«Operation Blitzkrieg»

03. Mai 2011 15:37; Akt: 03.05.2011 18:11 Print

Anonymous schiesst Neonazi-Seiten ab

Das Hacker-Kollektiv Anonymous legt seit Sonntag mehrere Neonazi-Seiten lahm. Über Twitter berichten die Netz-Aktivisten über den Verlauf der «Operation Blitzkrieg».

Nach Hasspredigern und Sony geraten Neonazis ins Visier anonymer Hacker.
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Netz-Aktivisten rufen seit Sonntag zu Attacken gegen Neonazi-Seiten im Internet auf. Auf anonnews.org heisst es, dass man der Verbreitung von Hass, Rassismus und Antisemitismus nicht mehr länger zusehen wolle. Die unter dem Label Anonymous agierenden Aktivisten stammen gemäss eigenen Angaben aus dem deutschsprachigen Raum.

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Mit so genannten Distributed Denial-of-Service-(DDoS)-Attacken sollen rechtsextreme Seiten in die Knie gezwungen werden. Bei DDoS-Angriffen wird durch eine grosse Anzahl von Anfragen eine Serverüberlastungen hervorgerufen, bis die Webseite nicht mehr zu erreichen ist.

«Unzählige Neonazi-Websites offline»

«In der Tat sind momentan unzählige Neonazi-Websites nicht zu erreichen», schreibt die Website endstation-rechts.de, die das Verhalten rechtsextremer Gruppen im Internet beobachtet. So ist der Webhoster logr.org, auf dem Dutzende von Neonazi-Gruppierungen ihr virtuelles Zuhause haben sollen, derzeit nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Als weiteres Ziel haben sich die Anonymous-Aktivisten alpen-donau.net vorgenommen. Laut endstation-rechts.de sorgte die Seite in den letzten Tagen für Wirbel, da der österreichische Neonazi Gottfried Küssel als Hintermann der antisemitischen Website gilt.

Über den Fortschritt der Aktion Blitzkrieg wird auch auf Twitter berichtet. «Alpen-donau.net ist Geschichte, wie schade», twittert ein Anonymus-Aktivist. Offenbar sind weitere Angriffe gegen Neonazi-Seiten geplant: «Helft mit, Nazis den Raum zu nehmen!», twittert ein Internet-Aktivist.

(owi)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick Meyer am 03.05.2011 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder on

    Alle Seiten sind wieder online. Das hat überhaupt nichts mit Anonymous zu tun.

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  • Alan lana am 04.05.2011 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Fett!

    Da die verschiedenen Staaten oder Länder nennt es wie ihr wollt, nichts dagegen tun find ich es das absolut genialste was sie da treiben. Wüsste ich wie, würde ich das selbe tun...

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  • Tobi am 03.05.2011 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    geht's noch?

    Nazi-Ideologie ist keine zu respektierende politische Seite, sondern nur verachtenswert. Daher ist die Aktion von Anonymous absolut zu begrüssen. 6 Millionen Juden und viele weitere Opfer während des zweiten Weltkrieges sind durchaus genug um Partei gegen Neonazis zu ergreifen. Sorry, aber echt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • dankeschön am 25.07.2011 23:38 Report Diesen Beitrag melden

    tatsache...

    ...ist doch, wenn man einer gruppierung aufmerksamkeit schenkt, egal ob positiv oder negativ, wird diese immer stärker in ihrer meinung. was glaubt ihr, wie viele nazi demos noch stattfinden würden, wenn keiner dagegen demonstriert und keiner davon notiz nimmt. wär doch ein lustiges bild, wenn die typen mit ihren fahnen und bannern, ganz alleine rumstehen. sowas ähnliches hat auch schon mao gesagt.

  • Kevin am 11.05.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann es nicht mehr hören

    Ich kann es nicht mehr hören, wie die Medien den Begriff Hacker missbrauchen. Was bitte hat sowas mit Hacken zu tun? Jeder halbwegs fähige Computer-Anwender könnte solche Tools bedienen und bestehende Bot-Nets nutzen. Von den richtigen Hackern hört man nie etwas, weil ihre Aktionen entweder unentdeckt bleiben oder sogar der Sicherheit dienen.

    • Xnonymouz am 04.03.2012 19:31 Report Diesen Beitrag melden

      Du hast recht!

