Schweiz

22. März 2010 11:59; Akt: 22.03.2010 12:07 Print

Bund leidet unter SpamflutBund leidet unter Spamflut

Die Bundesverwaltung wird täglich von 7,6 Millionen externen Mails überschwemmt. Der Grossteil davon ist Müll.

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Bei 95 Prozent aller E-Mails handelt es sich laut der europäischen Agentur für Internetsicherheit (ENISA) um Spam.

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Nur gerade zwei bis drei Prozent der Mails überstehen alle Türkontrollen und gelangen zu den Adressaten, wie es in einem vom «Tages-Anzeiger» publik gemachten, im Internet veröffentlichten Bericht des Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT) heisst. Ohne Filter wären die Netze heillos verstopft, und die Bundeangestellten müssten täglich viel Arbeitszeit aufwenden, ihre überquellenden Postfächer auszumisten.

Die erste Hürde, die ein Mail überstehen muss, ist eine Prüfung des Absenders. Dazu konsultieren die BIT-Server die Blacklists der Anti-Spam-Organisation Spamhaus. Mit dieser Methode können bereits 95 Prozent aller Mails aussortiert werden. In einem zweiten Schritt müssen sich Mails einem Erkennungsprogramm unterziehen. Anhand von rund 3000 zum Teil komplexen Kriterien wird untersucht, ob es sich um ein Spam-Mail handeln könnte. Kommen Wörter wie Sex, Viagra, Lotterie oder ähnliche vor, hat ihr letztes Stündlein geschlagen.

Haben Mails auch diese Schranken passiert, werden sie von einem Scanner auf Viren, Trojaner oder andere Schadensoftware durchleuchtet. Der grösste Teil der Bundesangestellten erhalte dank diesen Kontrollen überhaupt nie ein Spam-Mail ins Postfach, heisst es in dem Bericht.

Eine im Januar veröffentlichte Studie die europäischen Agentur für Internetsicherheit (ENISA) handelt es sich bei 95 Prozent aller E-Mails um Müll-Nachrichten. Diese Zahlen werden seitens von Hotmail bestätigt. «4,5 Milliarden Spam-Mails sind eine kaum vorstellbare Menge. Unser Ziel ist es, dass davon so wenige wie möglich im Postfach unserer Hotmail-Nutzer landen», wird ein Hotmail-Product-Manager auf dem IT-Newsportal winfuture.de zitiert. Von 100 Nachrichten werden 80 direkt als Spam erkannt und umgehend gelöscht. Von den 20 Nachrichten, die beim Empfänger landen, wandern 15 direkt in den Spam-Ordner. Im Schnitt werden also nur fünf E-Mails im Posteingang angezeigt.

(mbu/sda)