Nokia versus Sony Ericsson

09. Oktober 2011 10:01; Akt: 08.07.2012 15:38 Print

Duell der Smartphone-Schönheiten

von Oliver Wietlisbach - Sie wollen ein sexy Angeber-Handy, aber kein iPhone, das schon alle haben? Im Beauty-Contest tritt das neue Nokia N9 gegen Sony Ericssons Xperia arc S an. Wer hat mehr Style?

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Das Nokia N9 (rechts) ist etwa gleich gross wie das iPhone 4. Das Xperia arc S ist ebenso flach, aber rund fünf Millimeter länger. Das Gehäuse des N9 wurde aus einem einzigen Block Polykarbonat gefräst. In Schwarz sieht das ziemlich edel aus. Warum Sony Ericsson sein Design-Handy auf den Namen arc (Bogen) getauft hat, dürfte auf diesem Bild ersichtlich werden. Die geschwungene Rückseite des arc S ist todschick, einzig über das Plastik-Gehäuse kann man geteilter Meinung sein. Das Premium-Gerät von Nokia für Individualisten gibt es ohne Abo ab rund 650 Franken. Das Xperia arc S ist technisch mindestens so stark und mit rund 440 Franken wesentlich preiswerter. Das 16-GB-Modell gibt es in Schwarz, Magenta oder Cyan. Die 64-GB-Luxusversion ist nur in Schwarz erhältlich. Das neue Flaggschiff von Sony Ericsson gibt es in Weiss, Silber, Schwarz und Blau. Die technischen Daten vom N9: 3,9-Zoll-Display, 1 GHz-Prozessor ... ... und eine 8-Megapixel-Kamera mit Carl Zeiss Autofokus-Sensor, einer Weitwinkellinse und HD-Videoaufnahmen. Solide, aber für das Geld gibt es schnellere Handys. Das Xperia arc S lässt sich nicht lumpen mit einem grossen 4,2-Zoll-Display, einem 1,4 GHz-Prozessor ... und einer für Handys guten 8-Megapixel-Kamera. Das N9 ist das erste Nokia-Smartphone mit dem neuen Betriebssystem MeeGo. Apps werden ähnlich wie bei Android oder iOS dargestellt. In einer Nachrichtenzentrale (links) sind neue Anrufe, E-Mails oder Facebook-Meldungen auf einen Blick ersichtlich. E-Mail-Konten lassen sich mit MeeGo ebenso einfach einrichten wie bei iOS, Android oder Windows Phone. Ein Bild mit der Nokia-Kamera ... ... und das gleiche Motiv mit dem arc S geknipst. Die Nokia-Kamera in Aktion ... und zum Vergleich das selbe Sujet mit dem arc S fotografiert. Das Nokia N9 erschien am 7. Oktober 2011 in der Schweiz. Das Sony Ericsson Xperia arc S ist ebenfalls neu im Handel.

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Mit dem Nokia N9 und dem Sony Ericsson Xperia arc S duellieren sich zwei brandneue Smartphones um den Titel schönstes Handy im Land. Nokias Designer-Gadget ist seit Freitag in den Shops und diesmal wollen die Finnen alles besser machen. Schlichte Ästhetik ersetzt das Allerwelts-Design der letzten Jahre und das veraltete Symbian-Betriebssystem musste dem neuen MeeGo weichen. Böse Zungen könnten behaupten, beide Ideen seien von einer gewissen iFirma abgekupfert - aber das muss ja nichts Schlechtes verheissen.

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Herausgefordert wird Nokias neuster Wurf vom Xperia arc S, dem neuen Android-Flaggschiff von Sony Ericsson, das ebenfalls in diesen Tagen die Regale der Schweizer Fachmärkte erobert hat.

Das N9: Aus einem Guss

Das kleine Schwarze von Nokia liegt mit seinen leicht abgerundeten Kanten auffallend geschmeidig in der Hand. Schlicht und edel sind wohl die treffendsten Attribute, müsste man das N9 beschreiben - oder einem Design-Freak schmackhaft machen.

Das Gehäuse wird aus einem einzigen Block Polykarbonat - weit weniger cool, aber auch richtig wäre Plastik - gefräst. Viel wichtiger ist: Nokia verzichtet auf jeden Firlefanz am Gehäuse, wie die Freunde geradliniger Formen mit Wohlwollen feststellen werden. Ist man nicht per Zufall Apple-Jünger oder Android-Fanboy, muss man zugeben: Das Teil hat Style.

