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Live dabei
22. September 2009 20:45; Akt: 22.09.2009 20:45 Print
Twitter: Jetzt auch aus dem Operationssaal
Twitter hält Einzug in die US-amerikanischen Spitäler. Angehörige können damit Operationen an ihren Liebsten live mitverfolgen.
«Lokale Betäubung an der Einstichstelle, jetzt wird der erste Stich angesetzt». Diese und ähnliche Nachrichten kann man jetzt lesen, wenn man über die Operation seiner Liebsten im St. Luke’s Hospital in Cedar Rapids im US-Bundesstaat Iowa informiert sein will.
Operation 2.0: Per Twitter werden die einzelnen Operationsschritte erklärt. (Keystone)
Als der 70-jährigen Monna Cleary die Gebärmutter entfernt wurde, waren ihre Kinder mit Twitter live dabei. Das Spital will mit dem Projekt vor allem zur Aufklärung beitragen und darstellen, wie eine solche Operation abläuft. «Wir bekommen Realtime-Informationen, anstatt im Warteraum herumzusitzen und nicht zu wissen, was passiert», sagte Joe Cleary nach der Operation seiner Mutter. «Die Zeit geht so schneller vorbei.» Zusammen mit Bruder, zwei Schwestern und einer Schwägerin verfolgte er die Operation am Laptop im Wartezimmer. Vor dem Eingriff gab die Patientin ihre Einwilligung zu dem Vorhaben. Wenn es bei der Operation zu einer Komplikation gekommen wäre, hätte man das Twittern eingestellt.
Doch warum wird die Operation in Textform erklärt und nicht gleich per Video übertragen? «Für viele Interessenten ist die Videoübertragung zu intensiv», erklärt eine Kliniksprecherin. «Das ist ein behutsamerer Ansatz, um Patienten und andere zu informieren.»
(dapd)
























