
Bei «Kindergarten-Killer» ist der Name Programm. Es geht darum, die gesamte Schülerschaft eines Kindergartens so schnell wie möglich über den Haufen zu schiessen. Damit die blutige Mission erfolgreich erfüllt werden kann, steht dem Spieler eine Pump-Action Flinte zur Verfügung. Die lustigen kleinen Opfer sinken im Sekundentakt in ihrem Blut darnieder. Der virtuelle Amoklauf ist klischeegerecht mit einem Speed-Metal-Song unterlegt.
Der Abwart dreht durch
Blick.ch bezieht das Spiel vom Online-Game-Anbieter supergames.ch. Dort wird «Kindergarten-Killer» mit den folgenden Worten angepriesen: «Als Abwart eines Kindergartens drehst du durch und musst versuchen, alle Kinder, den Leiter des Kindergartens (Arnold Schwarzenegger) und danach die herbeigerufenen Polizeibeamten zu erschiessen.» Auch die Online-Game-Plattform playit.ch hat das Massaker-Game im Angebot. Sie beschreiben das Game wie folgt: «Es gibt kein Halten mehr! Die Gören haben es geschafft und dich zum rasenden Amokläufer gemacht. Du greifst zur Schrotflinte und schiesst die Rotznasen samt Kindergärtner über den Haufen. Die Bullen sind nur noch willkommene Zugabe – hasta la vista, Baby!».
Blick-Online reagiert prompt und nimmt Abstand
Auf die Frage von 20minuten.ch, was das Spiel auf blick.ch zu suchen hat, antwortet der verantwortliche Redakteur: «Die Spiele wurden stichprobenweise geprüft und für gut befunden. Leider hat es mit dem von Ihnen erwähnten Game nun auch eines darunter, das wir klar ablehnen. Deshalb haben wir das Angebot vom Netz genommen.» Als präventive Massnahme wurden sämtliche Spiele von supergames.ch entfernt: «Ob und wann wir Supergames bei Blick Online wieder aufschalten, ist noch offen.»
(mbu)
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