Daten einsehbar

16. Mai 2011 10:36; Akt: 16.05.2011 10:48 Print

Wie sicher ist Dropbox?

Der bekannte Anbieter von Internet-Speicherplatz soll seine Nutzer angelogen haben. Ein IT-Blogger hat Beschwerde eingereicht.

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Hat Dropbox falsche Werbeversprechen gemacht? Ein US-amerikanischer IT-Blogger hat Beschwerde eingereicht bei der US-Handelsbehörde. (Screenshot: 20 Minuten Online)

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«Ein einziger sicherer Ort für all deine Sachen»: Mit diesem Versprechen lockt Dropbox in einem Werbevideo. Und der kostenlose Service wird anscheinend rege beansprucht, wie das Unternehmen kürzlich bestätigte: Demnach nutzen mehr als 25 Millionen Kunden den Internet-Speicherplatz, um Dokumente, Fotos und Videos abzulegen und von überall her wieder abrufen zu können.

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Lange Zeit hat Dropbox damit geworben, dass die dem Unternehmen anvertrauten Daten auf den Servern sicherer seien als auf dem eigenen Computer. Diese gewagte Aussage musste inzwischen relativert werden, wie das Magazin «Wired» berichtet. Schlimmer noch: Dropbox habe seine Nutzer bezüglich Datensicherheit angelogen, heisst es.

Beschwerde eingereicht

Es geht um die Frage, wer Zugriff hat auf die gespeicherten Daten. Ein amerikanischer IT-Blogger hat Beschwerde eingereicht bei der US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC). Sein Vorwurf: Dropbox-Mitarbeiter könnten die hochgeladenen Daten der Nutzer problemlos einsehen. Dies stehe im Widerspruch zur Aussage von Dropbox, wonach nur der Nutzer selbst Zugriff darauf habe.

Anscheinend hat Dropbox eine entsprechende Formulierung auf seiner Website inzwischen angepasst beziehungsweise entschärft. Ausserdem versichert das Unternehmen, dass die Kundendaten gut geschützt seien - auch vor dem unautorisierten Zugriff durch Mitarbeiter.

Die Bedenken der besorgten Nutzer können dadurch kaum zerstreut werden: Sollte Dropbox tatsächlich Zugriff haben auf alle Dateien, auch ohne Passwort, birgt dies grosse Risiken. Staatliche Stellen könnten von Dropbox die Herausgabe der Daten verlangen, kriminelle Dropbox-Mitarbeiter könnten die Daten stehlen oder es könnten Drittfirmen Klagen erheben wegen Verletzung von Urheberrechten.

Darum gilt: Wer wirklich sicher sein will, dass seine in der Cloud abgelegten Daten nicht von Dritten eingesehen werden können, muss sie zusätzlich eigenhändig verschlüsseln.

(dsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • carmen diaz am 16.05.2011 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    also wer etwas...

    ...ausser haus gibt, muss damit rechnen, dass es in falsch hände gelangen kann. ob ich nun einen USB stick an irgend jemanden gebe oder daten per internet auf einen fremden server in den usa ist egal. wenn ich das ganze nicht lokal verschlüssle, kann das jeder lesen. aber dafür gibts ja axcrypt oder truecrypt.

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  • Flavio am 16.05.2011 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher?!?

    Was wird wohl eher durch Hacker angegriffen? Eine Weltbekanntes Unternehmen mit 25 Milionen Kunden oder ein Home-PC mit ein paar Dateien (Wobei der Hacker nicht mal weiss ob Interessante Dateien dabei sind). Also in meinen Augen sind Dateien zu Hause besser aufgehoben, auf einem Stick oder externer HD. Aber jeder kann mit seinen Dateien ja machen was er will. ;)

  • Hansrüdiger am 16.05.2011 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Server in den USA

    Die Server von Dropbox stehen allesamt in den USA, nur schon das sollte einen stutzig machen. Sensible Daten lagert man aus Prinzip nicht in ein Land aus, das Datenschutz und Privatsphäre nur so vom Hörensagen kennt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fred Hörler am 31.05.2011 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wuala

    ich benutze das in der Schweiz entwickelte Programm Wuala.com. Die Daten werden automatisch verschlüsselt versendet. Die Backupserver stehen in der Schweiz und Deutschland. Der Funktionsumfang geht noch über Dropbox hinaus. Meiner Meinung nach sehr sicher.