Nicht ganz zum edlen Äusseren wollen die Plastik-Knöpfe auf der Seite passen, die im Vergleich zum Metall-Chassis des iPhone 4 billig wirken. Pluspunkte sammelt der neuste Streich von Nokia indes mit dem Display. Obwohl das N9 Apples iPhone 4 nur um wenige Millimeter in der Länge überragt, ist der leicht gewölbte 3,9-Zoll-Touchscreen deutlich grösser. HTC-Anhänger, die bereits auf das neue HTC-Sensation-XL mit dem 4,7-Zoll-Display schielen, werden darüber lachen. Daher zur Erinnerung: Es geht hier um den Style.

Nokia killt den Home-Button

Ebenfalls zu gefallen weiss das neue Betriebssystem MeeGo im Kurztest. In Anlehnung an Microsofts Windows Phone lässt sich bei MeeGo nicht nur horizontal, sondern auch vertikal scrollen. Erstmals erfolgt die Menüführung gänzlich ohne Tasten. Die fehlenden Home- und Zurück-Button sind nur im ersten Moment gewöhnungsbedürftig, nach wenigen Minuten hat man den Dreh raus. Apps lassen sich beispielsweise simpel aus dem Display wischen, um zum Homescreen zurückzukehren.

MeeGo stellt die Smartphone Welt nicht auf den Kopf, sieht aber chic aus und ist genauso intuitiv zu bedienen wie Apples iOS. Wer Android, iOS oder Windows Phone nutzt, wird auch mit MeeGo rasch klarkommen. Das N9 hat drei Hauptscreens, die man per Wischbewegung wechseln kann. Auf dem ersten Screen sind die Apps aufgeführt, der zweite Bildschirm zeigt kleine Vorschaufenster für alle geöffneten Programme und ermöglich so schnelles Multitasking. Auf dem dritten Screen werden alle News zusammengefasst. Der Anwender wird in dieser Nachrichtenzentrale über neue Anrufe, Mails oder Facebook-Nachrichten informiert.

Apropos Facebook: Häufig genutzte Kommunikations-Apps wie Facebook, Twitter und Skype sind bereits vorinstalliert. Zahlreiche andere Apps für Android und iOS sucht man in Nokias App-Store indes vergebens.

Ein Handy für Individualisten

Das N9 mit MeeGo ist ein Nischenprodukt für Nokia-Liebhaber und alle anderen, die das Spezielle suchen. Bereits jetzt steht fest, dass sich die Finnen künftig auf ihre neuen Geräte mit Windows Phone konzentrieren wollen. Das MeeGo-Mobiltelefon kann daher als Versuch gesehen werden, Anwender zu erreichen, die Null Bock auf Microsoft, Apple oder Google haben.

Das Nokia N9 ist ab sofort in zwei Varianten verfügbar: Das 16-GB-Modell in Schwarz, Magenta oder Cyan gibt es zum unverbindlichen Richtpreis von 748 Franken. Die 64-GB-Version für 848 Franken ist nur in Schwarz erhältlich. Im Handel ist die kleinere Version allerdings für rund 650 Franken zu haben.

Sony Ericsson hat den Bogen raus

Schon seit Anfang Jahr zählt das Sony Ericsson Xperia arc zu den elegantesten Smartphones. Es ist äusserst dünn, federleicht und die namensgebende Bogenform macht es optisch einzigartig. Nicht erstaunlich also, hat Sony Ericsson beim Nachfolger arc S das Design beibehalten. Geblieben ist auch der 4,2 Zoll grosse Touchscreen mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixel. Eine Stärke des Xperia arc S ist die für Handys ausgezeichnete 8,1-Megapixel-Kamera, die neben HD-Videoaufnahmen auch 3D-Panoramafotos ermöglicht.

Um das Gewicht tief zu halten – das arc S ist trotz grossem Display merklich leichter als das kleinere iPhone 4 - kommt wiederum ausschliesslich Plastik zum Einsatz (Pardon Sony Ericsson, Polymer natürlich). Dies kann den ansonsten hochwertigen Eindruck, je nach Auge des Betrachters, durchaus trüben.

