Websuche

20. Januar 2009 13:35; Akt: 23.07.2009 10:41 Print

So googelt man in Zukunft

von Henning Steier - Schon bald soll man Zitate aus Videos finden und nur jene Quellen durchsuchen können, die wirklich interessant sind. Ausserdem sollen sich Bilder und Videos bequem im Web ablegen lassen. Google arbeitet an zahlreichen Neuerungen. Hier sind die spannendsten.

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Google experimentiert zurzeit mit einer Anwendung namens «Preferred Sites». Mit dieser lassen sich Seiten auswählen, die man bevorzugt durchsuchen möchte. Das ist zum Beispiel für all jene praktisch, die jeden Tag schauen möchten, was über ihr Unternehmen von bestimmten Nachrichtenportalen geschrieben wird. Natürlich kann man auch über Google News zu ähnlichen Ergebnissen kommen. Doch Googles von Rechnern erstelltes Nachrichtenangebot lässt sich nicht derartig anpassen.

Labor im Web

Dieses Tool ist nicht das einzige, an dem der Suchmaschinenanbieter zurzeit arbeitet. Mit den Google Labs unterhält das Unternehmen eine eigene Webseite, auf der sich die Neuerungen vorab testen und bewerten lassen. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass die Programme im Beta-Status, also noch nicht fertig sind. Das heisst, sie müssen noch nicht einwandfrei laufen.

Zu den interessantesten Plänen gehört Audio Indexing, das es ermöglichen soll, Wortbeiträge aus Videos nach Stichwörtern zu durchsuchen. Was hat ein Politiker im CNN-Interview zum Ölpreis gesagt? Ist der Clip im Netz zu finden, werden die für den Nutzer interessanten Stellen farblich markiert, so dass er direkt zu ihnen springen kann. Wer Politikeraussagen zu bestimmten Themen vergleichen möchte, kann In Quotes ausprobieren. Das Tool stellt Zitate in Sekundenschnelle gegenüber - nicht nur zu Wahlkampfzeiten praktisch.

Ein Nutzer des MacRumors-Forums meint überdies eine Neuerung in Google Picasa ausgemacht zu haben, womit sich Bilder bearbeiten und verwalten lassen. Wie majorp schreibt, hat er eine Schaltfläche namens Google Web Drive entdeckt. Diese könnte darauf hinweisen, dass der Suchmaschinenanbieter eine virtuelle Festplatte im Web plant, auf der sich mit einem Klick Dateien ablegen lassen. Bislang bietet Google einen derartigen Service im Unterschied zu Microsoft nicht an. Wer eine Windows Live ID hat, kann bis zu 25 Gigabyte im Internet ablegen.

Selbst Google scheitert manchmal

Weitere spannende Pläne Googles haben wir für Sie in der obigen Bildstrecke zusammengestellt. Allerdings werden wohl nicht alle jemals als finale Versionen erhältlich sein, wie Google selbst auf seiner Webseite schreibt. Und sogar jene Tools, die es bis zur Reife schaffen, könnten sich im Nachhinein als Flops erweisen. Aktuelle Beispiele sind die Google Catalog Search, mit der man Produktprospekte durchsuchen konnte sowie der Twitter-Klon Jaiku. Auch Google Notebook fand keine Gnade bei den Anwendern. Damit lassen sich Notizen anlegen und mit dem Google-Account verknüpfen. Wie Produktmanager Michael Cohen kürzlich bekanntgab, werde man sich nur noch auf Anwendungen zu konzentrieren, die einen Sinn für die Nutzer haben.