Von Facebook angeheuert

27. Juni 2011 09:09; Akt: 27.06.2011 10:18 Print

Berühmter iPhone-Hacker geht fremd

George Hotz hat sich als Jailbreaker einen Namen gemacht und wurde zuletzt von Sony verklagt. Jetzt ist der hochbegabte junge Mann anscheinend von Mark Zuckerberg engagiert worden.

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Da protestierte George Hotz auf YouTube gegen Sony. Jetzt soll er an einer Facebook-App fürs iPad arbeiten.

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Eben noch rappte er voller Wut gegen Sony. Jetzt arbeitet George Hotz alias Geohot für Facebook, wie «techunwrapped» publik gemacht hat. Was der 23-jährige IT-Freak dort genau macht, ist nicht bekannt. Er hat die jüngsten Meldungen über seine berufliche Tätigkeit bislang nicht bestätigt.

Die Vermutung liegt nahe, dass er Facebook bei der Entwicklung einer iPad-App hilft. Das mit annähernd 750 Millionen Mitgliedern grösste soziale Netzwerk der Welt hat kürzlich bestätigt, dass seine Entwickler an einer solchen App arbeiten. Vielleicht arbeitet Hotz aber auch an Facebooks Musik-Streaming-Dienst, der als «Project Spartan» für Spekulationen im Netz sorgt.

Jailbreak-Entwickler

Mit dem Engagement von Geohot ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf jeden Fall nicht nur ein schöner PR-Coup gelungen. Er hat auch einen unglaublich talentierten Programmierer an Bord geholt. Hotz gelang es schon als Teenager, das iPhone zu knacken. In der Folge hat er mehrere Jailbreaks entwickelt, um Apples Software-Barrieren für das iOS-Gerät zu beseitigen.

Die Information zu seinem neuen Arbeitgeber stammt von einem anderen iOS-Hacker. Joshua Hill alias P0sixnija verriet dies in einem Interview. Hill hat Hotz vor einigen Wochen zu einem ungewöhnlichen Duell herausgefordert. Die beiden findigen Köpfe liefern sich einen inoffiziellen Wettkampf, wer schneller einen Jailbreak für das iPad 2 herausbringen kann.

Gegen Sony gerappt

Im März dieses Jahres ist ferner ein Rechtsstreit zwischen Hotz und dem Elektronikonkzern Sony beigelegt worden. Sony verzichtete auf weitere rechtliche Schritte gegen den PlayStation-3-Hacker. Hotz musste sich im Gegenzug verpflichten, die Sicherheitssysteme des Unternehmens fortan in Ruhe zu lassen. Der junge Mann hatte zuvor seiner Wut mit einem Rap-Video auf Youtube Luft verschafft.

(dsc)