegenüber Google liegt Apple zurzeit im Vorteil: Das sogenannte ARKit wurde bereits vor Wochen an Entwickler verteilt. Mit iOS 11 werden also schon zahlreiche AR-Anwendungen verfügbar sein. Darunter etwa die App Ikea Place. Damit lässt sich die Wohnung virtuell einrichten.

Google hat die Entwicklungsumgebung ARCore erst diese Woche für Programmierer zugänglich gemacht. Für viele dürfte sie aber dennoch interessant sein, da viel mehr Androidgeräte als iPhones im Umlauf sind. Sicher ist, dass AR über die nächsten Jahre eine prominente Rolle in unserem Alltag einnehmen wird und sogar verändern kann, wie wir mit unseren Handys auf Dauer umgehen.

Nachfolgend eine kleine Auswahl, was Entwickler mit Apples ARKit schon alles erstellt haben.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peppi1 am 31.08.2017 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöne Zukunft

    eine super sache , sie verändern unsere Realität ? Wie lange dauert es dann noch bis uns diese Technologie selbst die einfachsten Fragen beantworten muss? Wissen ist Macht das wussten schon die Alten Griechen. Aber schön zu wissen das wir in Zukunft dank google und Co alles richtig machen . google wird ,wenns so weiter geht irgendwann auch unsere Politiker Weltweit ersetzen.

  • carmen diaz am 31.08.2017 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    und wieder sind wir beim...

    ...selben punkt wie immer bei solchen dingen. technische machbarkeit vs. anwenderakzeptanz. 3D filme? bereits tot. pokemon jagen? bereits tot. das sind alles dinge die man mal kurz ausprobiert und dann legt man sie zur seite. AR langfristig macht durchaus sinn beim virtuellen möbel platzieren im wohnzimmer wenn man im möbelhaus steht oder virtuell kleider anprobieren bei leuten die nicht gerne aus dem haus gehen. ein paar games werden eine zeit lang natürlich auch der renner sein. aber ansonsten wird dies unsere realität nicht verändern. wenige professionelle anwendungen machen sinn...

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  • Fantasie am 31.08.2017 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bilder im Kopf

    Dank zunehmender Virtualisierung im visuellen Bereich verkümmert unsere Vorstellungskraft. Zurück bleibt Leere und das Verlangen nach mehr. Gut für das Portemonnaie der Erschaffer. Tolle Zukunft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Tom am 31.08.2017 22:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht ganz richtig

    Erstens kommt das für Android wohl erst 2018 und läuft dann auf dramatisch viel weniger Geräten als Apples ARKit. Google gehört meiner meinung nach hier nicht so prominent erwähnt.

  • Fantasie am 31.08.2017 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Bilder im Kopf

    Dank zunehmender Virtualisierung im visuellen Bereich verkümmert unsere Vorstellungskraft. Zurück bleibt Leere und das Verlangen nach mehr. Gut für das Portemonnaie der Erschaffer. Tolle Zukunft.

  • M.L. am 31.08.2017 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Immerhin

    um ein lustiges Video zu machen reicht die Technik schon mal aus. Hologramme sind cool, keine Frage, aber im Alltag wird sich das genau so wenig durchsetzen wie das 3D Gedöns. Irgendwann mal vielleicht, aber nicht heute.

  • Peppi1 am 31.08.2017 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schöne Zukunft

    eine super sache , sie verändern unsere Realität ? Wie lange dauert es dann noch bis uns diese Technologie selbst die einfachsten Fragen beantworten muss? Wissen ist Macht das wussten schon die Alten Griechen. Aber schön zu wissen das wir in Zukunft dank google und Co alles richtig machen . google wird ,wenns so weiter geht irgendwann auch unsere Politiker Weltweit ersetzen.

  • Spongebob am 31.08.2017 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder

    Ich erinnere mich noch genau daran wie ich als Kind mit meinen Legosteinen am Boden heroische Schlachten, das städtische Leben oder Rennfahrten gespielt habe und dies zu 70% mit meiner Fantasie, die mir der Büro Job jeden Tag etwas mehr nimmt. Aber ich finde es Schade, das die Kids in der Zukunft, keine Fantasie mehr haben müssen, sondern nur ein VR Gerät.

    • Neob am 31.08.2017 15:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Spongebob

      genau das gleich haben vermutlich ihre Grosseltern mit dem verweis auf eine Stein aus dem Bachbett oder einem Stück Holz aus dem Wald über die Legosteine behauptet.... immer diese "früher war alles besser gequatsche"

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