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Studie
27. Januar 2010 23:09; Akt: 28.01.2010 07:32 Print
Ohne Facebook ausgegrenzt?
von Deborah Rast - Laut einer Studie fühlen sich viele Schweizer ohne Facebook-Zugang sozial isoliert. Experten warnen vor einer hohen Suchtgefahr.

Diese 23-jährige Studentin arbeitet ohne Facebook viel konzentrierter. (Dominik Orth, orth.ch)
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Ein Leben ohne Facebook? Für viele undenkbar: «Ich verspüre einen konstanten Drang, auf Facebook zu gehen und zu checken, was passiert ist.» Wie der 21-jährigen Teilnehmerin einer Studie zum Thema ergeht es vielen – beinahe eine Million Schweizer loggt sich täglich auf der Internetcommunity-Site ein.
Das Experiment von Rod Kommunikation, bei dem 50 intensive Facebooknutzer während 30 Tagen auf Entzug gesetzt wurden, zeigt: Trotz anfänglicher Entzugserscheinungen zogen die meisten Teilnehmer eine positive Bilanz. Statt Stunden auf Facebook zu verbringen, gingen viele wieder einem vernachlässigten Hobby nach. Viele fühlten sich aber sozial ausgegrenzt. Sie wurden nicht mehr zu Partys eingeladen und konnten beim Klatsch im Freundeskreis nicht mehr mitreden. Trotzdem nahmen sich 70 Prozent der Befragten vor, ihren Facebookkonsum zu reduzieren, denn: «Der Kontakt zu Leuten, die ich mag, wurde hochwertiger – die Qualität gesteigert, die Quantität gemindert.»
Fachleute warnen denn auch vor einer Facebook-Abhängigkeit: «Neben Online-Games und Sexsites haben Community-Plattformen ein hohes Suchtpotential», weiss Psychologe und Internetsuchtexperte Franz Eidenbenz. Das Paradoxe an der Facebooksucht: «Abhängige fühlen sich sozial bestens vernetzt, dabei vernachlässigen sie in der Realität persönliche Kontakte.»
Wie stark diese Abhängigkeit sein kann, zeigt die Aussage einer 27-Jährigen bei Antritt des Experiments: «Ich hab gerade das Gefühl, dass ich ein Drogenentzugsprogramm starte, soeben habe ich meine Seele verkauft.»
























