Google-Anzeigen

10. September 2009 12:19; Akt: 10.09.2009 12:57 Print

Microsoft bewirbt seine Pornosuche

Mit «bing» kann man im Unterschied zur Konkurrenz problemlos Sexbilder und -videos finden. Wer das noch nicht wusste, wird von den Redmondern darauf hingewiesen.

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Bild: TechCrunch/Composing

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Wie 20 Minuten Online bereits kurz nach dem Start von Microsofts Suchmaschine «bing» berichtete, bringt diese äusserst laxe Einstellungsmöglichkeiten für den Familienfilter mit. Wer selbigen ausschaltet, findet im Unterschied zur Konkurrenz von Google und Yahoo bei Bilder- und Videosuchen problemlos Hardcore-Pornographie, wenn er einschlägige Begriffe eingibt.

Wie TechCrunch.com schreibt, scheint Microsoft die Mund-zu-Mund-Propaganda für sein Angebot nicht zu reichen. Denn die Redmonder sollen Google-Anzeigen für «bing» geschaltet haben, die immer wieder auftauchen, wenn jemand in die US-Version des Marktführers «Pornography» eingibt. Dies legt zumindest der obige Screenshot nahe. Microsoft hat sich bislang nicht geäussert. Kurz nachdem sich die Berichte über den unzureichenden Filter gehäuft hatten, bauten die Redmonder einen entsprechenden Warnhinweis in ihre Suchmaschine ein.

Im Juli hatte «bing» seinen US-Marktanteil im Vergleich zum Juni um 0,5 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent erhöhen können. Dies ergab eine Studie der Marktforscher von ComScore. Marktführer Google und der zweitplatzierte Anbieter Yahoo verloren jeweils 0,3 Prozentpunkte auf 64,7 und 19,3 Prozent.

(hst)