17. April 2008 12:56; Akt: 18.04.2008 01:29 Print

Tierquälerei im Namen der Kunst

Ein «Künstler» liess 2007 vor den Augen der Besucher einen Strassenhund verhungern. Nun will er die Aktion wiederholen. Tierschützer sind empört.

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Die schrecklichen Szenen spielten sich auf der Kunstmesse «Bienal Centroamericana de Arte» in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas, ab. Hinter der Aktion steht der heimische Künstler Guillermo Vargas, der den Beinamen «Habacus» trägt. Er soll Strassenkinder beauftragt haben, einen Hund einzufangen. Dieser wurde dann in der städtischen Galerie angekettet. Ausstellungsbesucher sollen aufgefordert worden sein, den Hund weder mit Wasser noch mit Essen zu versorgen.

Im Internet tauchten zahlreiche Bilder der umstrittenen Aktion auf. Vargas beabsichtigte damit auf die Hungersnot der Strassenkinder Zentralamerikas aufmerksam zu machen. Auf der diesjährigen Messe soll das Ganze wiederholt werden. Dagegen mehrt sich der Widerstand. Tierschützer fordern im Internet dazu auf, eine Online-Petition zu unterzeichnen, damit Vargas in seinem Unterfangen gestoppt werden kann. Über zwei Millionen Personen haben bisher die Petition unterschrieben.

Ob der Hund 2007 tatsächlich verhungern musste, wird allerdings von verschiedenen Seiten bezweifelt. Es wäre also möglich, dass der Künstler mit seiner makabren Aktion lediglich für Rummel sorgen wollte.

(mbu)