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16. Februar 2010 08:40; Akt: 16.02.2010 17:17 Print

Video-Chat des GrauensVideo-Chat des Grauens

Internet-Hype: Noch nie war es einfacher, mit wildfremden Menschen in Kontakt zu treten. Die Faszination daran macht die Tatsache aus, dass man keine Ahnung hat, wer einem gleich über die Webcam ins Antlitz schaut.

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Der Name ist Programm: Wildfremde Leute werden zufällig zusammengewürfelt, um miteinander zu chatten. Auf der Webseite von Chatroulette finden die Besucher eine äusserst einfach gestaltete Benutzeroberfläche vor. Ein Klick auf den Play-Button genügt, um das Video-Abenteuer mit einer wildfremden Person zu starten. Sie erscheint in einem kleinen Fenster und guckt in der Regel neugierig in die Webcam. Wenn das Gegenüber nicht gefällt, genügt ein Klick auf F9 und die nächste zufällig ausgewählte Person erscheint auf dem Screen. Manche sind maskiert, manche nutzen Chatroulette, um ihr bestes Stück zu präsentieren - Zack, der Nächste bitte.

An einem normalen Abend sind so um die 20 000 Personen auf der Suche nach einem schnellen Chat-Abenteuer, schreibt die «New York Times». Der Blog thefrisky.com betitelt Chatroulette gar als «der heilige Gral des Internets». Die Webseite wurde Mitte November aufgeschaltet. Laut der New York Times entwickelte der 17-jährige Russe Andrej Ternowski die Seite. Er gibt an, Chatroulette aus Langeweile entwickelt zu haben. Damit scheint er genau den Nerv der Zeit getroffen zu haben, sein Projekt ist auf dem besten Weg zum Internet-Renner zu werden.

Das Grauen lauert hinter der Webcam:
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(Quelle. YouTube)

(mbu)