22. November 2007 11:40; Akt: 22.11.2007 12:42 Print

Imagekorrektur im WebImagekorrektur im Web

Personalverantwortliche googeln gerne die Namen von Bewerbern. Da können kompromittierende Einträge zum Karriereknick führen. Eine Reihe von Firmen hilft weiter und schönt gegen Bezahlung die Suchergebnisse.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

In Online-Communitys, Chats, Foren und auf privaten Websites gibt manch einer Dinge preis, die später zum Stolperstein werden könnten. Personalchefs prüfen gerne, ob die Angaben der Bewerber im Lebenslauf mit den Einträgen im Internet übereinstimmen. Dabei besteht die Gefahr, dass auch Einträge auftauchen, die nicht für die Augen des künftigen Arbeitgebers bestimmt waren. Lustige Fotos von wilden Feiern, gehässige Kommentare in Diskussionsforen oder Einträge im Sadomaso-Chat können unter Umständen ein schlechtes Licht auf die Bewerber werfen.

Die Schönfärber vom Dienst
Firmen wie Reputation Defender, Claim-ID, Naymz oder International Reputation Management haben das Problem erkannt und helfen dabei, die Suchergebnisse zu schönen. So kauft zum Beispiel Naymz bei Google eine «Sponsored Link». Damit kann der Inhalt des ersten Resultates, dass von Google angezeigt wird, bestimmt werden. Dagegen versucht Reputation Defender die Suchmaschinen zu überlisten: Peinliche Einträge werden heruntergespielt und schmeichelnde in den Vordergrund gerückt. Das aufwendige Verfahren hat aber seinen Preis. Und eine Garantie, dass imageschädigende Daten ganz aus dem Internet verschwinden, kann nicht gegeben werden.

Das Internet vergisst nie
Im Cache der Suchmaschinen, dem Zwischenspeicher, sind Einträge noch Wochen oder gar Monate sichtbar, obwohl sie gelöscht wurden. Und über die so genannte «Wayback Machine», einem riesigen Gratis-Archiv mit Kopien unzähliger Webseiten, findet man auch nach Jahren noch Daten, die man eigentlich gelöscht hat.

Manuel Bühlmann, 20minuten.ch