Tweet Tornado

05. Februar 2009 11:56; Akt: 05.02.2009 14:22 Print

Spammer zwitschern fröhlich mit

Twitter macht schon wieder negative Schlagzeilen. Wegen einer Lücke im Anmeldungssystem müssen Nutzer mit Postfächern voller Müll-Mails rechnen.

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Seit kurzem ist mit Tweet Tornado ein Programm erhältlich, das den Micro-Blogging-Dienst Twitter leicht für Spammer nutzbar macht. Wie ZDNet-Blogger Dancho Danchev berichtet, nutzt die für umgerechnet etwa 115 Franken erhältliche Software eine Lücke in Twitters Anmeldungssystem. Denn es wird keine E-Mail versendet, in der ein Link enthalten ist, den man anklicken muss, um die Registrierung abzuschliessen. Stattdessen trägt man einfach den gewünschten Benutzernamen und eine ausgedachte E-Mail-Adresse ein und schon kann man Twitter nutzen. Bislang haben die Seitenbetreiber diese Lücke nicht geschlossen.

Twitter wurde 2006 gegründet. Die auf der Seite stehenden Nachrichten heissen «Updates» oder «Tweets» - vom englischen Verb «to tweet», was «zwitschern» bedeutet. Wer registriert ist, kann anderen Nutzern folgen, in dem er ihre Updates abonniert. Benutzer, die den eigenen Updates folgen, werden «Follower» genannt. Mit dem Programm Tweet Tornado lassen sich nun blitzschnell viele Accounts erstellen und dann Tweets verschicken. In einem Demo-Video auf der Firmenhomepage geben die Macher sogar Tipps, wie man möglichst viele Follower gewinnt. Ratsam sei es unter anderem das Bild einer attraktiven Frau in den Account einzufügen.

Zuletzt hatte Twitter Anfang Januar Negativschlagzeilen gemacht: Insgesamt wurden 33 Accounts geknackt. Darunter auch jene von US-Präsident Barack Obama und von Britney Spears. Letztgenannte informierte ihre Leser über die vermeintliche Grösse ihrer Geschlechtsteile. Barack Obama warb für eine Umfrage, bei der es einen Tankgutschein über 500 US-Dollar zu gewinnen gab.

(hst)