«Visual Search»

15. September 2009 09:38; Akt: 15.09.2009 12:40 Print

Bilder statt Links

Microsoft hat seine im Juni gestartete Suchmaschine «bing» aufgebohrt. Sie soll Surfern mit Gedächtnislücken helfen.

Quelle: YouTube
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Laut einem firmeneigenen Blogeintrag will Microsoft herausgefunden haben, dass Surfer Suchergebnisse mit Bildern bis zu 20 Prozent schneller verarbeiten können als solche, die nur mit Text ausgegeben werden. Daher hat Yusuf Mehdi, Senior Vice President der Redmonder, gestern Abend auf der Konferenz TechCrunch50 eine Betaversion des Tools «Visual Search» für die im Juni gestartete Suchmaschine «bing» präsentiert. Sie ist im obigen Video zu sehen, steht bislang aber nur in der US-Version zur Verfügung, die sich allerdings über die Ländereinstellungen auswählen lässt. Nutzer müssen ausserdem die Browsererweiterung «Silverlight» installiert haben, welche gratis zum Download bereit steht.

Zum Start von «Visual Search» stehen gemäss Microsoft rund 100 Galerien zur Verfügung. Wer beispielsweise jene namens «Greatest Movies» anklickt oder die beiden Begriffe in die Suchmaske einträgt, der sieht anschliessend die Cover der Filme, welche sich beispielsweise über am linken Bildrand stehende Kriterien wie Genre und Zahl der Oscars sortieren lassen. Bewegt man den Mauszeiger auf ein Cover, werden unter dem Suchfeld einige Fakten wie die Produktionsfirma und Erscheinungsjahr eingeblendet. Parallel dazu erscheint der Filmtitel im Suchfeld. Wer also eine Websuche starten möchte, muss nur noch auf die Lupe klicken. Vergleichbar kann man seine Suchen unter anderem für Bücher, Elektronikprodukte und Autos verfeinern. Laut Microsoft soll das Ganze Usern helfen, die sich beispielsweise an ein Filmcover, aber nicht den Titel des Blockbusters erinnern, denn die so genannten «Visual Search Galleries» orientieren sich an populären Suchanfragen und sollen somit die Interessen vieler Nutzer abdecken.

Was die Nutzerzahlen anbelangt, kann «bing» Google aber weiterhin nicht Paroli bieten. Wie eine Untersuchung der Marktforscher von Comscore ergab, betrug Googles globaler Markanteil im Juli rund zwei Drittel, Microsofts Angebot kam auf etwa drei Prozent, Yahoo belegte mit etwa acht Prozent Rang 2, die chinesische Suchmaschine Baidu kam auf den dritten Platz: Sie verzeichnete der Studie zufolge etwa sieben Prozent aller weltweiten Suchanfragen.

(hst)