Schweden

30. April 2009 13:51; Akt: 30.04.2009 14:36 Print

Provider fördern illegale DownloadsProvider fördern illegale Downloads

Schwedische Provider können per Gesetz gezwungen werden, Urheberrechts-Inhabern Kundendaten auszuliefern. Um sich dagegen zu wehren, löschen die Provider nun die IP-Adressen - und machen es Downloadpiraten leicht.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Seit in Schweden Urheberrechts-Inhabern ermöglicht wird, die Kundendaten von Providern mit richterlichem Beschluss auszuforschen, ist der Web-Traffic um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Die Betreiber befürchten, dass es dadurch langfristig zu einer sinkenden Nachfrage von Hochgeschwindigkeits-Leitungen kommen werde. Um den Traffic wieder anzukurbeln, haben schwedische Internet-Provider nun erklärt, die Daten zu löschen: «Es ist ein starker Wunsch unserer Kunden, also haben wir uns entschieden, die Infos zu den IP-Adressen unserer Kunden nicht mehr zu speichern», erklärte Niclas Palmstierna, Chef des schwedischen Providers Tele2 gegenüber Cnet.

Nur mit Hilfe der gelöschten Daten lässt sich die IP-Adresse einer Person zuordnen. Urheberrechts-Organisationen haben bis jetzt auf Grund dieser Daten Download-Piraten vor Gericht gezogen. Über den Entscheid der Provider sind sie dementsprechend verärgert. Illegalen Downloadern sind so Tür und Tor geöffnet.

(mbu)