Mehr Leistung unter der Haube

Unter der Haube hat Sony Ericsson seinem besten Pferd im Stall zusätzliche Power spendiert. Der 1,4 GHz-Prozessor soll gegenüber dem Vorgänger bis zu 25 Prozent schneller sein. Damit gehört das arc S zusammen mit dem Samsung Galaxy S2 zu den schnellsten derzeit erhältlichen Handys.

Bemerkbar macht sich die zusätzliche Leistung etwa beim Starten der Kamera, die nun fast ohne Verzögerung einsatzbereit ist. Allgemein starten die Apps nun noch einen Zacken schneller als beim alten arc, das bereits zu den schnellsten Handys gehört.

Das arc S kommt mit Android 2.3.4 und der Timescape-Oberfläche, die neuste Anrufe, E-Mails oder Facebook-Nachrichten mit dem Bild des Kontakts direkt auf dem Homescreen anzeigt. Es ist ohne Abo inklusive 8-GB-Speicherkarte für rund 440 Franken in Weiss, Silber, Schwarz und Blau erhältlich.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 09.10.2011 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Präferenzen

    Galaxy SII > Xperia > IPhone 4 > N9 (Rein auf das Aussehen bezogen)

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  • dima am 08.10.2011 23:40 Report Diesen Beitrag melden

    Leider kein android

    Da mein abo erst in einem jahr abläuft mach ich mir wenig gedanken darüber. Allerdings gönn ich nokia einen aufschwung, da sie sich im gegensatz zu apple, samsung etc. auch um die umwelt kümmern. Schade dass sie nicht auf android setzten.. momentan würde ich trozdem ein schönes android kaufen, rooten und oxygen mod draufladen.

  • mitch am 10.10.2011 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    lifestyle

    wenn man kein iphone hat, hat man kein iphone.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ruedi müller am 19.10.2011 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    nokia n9

    wan kommt ein app von 20minuten für das n9

    • Laborant am 19.10.2011 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Wozu...?

      Wenn die App so rauskommt, wie das Symbian^3 Dings, ist die mobile Webseite deutlich besser. mobile.20min.ch -> Oben rechts im Browser "Zu Programmen hinzufügen" und schon öffnet sich 20min im Browser wie eine App. Nur Schneller.

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  • Ana Gaar am 14.10.2011 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    frage :)

    weis jemand wann das sony ericsson xperia arc s bei swisscom erhältlich sein wird? Würde mich über eine Antwort freuen. :)

  • Venty am 13.10.2011 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Hardware Tastatur fehlt, sonst prima

    Dem Nokia N9 fehlt eigentlich nur noch die Hardware-Tastatur. Dann waers definitiv der Nachfolger des "Bestesten Smartphones Aller Zeiten", dem Nokia N900. Wer so eins (N900) hat, gibts nicht mehr her.

  • reto stierli am 13.10.2011 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    N9 kein I-Status aber sehr gutes Gerät

    habe das N9 seit 2 Tagen. Im Vergleich zu zuvor genutzten I-Phone (4) und Samsung (Galaxy): Telefonie: N9 Platz 1 - ungeschlagen viel, viel besser, Bedienung/Oberfläche: klar und flüssig, Apps's: geringes Angebot im Vergleich - aber für meine Nutzung vollkommen OK (Android App's nutzbar). Bin kein Gamer. Navi: Ungeschlagen und kostenfrei. Nokia hat ein hervorragendes professionelles Smartphone an den Start gebracht, welches ohne den I- oder Samsung Statusfaktor ausgezeichnet funktioniert. Besonders wichtig: Daten können lokal anderen Geräten abgleichen werden. Keine I-Tunes Spinonage.

  • Emre Akillioglu am 13.10.2011 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Unprofessionell

    Ich finde es ist sehr unprofessionell gemacht, zum Beispiel bei den Bildern mit der Paprika, könnte man wenigstens versuchen die Bilder aus dem gleichen Winkel zu machen.

    • Venty am 13.10.2011 13:15 Report Diesen Beitrag melden

      Definition von Multitasking

      Vorallem die Definition von "Multitasking" find ich in dem Artikel ja klasse. Multitasking bedeutet, dass mehrere Programme (quasi) gleichzeitig ausgefuehrt werden, und nicht das hin- und herwechseln zwischen diesen.

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