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28. September 2006 11:51; Akt: 28.09.2006 13:04 Print
Videobotschaften: Volkes Stimme für Frau Merkel
Deutsche Bürger haben bald die Chance vor der privaten Kamera Luft abzulassen – mit Videobotschaften an die Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Offenbar hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel eine gewisse Affinität zum Medium Internet: Seit Juni diesen Jahres veröffentlicht sie einmal pro Woche eine eigene Sendung online, ein Podcast (20 Minuten berichtete).
Doch jetzt können die Bürger den Spiess umdrehen: Ab dem 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, dürfen sie sich mit eigenen Video- und Audiobotschaften an die Regierungschefin wenden. Dafür gibt es jetzt eine Internetplattform, genannt Direkt zur Kanzlerin.
Das Prinzip: Der Nutzer erstellt Video- und Audiobeiträge zu einem von zehn vorgegebenen Themen. Wöchentlich werden pro Kategorie fünf Beiträge online gestellt, über die die anderen Nutzer dann abstimmen. Die zehn beliebtesten Botschaften werden schliesslich an die Regierungschefin verschickt.
Entwickelt haben die Plattform Studenten und Absolventen mehrerer deutscher Unis, etwa der Fachhochschule Brandenburg. Sie beschreiben das Projekt als «Beitrag zur Meinungsvielfalt und zur praktizierten Basisdemokratie». Genutzt wird gängige Podcasting-Technologie.
Die Initiative ist mit Angela Merkel nicht abgestimmt. Dennoch wird die Kanzlerin sich mit den eingesandten Beiträgen auseinander setzen, wie der für Merkels Video-Podcasts zuständige Abteilungsleiter im Bundespresseamt, Uwe Spindeldreier, sagt: «Wir begrüssen solche Aktionen.»
