      Da hast du absolut recht. DDoS-Attacken fallen nicht in den Bereich von Hacker-Attacken! Allerdings sollte dass nicht abwertend gemeint sein: Nur, weil du fast nichts von Hacken (also nicht du sondern du im Sinne von "man" verstehst, heißt dass nicht, dass du (man ;)) keine Gefahr für die Korrupten sein kannst! Zudem werden auch die Aktionen der "echten" Hacker in den Medien erwähnt. PS: Leute, die dem Staat helfen, mittels irgendwelcher Billigtrojaner (*huuust Peter Kleißner) sein Volk auszuspionieren heißen nicht Hacker, sondern Hässlons ;) MfG Xnonymouz (IRC)

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  • Lars am 10.05.2011 11:19 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr mehr & mehr!

    Haha, hier befürwortet man die Attacken auf Rechtsradikale Seiten. Aber wenn Anonymous den Sony-Server oder eine andere grosse Plattform angreift, wird gerichtet. Anonymous hat absolut recht, weiter so! Nicht nur gegen Radikale sondern auch bei Internationalen Grössen wie: Sony, BP, Tepco, Nestle usw. Die Sich einige Firmenphilosophien lieber noch einmal durchlesen sollten. Anonymous 4 all!

    • A. von Nonymous am 11.05.2011 03:37 Report Diesen Beitrag melden

      Anon - World's best direct democratie

      Ich stimme ihnen zwar zu, muss ihnen jedoch wiedersprechen was es den Sony-Angriff angeht. (Mindestens ein Teil von) Anonymous sagt, das sie nicht beteiligt sind, also kann man nicht sagen das Sie es sind (maximal eine Splittergruppe), wer etwas anders sagt hat nicht verstanden was Anonymous ist. (Und viele verstehen es nicht, das sie scheinbar geistig nicht in der Lage sind, sich richtig zu informieren (Kleine Info: Film "V wie Vendetta" schauen, gibt Aufschlüsse). Ansonsten: Go Anonymous! Jeder der will kan teinehmen und Sachen angehen, die unsere gekauften Lobby-Politiker nicht tun!

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  • kaj001 am 08.05.2011 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zivil-Courage hat einen Namen - Anon

    Es geht nicht darum Politik zu machen, sonderndarum den Dreck wegzuraeumen, die Hinterlassenschaften der Geschichte, des verantwortungslosen Liberalismus und der politischen Propaganda. Diese Initiative ist Zeichen einer Zivili-Courage, die wir schmerzlich vermissten und welche nicht durch Gesetze und politische Verantwortungstraeger ersetzt werden kann. Es geht nicht gegen "Rechts", sondern gegen die Verbreitung von Hass; es geht nicht gegen eine vernueftige Diskussion um Immigration und Integration oder auch das Scheitern dieser Bestrebungen, sondern gegen Gewalt und Angst. Expect Us!

  • Thomas Enderlin am 06.05.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Antwort auf viele Kommentare

    Was gibt es für einen Grund sich auch gegen die Linksextremen zu richten, wie viele von euch es fordern? Die "Linksextremen" schaden niemandem, hingegen die Rechtsextremen schon. Linksextrem ist für die Menschlichkeit, was soll es also für einen Grund geben etwas dagegen zu unternehmen?

    • Patrick Fischer am 07.05.2011 15:57 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz einverstanden.

      Obwohl ich die Grundsätze von Linksextremen für unterstützenswert halte, bin vehement gegen ihr Vorgehen. Polizisten verkloppen und Tankstellen kurz und klein schlagen ist moralisch verwerflich, ganz gleich welche Ideologie dahinter steck.

    • kaj001 am 08.05.2011 14:55 Report Diesen Beitrag melden

      Extrem ist immer schlecht...

      Linker Extremismus hat seit den 50er Jahren mehr Opfer gefordert als rechter Extremismus - er verbreitet nur nicht so viel Angst. Aber verfolgt man die Diskussion um "Operation Blitzkrieg" geht es nicht gegen "Rechts", sondern gegen die "Wahl der Waffen". Es ist offensichtlich, dass Rechts-Radikale, die sich dem Nationalsozialismus unterstellen, keine Ahnung haben was genau das bedeutet, sie verstehen darunter ein Set von politischen Waffen. Und damit sollte Schluss sein. (Genauso, wie Links-Radikale wohl nicht wirklich verstehen, was Kommunismus in der Realitaet bedeutet...)

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