IT-Sicherheit

29. Juni 2009 14:08; Akt: 29.06.2009 15:32 Print

Kampf dem SpamKampf dem Spam

Verkürzte Internetadressen sind wie Pralinenschachteln: Man weiss nicht, was man bekommt, bis man sie öffnet. Das nutzen auch Cybergangster aus. Doch jetzt muss man sich nicht mehr austricksen lassen.

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Kurz-URLs werden immer beliebter. Nutzt man Dienste wie bit.ly oder TinyURL, wird beispielsweise aus http://www.20min.ch/news/bern/story/16636113 die Adresse http://tinyurl.com/lzoube. Vorteil für den Nutzer: Er spart auf Seiten wie Twitter eine Menge Zeichen.

Doch mittlerweile haben auch Cyberkriminelle die Adressen als Mittel entdeckt, um Malware und Spam unters Web-Volk zu bringen. Denn der Nutzer sieht, selbst wenn er den Mauszeiger über die URL fahren lässt, nicht, was sich dahinter verbirgt. Zuletzt machten Ende Mai Fälle Schlagzeilen, in denen Facebooknutzer mittels Kurzadressen auf fingierte Seiten gelockt wurden, wo sie sich dann einloggen sollten. Wer dies tat, übergab den Betrügern seine Daten.

Wer also einer verkürzten Internetadresse über den Weg läuft, sollte immer vorsichtig sein. Absichern kann man sich unter anderem auf der Seite untiny.me. Wer die Adresse dort eingibt, bekommt das Original angezeigt und kann unter anderem die Domain erkennen und dann leichter entscheiden, ob sich ein Besuch lohnt. Eine andere Möglichkeit bietet das alle gängigen Verkürzungsdienste unterstützende Tool TinyURL Decoder für den Firefox. Wer zuvor noch das Add-on Greasemonkey installiert und aktiviert, dem erscheinen auf Webseiten nach wenigen Sekunden statt der Kurz- die Lang-URLs.

(hst)