  • René am 16.05.2011 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Das Mediendenken.

    Ihr solltet alle am besten gar nicht mehr aus dem Haus gehen. Man könnte euch noch sehen. Wirklich, das ist Dramatisierung auf höchstem Niveau. Werden eure E-Mails den verschlüsselt abgelegt? Haben Mitarbeiter bei Gmail, Facebook, GMX und co. keinen Zugriff auf eure Daten? Ich bezweifle es. Selbst Facebook kontrolliert Nachrichten auf illegalen Inhalt wie Torrent Links oder ähnliches. Postmitarbeiter können eure Transaktionen vermutlich auch einsehen um Support zu leisten bei Falschüberweisungen. Sowieso auch Bankangestellte, vermute ich. Vertrauen/Nicht-Vertrauen.

    • kritiker am 16.05.2011 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      nicht pauschalisieren

      richtig, aber du unterscheidest du wenig: gmail/facebook/gmx und co.: plattformen, auf welchen im wesentlichen private daten gehostet sind. hier gehts aber darum, dass leute den mist für's geschäft nutzen. tja selber schuld, könnt ja den amis, chinesen und russen auch gleich eine kopie davon schicken, kommt auf's gleiche raus

    • Heavy-D am 19.03.2012 11:19 Report Diesen Beitrag melden

      Haha, wenn alle so Angst hätten..

      Nein das kommt sicher nicht aufs gleiche raus.... Keine Ahnung wer dir so Angst gemacht hat, Fakt ist das du nicht gleich deine Zugangsadaten zum E-Banking in der Dropbox ablegen solltest. Aber um sonstige Dateien wie in meinem Falle Pläne für die Baustelle zu droppen gibts keinen besseren und schnelleren Weg und ist gut für die Umwelt.... oder sicher besser als immer alle meine Pläne zu plotten. Und ich glaube die Russen und Co. interessieren sich nicht für meine Pläne. Und wenn es so wäre würden sie sich diese Daten auch auf deinem PC zu Hause holen.

    • klaus am 21.07.2012 16:00 Report Diesen Beitrag melden

      sicher?

      ist das etzt sicher oder nicht?

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  • carmen diaz am 16.05.2011 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    also wer etwas...

    ...ausser haus gibt, muss damit rechnen, dass es in falsch hände gelangen kann. ob ich nun einen USB stick an irgend jemanden gebe oder daten per internet auf einen fremden server in den usa ist egal. wenn ich das ganze nicht lokal verschlüssle, kann das jeder lesen. aber dafür gibts ja axcrypt oder truecrypt.

    • Ernst Clever am 17.05.2011 04:51 Report Diesen Beitrag melden

      Digital hin oder her

      Ich bahalte alles im Kopf und erst noch unverschlüsselt.

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  • dev0 am 16.05.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Dropbox

    Naja, ich finde es eine gute Sache und werde es auch weiterhin verwenden. Ich stelle mir desöfteren die Frage.. Was ist heute schon sicher? Die meisten Computer die User benutzen sind so oder so mit Viren verseucht. Nur weil ein AntiVirus kein Virus findet, heisst es nicht, dass das System nicht von Viren befallen ist. Also demnach: Wer seine Daten anderen in die Hände gibt, muss damit rechnen, dass auch mal der falsche Empfänger diese Daten erhählt. Hab schliesslich auch schon Post von anderen bekommen. (Danke POST) ;)

  • AB CD am 16.05.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht um Geschwindigkeit

    Dropbox will automatischen Zugriff auf die Daten, damit sie gleiche Dateien von mehreren Benutzern nicht unendlich viel mal sondern nur 1 mal + Backups abspeichern können. Wenn ein Benutzer eine Datei hochlädt die 500 MB gross ist, aber schon auf den Dropbox Servern vorhanden ist, geht das dank diesem Systems auch bei der langsamsten Leitung nur Sekunden. Wer gerne länger Dateien hochladen will, kann seine Daten auch selber mit Truecrypt verschlüsseln und bei Dropbox hochladen.