Test

31. Oktober 2008 15:45; Akt: 31.10.2008 17:02 Print

Tastatur statt Kugelschreiber

von Henning Steier - Mit Scanahand 2.0 können Sie Ihrem Computer eine eigene Handschrift verpassen - im wahrsten Sinne des Wortes. 20 Minuten Online hat das Programm ausprobiert.

Bildstrecke im Grossformat »

Fehler gesehen?

Statt mit der Hand schreibt heutzutage fast jeder persönliche Texte mit dem PC. Die Software Scanahand 2.0 des niederländischen Unternehmens High-Logic will das Beste beider Welten kombinieren. In drei Schritten soll man seine Handschrift auf den Rechner übertragen können. Sie soll dann in allen Programmen zur Verfügung stehen.

Schnell und übersichtlich

Das Programm startet schnell und überzeugt mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche. Wir drucken die Vorlage aus und tragen die Buchstaben in unserer Handschrift ein, beschränken uns dabei auf Versalien. Auch das Feld, in das man seine Unterschrift eintragen kann, lassen wir frei. Wichtig ist, dass man sich Mühe gibt und die Lettern beispielsweise nicht zu weit oben einträgt. Ansonsten könnten das Programm sie vielleicht nicht erkennen.

Scanner benötigt

Anschliessend lesen wir das Formular ein. Das geht praktischerweise über den Scan-Button im Programm. Man könnte aber auch eine Datei hochladen, die an einem anderen Rechner erstellt wurde.

Im dritten Schritt drückt man auf Generate, um die neue Schrift, der wir den Namen 20 Minuten geben, zu erzeugen. Binnen fünf Sekunden ist das Programm damit fertig und präsentiert einen Beispieltext. Leider müssen wir erkennen, dass wir das Formular noch einmal ausfüllen sollten, denn die Buchstaben tanzen noch gehörig aus der Reihe.

Noch mal von vorn

Im zweiten Versuch sieht alles viel besser aus. Ist man zufrieden, kann man die so genannte Truetype-Datei mit einem Mausklick ins Windows-Fonts-Verzeichnis übernehmen. Jetzt kann man sie beispielsweise mit Word oder Excel nutzen.

In der ersten Version von Scanahand konnte man keine Umlaute und Sonderzeichen anlegen, was dem Programm zurecht viel negative Kritik einbrachte. Glücklicherweise haben die Entwickler dieses Manko beseitigt.

Ausserdem neu in Version 2.0 ist ein Template-Editor, mit dem man eigene Scan-Vorlagen erstellen kann. Um daraus Schriften zu erstellen, braucht man allerdings die etwas teurere Premium-Variante von Scanahand 2.0. Dieses Feature sollte in der nächsten Version unbedingt standardmässig enthalten sein.

Schriften für Macs

Die Premium-Edition derWindows-Software ist über die Homepage des Herstellers für rund 90 Franken erhältich, die günstige Version kostet etwa 60. Die erzeugten Schriften lassen sich auch auf Apple-Rechnern verwenden. High-Logic bietet ausserdem eine Testversion zum Download an. In dieser stehen allerdings nicht alle Funktionen zur Verfügung.