Augmented Reality

21. September 2017 14:02; Akt: 21.09.2017 14:02 Print

iPhones sehen jetzt, was eigentlich gar nicht da ist

Augmented Reality wird das nächste grosse Ding: Mit iOS 11, Apples mobilem Betriebssystem, erhält die Technologie neuen Schub.

Virtueller Sternenhimmel, Puzzle-Games, Einrichtungs-Tool: Augmented Reality hat viel zu bieten. (Video: Stefan Wehrle)
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Die eigene Wohnung am Handy einrichten oder nachts Sterne am Himmel benennen, obwohl man von Astronomie keine Ahnung hat? Augmented-Reality (AR, siehe Box) macht es möglich.

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Neu ist die Technologie nicht. Erstmals hat «Pokémon Go» im Jahr 2016 die breite Masse erreicht. Mit dem neuen Apple- Betriebssystem iOS 11 erhält AR nun aber neuen Schwung.

Durchbruch für Technologie

Mit dem sogenannten ARKit steht Programmierern neu ein Tool zur Verfügung, um einfacher AR-Apps zu entwickeln. Dieses hat auch Nikolay Kobyshev vom Computer Vision Lab der ETH Zürich zusammen mit seinem Kollegen Sergi Caelles Prat genutzt. Ihre noch nicht erhältliche App zeigt Kunden im Restaurant schon vor der Bestellung das Menü in 3-D auf dem Teller an. Die App ist sozusagen eine AR-Speisekarte.

Das ARKit sieht Kobyshev als Durchbruch. «Apple ist es gelungen, ohne den Einsatz von spezieller Hardware ein verblüffend zuverlässiges AR-System zu schaffen.» Dass AR nun auf iPhones laufe, sei ein wichtiger Schritt, um die Massen zu erreichen.

Entwickler setzen auf AR

Das AR-Erlebnis, das Smartphones zu bieten haben, sei aber eher begrenzt, da man die erweiterte Realität nur auf einem kleinen Bildschirm sehe, sagt Kobyshev. Jedoch sei die Tatsache, dass ab sofort sehr viele Nutzer mit ihrem Telefon ein AR-Gerät in der Hand hielten, für App-Entwickler ansprechend.

«Vor einigen Jahren gab es Google-Glass. Einen nennenswerten Anreiz für Entwickler, dafür Apps zu programmieren, gab es nicht», argumentiert Kobyshev. Jetzt sei klar, dass die Autoren der erfolgreichsten iOS-AR-Apps viel Geld verdienen können.

In AR sieht er grosses Potenzial: «In viele Situationen, in denen wir heute Bilder verwenden, um ein Produkt zu zeigen, wäre ein virtuelles 3-D-Modell sinnvoller.» So könnte man sich vor dem Autokauf das Gefährt schon virtuell in die Garage stellen oder beim Online-Shopping die Kleider direkt anprobieren. «Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Virtual und Augmented Reality zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens werden», sagt er.

Darüber hinaus glaubt er, dass in Zukunft fortschrittlichere Technologien erscheinen werden – und damit die Verwendung eines Handys für AR überholt sind.

Apps zum Ausprobieren – Voraussetzung ist iOS 11 und ein neueres iPhone (ab dem Modell 5S) oder iPad (Pro oder neuer).

ARuler: Ein virtuelles Massband vom Tessiner Patrick Balestra, um selbst komplexe Formen zu vermessen. iOS, kostenlos.

«The Machines»: Das Spiel verwandelt den Tisch oder Boden zum interaktiven Schlachtfeld. Mit Maschinen kann man gegen andere Spieler oder den Computer antreten. iOS, 5 Franken.

Sky Guide AR: Mit der App lassen sich Objekte im All mit der realen Welt überblenden. So werden Sternenbilder, Planeten und auch Satelliten auf dem Display angezeigt. iOS, 3 Franken.

Giphy World: Mit der kostenlosen App der GIF-Plattform lassen sich animierte Bildchen und Sticker ab sofort auch in der realen Welt platzieren. iOS, kostenlos.

Paint Space AR: 3-D-Zeichnen in der Realität, iOS, kostenlos.

«Arise»: Ein cleveres Puzzlegame, bei dem man dem winzigen Held einen Weg durch Ruinen bahnen muss, iOS, 3 Franken.

«Thomas Minis»: Im AR-Spiel entwirft man kleine Modelleisenbahnstrecken, iOS, kostenlos.

Ikea Places: Passt das Sofa in die Stube? Auf diese Frage kann die App Ikea Places eine Antwort liefern. Die Möbel des schwedischen Konzerns werden dabei virtuell, jedoch massstabsgetreu auf dem Display dargestellt. iOS (ab Ende September).

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Skywalker99 am 21.09.2017 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    heureka!

    Hurra, wir haben eine Lösung! ähm, was war das Problem?

  • Mr Reality am 21.09.2017 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Virtuelles Leben?

    Wir verbringen bald die meiste Zeit unseres Lebens an Bildschirmen Handy ,TV , Computer am Arbeitsplatz -- ein virtuelles Leben mit virtuellen Freunden - nur der Tod ist noch Real.

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  • EIn Mann am 21.09.2017 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Das Beispiel mit dem Autokauf. Der Hammer!! !XD Online kann ich schon das 3D Modell im Konfigurator anschauen und vor Ort noch besser....stellt euch vor..ein sogenannter "Autohändler" hat ihn sogar vor Ort in ECHT!!! :D

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M Batovic am 06.10.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sword art online like

    Wie in SAO. Ich finde die heutige Technik erstaunlich.

  • Spottdrossel am 02.10.2017 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Boah wie innovativ!

    Apple erfindet nun das, was Nintendo 3D schon vor Jahren konnte.

  • seppli am 23.09.2017 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    waren schon immer etwas voraus

    war lustig damals, als das iphone erstmals einen kompass drin hatte ( ca. 2009) , und alle hater fragten , für was brauchts denn einen kompass ... loool

  • seppli am 23.09.2017 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    neu ? also bei apple nicht

    die sternen app gibts seit schon seit ca. 10 jahren, genauso wie berge (peaks), flugzeuge (planes)

  • Shorty am 22.09.2017 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja......

    Fakt ist einfach nur eines; hätte Samsung dies auf ein neues Smartphone gepackt, dann wäre dies absolut spektakulär und total innovativ in den Augen der Androidos! Aber weil es Apple ist, ist es natürlich total uninnovativ. Neid ist angesagt!

    • sirso am 22.09.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Shorty

      ich hatte das auf meinem nintendo 3ds, keine ahnung vor 5 jahre?

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