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04. Februar 2010 09:40; Akt: 04.02.2010 10:12 Print
Piraten in der Überzahl
Über BitTorrent lassen sich schnell und leicht grosse Dateien austauschen. Nur ein Prozent davon waren nicht urheberrechtlich geschützt, wie eine Stichprobe von Forschern ergab.

BitTorent: Piraten in der Überzahl.
Sauhard Sahi, Student an der US-Universität Princeton, hat 1021 über BitTorrent zu findende Dateien untersucht. Dabei beschränkte er sich auf die trackerlose (DHT-)Version des Protokolls. Das Ergebnis: Nur ein Prozent der gefundenen Inhalte waren nicht urheberrechtlich geschützt. Wie sein Professor Ed Felten im Blog der Hochschule schreibt, wurde die Zahl der Downloads nicht berücksichtigt. Es sei in dem Forschungsprojekt nur darum gegangen, herauszufinden, ob welche Dateien verfügbar seien. «Das Ergebnis ist nicht nur deswegen mit Vorsicht zu interpretieren, sondern auch weil wir eine Zufallsstichprobe genommen haben und daher legale Inhalte unterrepräsentiert sein könnten», schrieb Felton, «trotzdem wird deutlich, dass die meisten über BitTorrent angebotenen Inhalte Urheberrechte verletzten dürften.»
Die von Sahi untersuchten Dateien liessen sich wie folgt klassifizieren:
Filme und Serien: 46 Prozent
Spiele und Software: 14 Prozent
Pornographie: 14 Prozent
Musik: 10 Prozent
Bücher: 1 Prozent
Bilder: 1 Prozent
Sonstige: 14 Prozent
Weil Nutzer über BitTorrent Dateien downloaden, gleichzeitig aber auch Teile davon wieder hochladen, macht man sich hierzulande strafbar, wenn man geschützte Inhalte verbreitet. Der reine Download ist hingegen in der Schweiz bislang nicht kriminalisiert worden. Daher hat sich laut dem Branchenverband IFPI der Umsatz der Musikindustrie schweizweit im Zeitraum 2001 bis 2008 mit zuletzt 163 Millionen Franken fast halbiert.
Die besten Webseiten, auf denen Plattenfirmen und Künstler Musik gratis und legal zum Download bereit stellen, sind der obigen Bilderstrecke zusammengestellt.
(hst)


























